Wie geht es nun weiter? Fragen und Antworten zum Amorim-Beben bei ManUnited | OneFootball

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·5. Januar 2026

Wie geht es nun weiter? Fragen und Antworten zum Amorim-Beben bei ManUnited

Artikelbild:Wie geht es nun weiter? Fragen und Antworten zum Amorim-Beben bei ManUnited

Bei Manchester United kam es am Montag zu einem Paukenschlag. Ruben Amorim ist nicht länger Trainer der Red Devils, wie offiziell bestätigt wurde. Zuletzt kam es zu einigen Problemen im internen Bereich, die am Ende dazu führten, dass dieser Schritt unternommen wurde. 

Damit befindet man sich bei Manchester United wieder einmal im Chaos. 14 Monate lang war Amorim nun Trainer, jetzt muss wieder gesucht werden. Und mehr noch: Es müssen auch intern wieder neue Strukturen aufgebaut werden, nachdem es viel zu viel Zoff auf mehreren Ebenen gab.


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Der einst so stolze und traditionsreiche Klub ist damit weiterhin auf der Suche nach Kontinuität. Doch was hat das Amorim-Beben jetzt genau zu bedeuten? Und wie geht es weiter? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wie kam es nun zur schnellen Trennung?

Nach außen hin war es in den letzten Wochen eigentlich gar nicht so krass unruhig bei Manchester United. Nun, zumindest bis nach dem 1:1 gegen Leeds United. Die Red Devils hatten zuvor nicht so viele gute Spiele am Stück in petto, aber es gelang ihnen zumindest, immer wieder Siege einzufahren und oben dranzubleiben. Das Problem lag aber tiefer. Denn intern gab es einige Querelen, vor allem, weil die sportliche Führung dem Trainer immer wieder in die Aufstellung reinquatschte, ihn dazu nötigte, das System zu verändern.

Das soll ihn so richtig auf die Palme gebracht haben. Der Wutausbruch nach dem Leeds-Spiel war ausschlaggebend, dort teilte er mit, dass sich Trainer wie Antonio Conte oder José Mourinho sicher nicht in die Aufstellung reinreden lassen würden und jeder im Klub seine Arbeit machen solle. Anschließend kam es zur Aussprache, hier wurde klar, dass das Verhältnis intern zerrüttet ist. Dementsprechend fasste der Klub den Entschluss, dass es nach 14 Monaten Zeit für einen Neuanfang ist. Allerdings waren die Missverständnisse nicht der einzige Grund.

Wie lief die Amorim-Zeit sportlich ab?

Auch wenn Manchester United letztes Jahr im Endspiel der Europa League spielte, war es sportlich sicher keine ideale Zeit unter Ruben Amorim, weil die Ergebnisse einfach ausblieben. Klar, eine gewisse Entwicklung war zu erkennen, aber in der Liga schaffte es United unter ihm nicht, insgesamt einen Punkteschnitt von mehr als 1,3 hinzulegen. Insgesamt schaffte er in allen Wettbewerben allerdings auch nur einen 1,43er-Schnitt.

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Foto: Getty Images

Die Mannschaft hatte ihre guten Spiele und Momente, hat aber immer wieder die gleichen Fehler gemacht. Deswegen ist eine Trennung auch aus sportlicher Sicht nicht allzu überraschend, auch wenn es momentan keine Krise gibt und man bei zwischenmenschlicher Harmonie sicher weitergemacht hätte.

Wie geht es für den Coach nun weiter?

Das ist noch nicht klar. Aber Amorim hat eine gute Reputation und auch eine gute Idee von Fußball. Sein größtes Problem war, dass er an den Strukturen bei ManUnited gescheitert ist. Klar, seine Ideen haben nicht alle gefruchtet und mitunter war er sicher auch zu stur, aber er wird ganz sicher Angebote bekommen.

Wer trainiert Manchester United vorübergehend?

Darren Fletcher, ehemals Mittelfeldspieler bei United, wird den Job vorerst übernehmen. Er sitzt auf jeden Fall im nächsten Spiel auf der Bank, wird die Red Devils wohl auch im danach anstehenden Derby gegen Manchester City betreuen. Wie es danach weitergeht hängt davon ab auf welchen Trainer sich der Klub langfristig festlegt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es eine Interimslösung gibt, die bis Saisonende anhält.

Wer sind die Kandidaten für die Nachfolge?

Auf der Shortlist bei Manchester United stehen einige Kandidaten. Gareth Southgate oder Roberto de Zerbi würde man versuchen, direkt zu verpflichten und per sofort anfangen zu lassen, heißt es. Bei Eddie Howe von Newcastle United ist es so, dass man ihn für den Sommer auf der Liste hat. Das gilt auch für Oliver Glasner, der aktuell die Eagles von Crystal Palace trainiert. Und: Laut dem Telegraph ist sogar Thomas Tuchel für die Zeit nach der WM 2026 eine Möglichkeit.

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