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·27. März 2026
Wer plant Aues Kader? Bis zum 1. April soll Klarheit herrschen

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Beim FC Erzgebirge Aue stehen richtungsweisende Tage an. Nach einer Mitgliederversammlung des Förderkreises im Erzgebirgsstadion kündigte der abstiegsbedrohte Klub an, zeitnah eine zentrale Personalfrage zu klären. Ab dem 1. April soll feststehen, "wer die Verantwortung für die Kaderplanung trägt und eine konkurrenzfähige Mannschaft für die neue Saison aufstellt", teilte der Verein mit.
Damit ist auch die Zukunft von Sportchef Michael Tarnat offen. Der frühere Nationalspieler und Champions-League-Sieger hatte den Posten erst Anfang Januar übernommen und war auch bei der Versammlung anwesend. Anfang Februar verpflichtete er Christoph Dabrowski als neuen Cheftrainer, nachdem Jens Härtel gehen musste. Der erhoffte Effekt blieb bislang aus: Dabrowski ist noch ohne Sieg und kassierte sechs Niederlagen in acht Spielen.
Acht Spieltage vor Saisonende beträgt der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz neun Punkte, sodass der Klassenerhalt in weite Ferne gerückt ist. Entsprechend laufen die Planungen für die Regionalliga bereits auf Hochtouren – sowohl sportlich als auch wirtschaftlich und organisatorisch. Vorstand und Aufsichtsrat stehen dabei ebenso im Austausch wie wichtige Sponsoren.
Im Rahmen der Versammlung ordnete Präsident Thomas Schlesinger zudem die finanzielle Lage ein. Der Etat in der Regionalliga soll bei bis zu zehn Millionen Euro liegen, gleichzeitig ist eine Kürzung um mehr als drei Millionen Euro vorgesehen. Denn allein die Strukturen des Vereins verursachen Kosten von rund fünf Millionen Euro.
"Selbstverständlich" stünden alle Kostenpositionen auf dem Prüfstand, wobei Schlesinger betont: "Uns ist neben der Etatplanung der ersten Mannschaft wichtig, möglichst die grundlegenden Strukturen des Vereins weitgehend aufrechtzuerhalten." Dazu zählen 50 bis 60 Arbeitsplätze, die Geschäftsstelle, das Nachwuchsleistungszentrum sowie die Stadioninfrastruktur. Hinzu kommen 13 weitere Abteilungen "wie die Ringer und die Schwimmer".
Dass der Verein diese Strukturen trotz schwieriger Rahmenbedingungen halten konnte, gilt als bemerkenswert. In den vergangenen drei Jahren arbeitete Aue mit einem deutlich geringeren Etat, 2023 wurde zudem ein Defizit von 1,5 Millionen Euro verzeichnet.
Mit Blick auf die Zukunft heißt es: "Die Planung der Saison 2026/27 ist ein fortlaufender Prozess, bei dem wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und sportliche Ambitionen kontinuierlich miteinander abgeglichen werden. Beides hängt untrennbar zusammen und beides entscheidet über die Entwicklung des Vereins in den kommenden Jahren."
Sollten insbesondere Sponsoreneinnahmen zurückgehen, wäre der Erhalt der aktuellen Strukturen gefährdet. Umso mehr setzt der Verein auf den Rückhalt aus dem Umfeld, um die kommenden Herausforderungen zu bewältigen. Wertvolle Einnahmen winken zudem im DFB-Pokal, für den sich die Veilchen aber erstmal qualifizieren müssen. Beim SSV Fortschritt Liechtenstein soll am Sonntag das Ticket für das Halbfinale gebucht werden.









































