Nur die Raute
·2. April 2026
Wiederholungsbedarf: Der HSV gewann schon zwei wegweisende Heimspiele gegen Augsburg!

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·2. April 2026

Der HSV weist gegen den FC Augsburg eine durchwachsene Heimbilanz auf. Die besonders brisanten Duelle entschied er allerdings für sich.
Am Samstag steht erneut ein solches richtungsweisendes Aufeinandertreffen an.. Zwar besitzen beide Teams ein aktuell beruhigendes Polster auf die Abstiegsränge, doch die Hanseaten müssen angesichts des sehr anspruchsvollen Restprogramms einen besonderen Fokus auf die Begegnung richten. Bei einer Niederlage könnte rund um den Volkspark nochmal größere Abstiegsgangst aufkommen.
Diese herrschte auch vor rund elf Jahren. Der HSV ging am 30. Spieltag als Tabellenletzter ins Heimspiel gegen den FC Augsburg, der zum damaligen Zeitpunkt die beste Bundesliga-Saison seiner Historie spielte. Darüber hinaus ging Spiel eins unter dem als Retter installierten Bruno Labbadia mit 0:1 bei Werder Bremen verloren. Jener Labbadia belebte die Rothosen bekanntermaßen wieder. Die ersten großen Schritte gelangen gegen die Fuggerstädter.

Foto: Getty Images
Die zuvor in 29 Auftritten katastrophale 16 Tore produzierende Offensive lief warm. Besonders der vielgescholtene Pierre-Michel Lasogga, mit dem sich Labbadia zuvor zum Joggen um die Alster traf. Der HSV führte durch Tore von Routinier Ivica Olic und Lasogga frühzeitig mit 2:0, gab den Vorsprung aber aus der Hand. Das letzte Wort besaß jedoch hatte Lasogga, indem er die Kugel in der 71. Minute aus spitzem Winkel zum 3:2-Siegtreffer unter die Latte hämmerte.
Der erste Heimerfolg im vierten Anlauf über Augsburg leitete den Turnaround ein. Der HSV rettete sich mit weiteren sieben Punkten aus den folgenden vier Spielen noch in die Relegation und setzte sich dort in zwei dramatischen Begegnungen gegen den Karlsruher SC (1:1/2:1 n. V.) durch. Labbadia schaffte es danach sogar, den damals sehr unruhigen Traditionsverein zu stabilisieren. Platz zehn aus der Saison 2015/16 wurde bis heute nicht mehr übertroffen.
Nach einem Fehlstart in die Folgespielzeit musste Labbadia dennoch gehen. Für ihn übernahm Markus Gisdol, dem es anfangs nicht gelang, für Besserung zu sorgen. Erst am 13. Spieltag fuhr der HSV beim letztlich abgeschlagenen Schlusslicht Darmstadt den ersten Saisonsieg ein. Das anschließende Heimspiel gegen den FC Augsburg besaß für den damaligen Vorletzten erneut große Bedeutung.
Wieder leitete es den Turnaround ein. Bei spätestens nach einer Roten Karte gegen Lewis Holtby aufgeladener Atmosphäre rang der HSV eine äußerst unangenehm zu bespielende Gastmannschaft, die sich in der zweiten Hälfte durch eine Ampelkarte gegen Dominik Kohr ebenfalls schwächte, nieder. Bei Zehn-gegen-Zehn war es Filip Kostic, der nach einem Pfostentreffer von Nicolai Müller zum umjubelten 1:0 abstaubte.

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Der erste Heimsieg der laufenden Saison war Teil einer Serie von neun ungeschlagenen Auftritten im Volkspark am Stück, die den Grundstein zu einer denkwürdigen Aufholjagd legten, die im spektakulären Last-Minute-Klassenerhalt am letzten Spieltag gegen Wolfsburg mündete.
Aktuell ist die Hamburger Lage längst nicht so brenzlig. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt zurzeit sechs Punkte, auf die direkten Abstiegsränge sogar neun. Ein Dreier gegen Augsburg würde jedoch erneut wegweisenden Charakter besitzen. Denn die Zeichen würden dann eindeutig auf vorzeitigen Klassenerhalt stehen.
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