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·7. April 2026

"Wenn jemand Bayern stoppen kann, dann Real Madrid"

Artikelbild:"Wenn jemand Bayern stoppen kann, dann Real Madrid"

Harry Kane meldet sich vor dem Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel bei Real Madrid zurück. Bayern trifft seit acht Spielen nicht mehr auf einen Sieg gegen die Königlichen.

Auf den Rollstuhl konnte Harry Kane erstmal verzichten. Ganz ohne die angedachte Hilfe von Mitspieler Joshua Kimmich, dafür aber mit einem optimistischen Lächeln im Gesicht kam der unverzichtbare Stürmerstar am Montagmittag auf den Trainingsplatz des FC Bayern - und meldete sich pünktlich zum Gigantenduell mit Real Madrid wieder zum Dienst. Die Knöchelprobleme, die Kane zuletzt ausgebremst hatten? Offenbar überstanden. Das Bangen des Rekordmeisters? Vorerst beendet.


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Ob Kane im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstag in der Startelf stehen kann, bleibt freilich abzuwarten. Die Botschaft, die vor dem 29. Clásico de Campeones von der Säbener Straße bis ins knapp 1500 km entfernte Estadio Santiago Bernabéu hallte, war dennoch klar: Die Bayern sind bereit. Bereit für die angestrebte Rückverwandlung in die Schwarze Bestie. Bereit, den Schmerz längst vergangener Tage endlich hinter sich zu lassen.

"Diese Nacht", hatte sich Kane an seine letzte Begegnung mit Real vor zwei Jahren erinnert, "war wirklich schwer zu verkraften." In einem dramatischen Halbfinale hatten sich 2024 alle Münchner Hoffnungen auf den Titel im spanischen Nachthimmel aufgelöst. Wie 2014. Wie 2017. Wie 2018. Von der in Madrid über Jahre so gefürchteten "Bestia Negra"? Aktuell nicht mehr viel übrig.

Doch dieses Mal soll alles anders werden, in diesem "Spiel aller Spiele", wie Ex-Boss Karl-Heinz Rummenigge es taufte. "Irgendwann", betonte Joshua Kimmich, "ist es mal an der Zeit." Und zwar "Zeit", so Sportvorstand Max Eberl, "dass sich die Statistik ändert". Kimmich hat die jüngsten drei Knockouts gegen Real Madrid miterlebt. Immer war es knapp, immer war es dramatisch, immer hieß der Sieger Real Madrid. Seit acht Partien sind die Bayern sieglos gegen die Königlichen.

Die Bayern kommen ja mit dem Selbstbewusstsein, dass sie schon hundert Tore in der Bundesliga-Saison erzielt haben und den Uralt-Rekord von 101 Toren ganz sicher bis zum 34. Spieltag brechen werden. Sowas beeindruckt auch die Gegner in der Champions League. Eigentlich. Der Rekordmeister sei vielleicht die beste Mannschaft in Europa, lobte Stürmerstar Kylian Mbappé: "Aber wenn jemand den FC Bayern stoppen kann, dann ist es Real Madrid."

Diesmal aber scheinen die Voraussetzungen für einen Erfolg gut wie nie. Während sich Madrid auch unabhängig von der verpatzten Generalprobe auf Mallorca eher durch die Saison schleppt, wirken die Bayern pünktlich zum Saisonhöhepunkt an der Spitze ihrer Schaffenskraft angekommen. "Vom spielerischen Niveau", betonte Vereinspatron Uli Hoeneß, hätten die Bayern gegen den Angstgegner "lange nicht so große Chancen gehabt" wie in diesem Jahr.

Zumal die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany nur so vor Selbstvertrauen strotzt, erst recht nach der furiosen Aufholjagd beim SC Freiburg (3:2). "Mehr positives Gefühl, um nach Madrid zu fahren, geht nicht", hatte Eberl frohlockt: "Es wird ein großes Spiel. Wir brauchen uns vor der Bestie nicht zu verstecken."

Und doch stehen die Bayern vor der "härtesten Prüfung", wie Rummenigge betonte. Denn, so banal es klingen mag: Es ist das Bernabéu, es ist Champions League, es ist Madrid. Dort sei es ja "immer so", erklärte Kompany: "Wenn das Niveau höher wird, werden sie auch besser." Im Bernabéu, mahnte Rummenigge, warte ein "Hurrikan", es gelte: "Man braucht Nerven aus Stahl."

Trainerwechsel, Pokalaus, der so gut wie verlorene Meisterschaftskampf mit dem FC Barcelona, das Fehlen von Torwart Thibaut Courtois - all das können die Madrilenen, bei denen gleich sechs Stars wie Jude Bellingham, Vinicius Junior oder Kylian Mbappé eine Gelbsperre fürs Rückspiel droht, in der Königsklasse beiseite schieben. Das haben sie nicht zuletzt im Achtelfinale gegen Mitfavorit Manchester City (3:0/2:1) bewiesen.

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