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·22. Mai 2026
Weltmeister Trainer Löw: Neuer-Rückkehr „sehr gute Entscheidung“

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Joachim Löw sieht die Rückkehr von Manuel Neuer in die deutsche Nationalmannschaft als nachvollziehbaren und starken Schritt. Der frühere Weltmeister-Coach nannte die Entscheidung eine „sehr gute Entscheidung“ und verwies auf Neuers Bedeutung für Mannschaft und Turnierbetrieb. Auch DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig stärkte dem Bayern-Keeper demonstrativ den Rücken.

Bundestrainer Jogi Löw vor dem Länderspiel gegen Italien. / AFP / CHRISTOF STACHE
Bei einer Veranstaltung der Bild-Zeitung in Berlin erklärte Löw, Oliver Baumann habe im Tor „gut gemacht“, doch Neuer sei eben „eine prägende Persönlichkeit. Auch für die Mannschaft“. Für die Auswahlentscheidung des Bundestrainers sei nicht allein die Qualität auf dem Platz entscheidend, sondern auch die Wirkung innerhalb des Teams. „Der Trainer entscheidet aufgrund von Qualität, aber schaut auch, was für eine Dynamik innerhalb einer Mannschaft entsteht“, sagte der 66-Jährige und hob hervor: „Der Manu kennt Turniere, hat Erfahrung.“ Genau das spreche für den Münchner.
Rettig ging noch weiter und bezeichnete Neuer als „der weltbeste deutsche Torhüter“. Dass der Nationalkeeper sich zum Ende seiner Laufbahn noch einmal bereiterkläre, „sich ins Tor zu stellen und diese Weltmeisterschaft mitzumachen“, sei „ein Ausrufezeichen und freut uns“. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte den 38-Jährigen, der sich nach der Heim-EM 2024 aus der Nationalelf verabschiedet hatte, mit der Bekanntgabe seines WM-Kaders am Donnerstag zurückgeholt. Rettig sagte dazu, Nagelsmann habe „die Chronologie und die Gründe“ dieser Entscheidung „wunderbar erklärt“. „Die Besten werden aufgestellt – an dem Grundsatz hat er sich orientiert.“
Löw mahnte zugleich, dass die Lage für den zurückgedrängten Baumann schwierig sei. „Aber der Trainer ruft die Spieler auch nicht immer zwei oder drei Wochen vorher an. Weil man ja weiß, dass dann gewisse Dinge durchsickern.“ Er selbst habe solche Gespräche deshalb immer erst „einen Abend vorher“ geführt. Rettig wiederum relativierte die Waden-Verletzung des Bayern-Kapitäns nicht, auch wenn sie einen Einsatz im Pokalfinale am Samstag um 20.00 Uhr gegen den VfB Stuttgart verhindere. Die Blessur dürfe man zwar „nicht unterschätzen, das ist gar keine Frage“, sagte der DFB-Geschäftsführer im ARD- und Sky-Spiel, ergänzte aber: „Aber wer die Professionalität von Manuel kennt, der weiß, dass er alles dafür tun wird, pünktlich fit zu sein.“
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