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·11. Februar 2026
„Wer diese Entwicklung nicht sieht…“: Ricken kontert BVB-Kritik

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·11. Februar 2026

Nach einer der stabilsten Phasen der vergangenen Jahre steht Borussia Dortmund dennoch in der Kritik. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken reagiert deutlich – und verweist auf Zahlen beim BVB, die für sich sprechen.
Sportlich läuft es bei Borussia Dortmund so stabil wie lange nicht – und dennoch wird rund um den BVB weiter über die Spielweise diskutiert. Vor allem der als wenig spektakulär empfundene Stil unter Trainer Niko Kovac sorgt immer wieder für kritische Stimmen. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken kann diese Debatte nur bedingt nachvollziehen.
Im Interview mit RTL und ntv machte Ricken deutlich, dass ihn die wiederkehrende Kritik „manchmal schon nerve“. Der 49-Jährige verweist dabei vor allem auf die sportliche Entwicklung der vergangenen Monate. „Wenn ich mal ein Jahr zurückschaue, am 21. Spieltag der letzten Saison waren wir 25 Punkte hinter den Bayern, aktuell sind es sechs. Wer diese Entwicklung nicht sieht, der will sie auch nicht sehen.“
Tatsächlich hat sich Dortmund unter Kovac spürbar stabilisiert. Nach 21 Spieltagen steht der BVB bei nur 20 Gegentoren – ein Spitzenwert im Ligavergleich – und ist seit 14 Bundesliga-Partien ungeschlagen. Fünf Siege in Serie unterstreichen den positiven Trend zusätzlich. Vor allem defensiv wirkt die Mannschaft deutlich strukturierter und disziplinierter als noch in der Vorsaison.
Allerdings erkauft sich Dortmund die Stabilität bislang häufig mit Pragmatismus. Gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte tat sich die Mannschaft spielerisch immer wieder schwer, kreative Lösungen blieben phasenweise Mangelware. Glanzauftritte sind selten, stattdessen dominieren Geduld, Ordnung und Effizienz.
Ricken sieht darin jedoch keinen Widerspruch zu den eigenen Ambitionen. Die Entwicklung sei klar erkennbar, betont der Sportchef – und der Tabellenrückstand auf den FC Bayern München belege das eindrucksvoll. Dass der Stil nicht immer für Begeisterungsstürme sorgt, nimmt man in Dortmund offenbar in Kauf.
Sollte es dem BVB nun gelingen, die neu gewonnene Defensivstärke mit mehr Kreativität im Offensivspiel zu verbinden, könnte aus der aktuell erfolgreichen Saison sogar eine außergewöhnliche werden. Für Ricken steht jedenfalls fest: Die Richtung stimmt – auch wenn sie nicht jedem spektakulär genug erscheint.
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