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·1. September 2026
Wer bleibt auf der Strecke: Welche Auswirkung die Verpflichtung von Mikey Moore auf Maina, Thielmann und Co. hat?

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Simon Bartsch
1 September, 2026
Der 1. FC Köln hat Mikey Moore also unter Vertrag genommen. Und dadurch an Qualität enorm zugelegt. Das führt aber auch zu der ein oder anderen Situation bei den bisherigen Stammspielern.
Linton Maina und Jan Thielmann
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Thomas Kessler war nach dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim sichtlich zufrieden. Der Geschäftsführer Sport hatte nach dem 3:2 auch allen Grund dazu. Immerhin hinterließ das Spiel den Eindruck, dass gleich mehrere neue Versprechen im Laufe der Saison aufgehen könnten. Vor allem die Breite des Kaders und das glückliche Händchen des Trainers in der Schlussphase wird dem Ex-Keeper geschmeckt haben. „Es ist doch schön, dass René da auch die Qual der Wahl hat“, sagte Kessler. Tatsächlich ist eine breite Bank und entscheidende Wechsel keine neue positive Errungenschaft bei den Geißböcken. Immerhin gehörte der FC bei den Joker-Toren in der vergangenen Spielzeit zu den besseren Bundesliga-Teams. Nur die Bayern, Dortmund und Stuttgart waren in dieser Bilanz besser als die Geißböcke. Und doch hatte man am Samstag das Gefühl, dass noch einmal eine besondere Qualität mit Ellyes Skhiri, Doppeltorschütze Thijs Dallinga und Linton Maina auf den Platz kam.
Mehr zum Thema:>> Die kreativen Offensiv-Youngster>> Der 1. FC Köln verpflichtet Mikey Moore
Allerdings war der Wechsel von Maina zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht vorgesehen. Zunächst standen „nur“ Dallinga und Skhiri bereit. Erst als Said El Mala mit muskulären Problemen sein Wechsel-Gesuch hinterlegte, machte sich auf der Flügelflitzer bereit. Kessler deutete nach dem Spiel an, dass der gebürtige Berliner mit seiner Rolle als Ergänzungsspieler vielleicht nicht so ganz zufrieden sei. Tatsächlich wird Maina die „Qual der Wahl“ wohl nicht ganz so schön finden, wie beispielsweise Kessler oder Wagner. Das liegt in der Natur der Sache, wie es der Ex-Keeper der Geißböcke formulieren würde. Denn Maina hat den Anspruch an sich von Beginn zu spielen. Und ist damit nicht alleine. Das gleiche gilt für Marius Bülter, Jan Thielmann, Luca Waldschmidt und nun auch Reigan Heskey. Fünf Spieler, die in der bisherigen Ausrichtung der Geißböcke zwei Plätze neben Said El Mala einnehmen könnten.
Und nun kommt also Mikey Moore an den Rhein. Der Mittelfeldspieler kann jene Positionen eben auch einnehmen und wird das aller Wahrscheinlichkeit nach auch tun. Denn Moore sammelte bei Tottenham schon seine ersten Pflichtspiel-Einsätze. Bei den Lilywhites hält man sehr große Stücke auf ihn, hat den Youngster mit Bedenken abgegeben. Voraussetzung wird wohl viel Spielpraxis, viel Einsatzzeit gewesen sein. Und der FC holt einen solchen Spieler, mit dieser Veranlagung, aber ohne Kaufoption ganz sicher nicht für die Bank. Heißt: In der aktuellen Ausrichtung tummeln sich sechs Spieler im Kampf um zwei Plätze. Während sich Köln also über den neuen kreativen Spieler freut, wird es auf der anderen Seite auch Leidtragende geben. Kessler hatte in der Vergangenheit keinen Hehl daraus gemacht, dass es durchaus am Ende der Transferphase Spieler geben wird, die möglicherweise wenig Einsatzzeit wittern und über eine Veränderung nachdenken könnten.
Gibt es also noch Abgänge? Das ist trotz erwartbarer geringer Einsatzzeit für den ein oder anderen Spieler aus unterschiedlichen Gründen nicht gesagt oder sogar unwahrscheinlich. Zum einen ist natürlich nicht gesagt, dass Wagner sein System nicht im Laufe der Spielzeit auch je nach Gegner umstellt. Zum anderen wird der ein oder andere Spieler sicher nicht abgegeben, weil er dem Kader in der Breite einfach weiterhilft. Beispielsweise Maina hatte in den bisherigen beiden Pflichtspielen nach seiner Einwechslung nicht nur eine positive Wirkung auf die Spieldynamik, der Flügelspieler bereitete jeweils ein Tor vor. Auch Luca Waldschmidt hat in der vergangenen Saison öfter bewiesen, dass er die Qualität hat, Spiele hinten raus noch mit einem starken Moment zu drehen oder zu entscheiden. Andere Akteure haben aktuell vielleicht nicht den Markt, um noch als Abgangskandidat so kurz vor Transferschluss zu gelten.
Wenn nicht noch ein ungewöhnliches oder unmoralisches Angebot bis Dienstagabend reinflattert, wird es wohl keine Veränderung bei den potenziellen Kaderkandidaten geben – ausgeschlossen ist es aber auch nicht.
Der Offensivspieler ist vor allem auf dem linken Flügel zu Hause. Kann aber auch im offensiven Mittelfeld und auf der rechten Außenbahn spielen. Der 19-Jährige ist polyvalent einsetzbar.
Mikey Moore gilt als eins der größten Offensivtalente Englands. Der 19-Jährige wird von den Verantwortlichen in Tottenham sehr geschätzt. Man plant mittelfristig mit dem Spieler und will ihn auf keinen Fall fest abgeben. So wurden in diesem Sommer gleich mehrere Angebote von rund 30 Millionen Euro abgelehnt.
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