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·6. Februar 2026
Werder: Entscheidung um Clemens Fritz gefallen

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·6. Februar 2026

Clemens Fritz ist beim SV Werder Bremen zunehmend in die Kritik geraten. Das fing mit einem äußerst schwachen Sommer-Transferfenster an, in dem vor allem die riskante Leihe von Victor Boniface ein kompletter Flop war. Als dann im Winter mit Jovan Milosevic nur ein einziger Neuzugang kam, gingen die grünweißen Fans komplett auf die Barrikaden. Zumal sich auch Horst Steffen als der falsche Griff erwies und nach nur einem halben Jahr gehen musste.
Zuletzt starteten einige Fans sogar eine Petition, um den Rauswurf des Sport-Geschäftsführers zu fordern. Kurzum: Die Zukunft von Fritz steht auf wackligen Beinen - sollte man zumindest meinen. Doch SVW-Boss Hubertus Hess-Grunewald sprach Fritz nun sein volles Vertrauen aus.
"Als Präsident des e. V. und Aufsichtsratsvorsitzender der Kapitalgesellschaft habe ich volles Vertrauen zu Clemens Fritz und in seine Arbeit und sehe keine Veranlassung, ihn abzulösen", stellte er gegenüber werder.de klar. "In meiner Funktion stehe ich hierfür in der Verantwortung und habe dazu eine klare Meinung und Haltung."
Die Petition gegen Fritz wollte Hess-Grunewald auch nicht zu hoch hängen. Diese sei zwar "Ausdruck der beschriebenen Sorgen der Fans", habe satzungsmäßig jedoch "keine Relevanz". "Dazu kommt: Etwa die Hälfte der Teilnehmenden hat die Petition anonym unterzeichnet. Bei allen, die ihren tatsächlichen Namen hinterlegt haben, hat eine Stichprobe ergeben, dass etwa 30 Prozent von ihnen Vereinsmitglieder des SV Werder sind", erläuterte der 65-Jährige.
"Wir nehmen die Sorgen der Fans und aller, die es mit dem SV Werder halten, sehr ernst", versprach Hess-Grunewald. "Unruhe und Unzufriedenheit nach zehn Spielen ohne Sieg sind absolut nachvollziehbar. Wichtig ist, dass Kritik immer sachlich und fundiert geäußert wird und handelnde Personen nicht persönlich angreift."
"Aus vielen Jahrzehnten Mitgliedschaft beim SV Werder und Arbeit in den Gremien weiß ich: Krisen werden nicht durch Unruhe, Misstrauen oder Schuldzuweisungen bewältigt, sondern durch Klarheit, Geschlossenheit und Vertrauen. Vereine, die in schwierigen Momenten auseinanderdriften, haben es schwer. Vereine, die zusammenstehen, wachsen daran", belehrte der Werder-Boss. Wenig überraschend also, dass er auf Kontinuität setzen möchte und Fritz das Vertrauen ausspricht."Unseren SV Werder hat schon immer ausgezeichnet, dass wir uns sportlichen Herausforderung mit Besonnenheit und Zusammenhalt, mit der nötigen Ruhe und Wachsamkeit stellen und einen klaren Fokus auf die zu bewältigende Arbeit haben. So kann es uns auch dieses Mal gelingen, die nötige Energie zu entwickeln, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden", zeigte Hess-Grunewald sich zuversichtlich.
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