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·21. September 2026
"Wenn die so weitermachen …": MSV erspielt sich Favoritenrolle

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Am späten Sonntagabend fuhr der MSV Duisburg den sechsten Sieg im siebten Saisonspiel ein. Beim SV Wehen Wiesbaden ließen die Zebras gar nichts anbrennen, führten bereits nach knapp 30 Minuten mit drei Toren. Die Favoritenrolle ist ab sofort klar verteilt.
"Wenn die so weitermachen, dann habe ich gar keine Angst", zog Simon Brandstetter bei "MagentaSport" sein Fazit zum Spiel des MSV Duisburg. Der Mittelstürmer, der heute in der Verbandsliga spielt und selbst 50 Mal das Trikot der Zebras getragen hat, war am Sonntagabend als Experte für den TV-Sender unterwegs. Und Brandstetter sah einen souveränen Auftritt der Zebras, wie auch Doppelpacker Dominik Kother fand. "Wir haben es in der ersten Halbzeit sehr, sehr gut gemacht. Die Chancenverwertung war sehr gut", so der 26-Jährige. "Das war eine fast perfekte Halbzeit von uns."
Zwei Tore schoss Kother, dann legte er Sommer-Neuzugang Frederik Christensen den dritten Treffer bei dessen Premiere auf – und der dänische Verteidiger zerschoss beinahe das Netz. Richtig spektakulär wurde es in der zweiten Halbzeit, als Conor Noß zwei Gegenspieler ausspielte und anschließend das vierte Tor erzielte, obwohl der Ball zunächst noch auf der Linie gerettet wurde. "Wir haben schon beim ersten Abschluss gejubelt, und dann geht der aus so spitzem Winkel rein. Conor hat da nicht abgeschaltet, obwohl er die Arme auch schon oben hatte", freute sich Dietmar Hirsch, dass sich seine Mannschaft so fokussiert zeigte. Und der freche Tunnel auf der Außenbahn? "Ja, aber das ist erlaubt", schmunzelte der MSV-Coach angesichts des Selbstvertrauens, das die Duisburger an den Tag legten.
Vor allen Analysen zum Spiel sprach Hirsch jedoch erst einmal zu den Fans. In der Vorwoche gab es Kritik vom Cheftrainer, weil das Publikum im eigenen Stadion beim Pausenrückstand pfiff – dieses Mal gab es ein Unglück bereits vor dem Anstoß. Beim Aufwärmen wurde ein Fan am Kopf getroffen und stürzte anschließend schwerer, woraufhin auch der Mannschaftsarzt Hilfe leistete. "Ich möchte unserem Fan gute Besserung ausrichten, im Namen des ganzen Vereins und der Mannschaft. Wir haben von unserem Fanbeauftragen und den Fans gehört, dass er einigermaßen stabil ist", erklärte Hirsch. Und vor den TV-Kameras fügte er allgemein hinzu: "Hier waren 1.500 Zuschauer aus Duisburg, die auch erst um 1 Uhr oder 2 Uhr nachts zuhause sein werden. Also großen Respekt dafür, was wir da für eine Unterstützung bekommen. Darauf bin ich auch sehr stolz."
Jetzt steht die lange Länderspielpause an, in der Duisburg aber schon am Mittwoch wieder im Landespokal antreten wird. Darüber hinaus gibt es Wunden zu lecken, denn mit Niklas Jessen, der Knie- und Oberschenkelprobleme signalisierte, fiel ein weiterer Akteur im Laufe der Partie in Wiesbaden aus. Joshua Bitter (Bänderverletzung) und Christian Viet (Gehirnerschütterung) könnten in Kürze zurückkehren, auch Lex Tyger Lobinger wird nach seiner Rotsperre wieder dabei sein. Und dann? Dann wird sich der MSV Duisburg allmählich mit der Favoritenrolle abfinden müssen, was zumindest für den Cheftrainer gar kein Problem war. "Wir werden die Tabelle jetzt nicht ausschneiden und uns hinhängen, aber wir gucken gerne darauf. Wir spielen für die Tabelle, ’ne?", so Hirsch. "Gestern hat jemand gesagt, man könne erst nach zehn Spielen darauf gucken. Ich finde, die Tabelle sagt immer etwas aus und zum jetzigen Zeitpunkt stehen wir zurecht da oben."















