
LIGABlatt
·4. April 2025
"Wie von einer Kugel getroffen" – Galatasaray und Fenerbahçe vertagen Zoff ins Internet

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·4. April 2025
Der Zoff nach dem Nasengrabscher von José Mourinho gegen Okan Buruk verlagert sich zunehmend ins Internet. Via Social-Media-Meldungen machen sich Galatasaray und Fenerbahçe gegenseitig Vorwürfe, wer dem türkischen Fußball nun mehr Schaden zufüge.
Die körperliche Auseinandersetzung zwischen José Mourinho und Okan Buruk im Nachgang der Viertelfinal-Schlacht im Pokal ist und bleibt das dominierende Thema im türkischen Fußball. Am Freitagvormittag – rund 36 Stunden nach dem verhängnisvollen Nasengrabscher Mourinhos, der Buruk theatralisch zu Boden schicken ließ – meldete sich nun Fenerbahçe zu Wort und stellte sich schützend vor seinen Trainer. "Die Absurdität einer Person, deren Nase berührt wird, die zu Boden springt und sich sekundenlang windet, ist der ganzen Öffentlichkeit bekannt", ließen die Kanarienvögel via X verlauten. Buruk habe sich auf den Rasen gestürzt, als sei er "von einer Kugel getroffen worden", heißt es in der Klub-Mitteilung. Außerdem habe Galatasarays Trainer Mourinho zuvor mehrmals provoziert, was die Nasen-Tat überhaupt erst ausgelöst habe.
"Es ist erbärmlich …" – Strafmaß für Mourinho noch unklar
Galatasaray, das zuvor schon deutlich wurde (Buruk bezeichnete den Vorfall als "nicht stilvoll", Vizepräsident Öztürk als "Attacke auf den türkischen Fußball), meldete sich daraufhin prompt zurück. "Es ist erbärmlich, den beschämenden Angriff zu verteidigen, was einzig mit der Hoffnung verbunden ist, dass der Trainer damit nur eine milde Strafe erhält. Wir schämen uns einmal mehr wegen eurem Verhalten und für den türkischen Fußball", heißt es in einem ebenfalls in X veröffentlichten Statement.
Offen ist weiterhin, welches Nachspiel der Eklat für Mourinho hat. Gemäß den Disziplinarstatuten des türkischen Fußballverbandes muss Mourinho für seinen Nasengrabscher mit einer Sperre von zwei bis vier Spielen rechnen – je nach dem, wie der Vorfall eingestuft wird. Daneben dürfte die zuständige Kommission PFDK auch das internationale Medienecho bewerten sowie Mourinhos Akte als Wiederholungstäter. Erst im Februar war Fenerbahçes Trainer wegen Rassismus-Vorwürfen für vier Spiele gesperrt worden. Nach erfolgreichem Einspruch wurde die Sperre dann auf zwei Spiele reduziert. Geklagt hatte auch damals Galatasaray – gefolgt von einer Statement-Schlammschlacht in den Sozialen Netzwerken.