Wie Kane, Upamecano & Olise unseren Rhythmus für den Supercup gefunden haben | OneFootball

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·18. August 2026

Wie Kane, Upamecano & Olise unseren Rhythmus für den Supercup gefunden haben

Artikelbild:Wie Kane, Upamecano & Olise unseren Rhythmus für den Supercup gefunden haben

Der FC Bayern hat einen intensiven, lehrreichen letzten Test vor dem Franz Beckenbauer Supercup bei Borussia Dortmund am Samstag noch eindrucksvoll gedreht. Nach 1:2-Rückstand zur Pause gewann der Pokalsieger und Deutsche Meister dank einer hochdominanten zweiten Hälfte mit 4:2 beim 1. FC Heidenheim. Doch das Endergebnis war letztlich gar nicht das Entscheidende für Cheftrainer Vincent Kompany beim ersten Auftritt von Harry Kane, Dayot Upamecano und Michael Olise nach der Weltmeisterschaft.

Klare Funktionen anstelle von Ergebnisfußball

Der Test in Heidenheim hatte vor allem klare Funktionen in der Vorbereitung: Belastungssteuerung, Integration der WM-Fahrer und ein letzter Härtetest vor dem Supercup in Dortmund. „Ich weiß, was ein Testspiel ist. Ich meine: Man gewinnt keine Trophäe und keinen Titel, aber man kann dieses Spiel trotzdem gewinnen“, hatte der Coach vor Anpfiff betont und darauf gehofft, dass die 90 Minuten beim Zweitligisten, der vor zwei Wochen bereits in den Ligabetrieb eingestiegen war, seinen Spielern helfen würden, um „in den Rhythmus“ zu finden. Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Tom Bischof befinden sich in diesem bereits und blieben daher in München, wo sie am Morgen eine intensive Trainingseinheit absolvierten.


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Rhythmus finden mussten vor allem Dayot Upamecano, Harry Kane und Michael Olise, das Trio sammelte erstmals Testspielminuten in dieser Saison. Von Beginn an durfte zunächst nur Upamecano in der Innenverteidigung ran – und musste erschrocken mitansehen, wie verwundbar sich der FC Bayern da gegen den Konterfußball Heidenheims zeigte. So fielen das frühe 0:1 nach Ballverlust im Mittelfeld im Vorwärtsgang sowie das 1:2 kurz vor dem Halbzeitpfiff nach unzureichender Klärung im Strafraum. Offensiv suchte der FC Bayern vergeblich die Lücken in der engmaschigen, gut gestaffelten Defensive der Gastgeber. Nur einmal fand Felipe Chávez diese – allerdings bei ruhendem Ball: Über die Unterkante der Latte schickte das Talent einen traumhaft ausgeführten Freistoß aus 18 Metern direkt ins Heimtor. Die Statistik sprach beim Gang in die Kabinen dennoch eine aus Bayernsicht hoch unbefriedigende Sprache: 4:1 Schüsse aufs Tor und 12:5 Tacklings zugunsten der aggressiven Heidenheimer, obwohl der FC Bayern 76 Prozent der Spielzeit in Ballbesitz war.

Strömender Regen und ein Siebenfachwechsel

Es brauchte also die zweite Halbzeit im strömenden Regen sowie in der 60. Minute einen rekordverdächtigen Siebenfachwechsel, um das ganze Dominanzpotenzial des Rekordmeisters zu entfalten. Mit besserer Staffelung, stabilerer Restverteidigung und klarem Zugriff schnürte der FC Bayern Heidenheim in der Folge von allen Torabschlüssen ab – und drehte auch die Statistik: 6:0 Schüsse aufs Tor und 26:2 Ballaktionen im gegnerischen Strafraum konnten in Hälfte zwei zufrieden notiert werden. Wie ein plötzlicher Wolkenbruch aus dem Heidenheimer Himmel brach dann auch das Unglück über den 1. FCH herein: Der auffällige Tim Binder dribbelte sich gleich im ersten Angriff nach Wiederanpfiff durch die Heimverteidigung, die den 18-Jährigen nur noch mit einem Foul stoppen konnte. Platziert und souverän verwandelte Arijon Ibrahimović an alter Wirkungsstätte – er war in der Vorsaison an Heidenheim ausgeliehen – den Strafstoß zum 2:2-Ausgleich.

Heidenheim zog sich immer mehr zurück, Bayern drückte wie eine Saftpresse aufs Heimtor – zeitweise mit allen Feldspielern in der gegnerischen Hälfte. Dann brachte Kompany noch einmal eine Lasterladung mehr Offensivdrang von seiner Spielerbank: Kane, Olise, Luis Díaz, Jamal Musiala, Jonathan Tah, Josip Stanišić und Aleksandar Pavlović kamen aufs Feld, um die Partie, wie Sportdirektor Christoph Freund in der Halbzeitpause versprochen hatte, „unbedingt noch zu drehen“.

Das macht Lust auf den Franz Beckenbauer Supercup

Die Folge vor 11.727 Zuschauern: drückende Überlegenheit sowie die verdienten Treffer zum 3:2 durch Luis Díaz auf Zuspiel von Olise und zum 4:2 durch Nathaniel Brown, der gleich eine ganze Handvoll Heimverteidiger ausgedribbelt hatte. Zudem hatte Kane noch eine weitere Großchance, die er aber vergab. Dennoch machte die zweite Hälfte große Lust auf das Kräftemessen im Franz Beckenbauer Supercup mit Vizemeister Dortmund am Samstag.

So sah es auch Max Eberl: „Es war ein Spiel, in dem wir weiter in den Rhythmus kommen konnte. Jede Minute tut uns gut. Das Spiel war dankbar für uns, die jungen Spieler konnten lernen, die arrivierten Spieler konnten Minuten sammeln“, so der Sportvorstand des FC Bayern: „Wir haben die Vorbereitung gut absolviert, haben gute Spiele gemacht und gute Resultate erzielt. Wir haben viele Dinge gut gemacht, aber auch gemerkt, dass wir an der Körperlichkeit arbeiten müssen, noch frischer werden müssen.“

Das Interview aus unserem Magazin 51 mit Torwart Jonas Urbig:

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