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Philipp Overhoff·24. August 2026

📈 Wir haben ihn ausgelacht: Deutsches Fußball-Meme zeigt es jetzt allen

Artikelbild:📈 Wir haben ihn ausgelacht: Deutsches Fußball-Meme zeigt es jetzt allen

Auch 'Sky'-Reporter Florian Plettenberg liegt natürlich nicht immer richtig, ist jedoch bestens vernetzt und weiß meistens vor allen anderen Bescheid.

Erst vor wenigen Wochen lieferte er sich in der Causa Yan Diomande einen epischen Online-Beef mit Branchenprimus Fabrizio Romano und ging als Sieger aus diesem hervor.


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Einen weitaus weniger ruhmreichen Auftritt legte Plettenberg allerdings am 11. Dezember 2023 in der Fußball-Talkshow "At Broski" hin. Mit Blick auf die Krise der Nationalmannschaft und die näher rückende Heim-EM 2024 sagte er einen Satz, den in Deutschland nahezu jeder Fan kennen dürfte: "Ich würde definitiv Paris Brunner mitnehmen. Der hat überhaupt nichts zu verlieren."

Moderator Simon Schildgen und die anwesenden Gäste schauten sich verwirrt an. Meinte Plettenberg tatsächlich Paris Brunner von Borussia Dortmund? Der hatte die deutsche U17 im selben Jahr zwar als Standout-Spieler zum EM- und WM-Titel geführt, war aber immer noch ein 17-Jähriger ohne eine einzige Bundesliga-Minute. Doch genau diesen Paris Brunner hatte der Transferguru gemeint. 

Und natürlich: Den meisten Spott für diese wagemutige Einschätzung heimste Plettenberg selbst ein. Trotzdem bürdete er dem minderjährigen Nachwuchskicker einen Rucksack auf, dem dieser gar nicht gerecht werden konnte. 

Ebenfalls negativ wirkte sich die Vertragsposse mit Borussia Dortmund im Sommer 2024 auf Brunners Image aus. Der BVB bot laut 'Bild' bis zu 40.000 Euro Monatsgehalt, trotzdem kamen beide Parteien nicht zusammen. Brunner soll unter anderem einen sofortigen Platz in der Profimannschaft gefordert haben.

Ohne einen einzigen Pflichtspieleinsatz im Gepäck wechselte der Teenager also zur AS Monaco, wurde jedoch umgehend an den belgischen Erstligisten Cercle Brügge verliehen. Dort lief allerdings nur wenig zusammen. Anpassungsprobleme und ein Muskelfaserriss machten Brunner schwer zu schaffen. Und auch nach seiner Monaco-Rückkehr zu Beginn der vergangenen Saison wurde es nicht besser. Ganz im Gegenteil: Die einstige DFB-Hoffnung sammelte läppische 127 Ligue-1-Minuten und erzielte dabei keinen einzigen Treffer.

In Deutschland wurde Brunner während dieser Zeit größtenteils ignoriert und wenn überhaupt mit Spott überschüttet. Hier und da holten ein paar eifrige User das alte Plettenberg-Meme aus der Schublade, das tatsächlich wie Milch gealtert zu sein schien. Oder etwa doch nicht? 

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📸 Naomi Baker - 2026 Getty Images

Aktuell legt Brunner für die Monegassen einen bemerkenswerten Redemption Arc hin. Der Stürmer spielte eine bockstarke Sommer-Vorbereitung und knipste insgesamt sechs Buden. Sogar gegen Liverpool gelang ihm ein Tor. Doch der ehemalige Dortmunder kann es auch auf Pflichtspielniveau. In der Conference-League-Qualifikation steuerte er am Donnerstag gegen den polnischen Vertreter Gornik Zabrze einen Treffer zum 3:2-Auswärtssieg bei.

Die weltbekannte französische Sportzeitung L’Équipe bezeichnete den 20-Jährigen anschließend gar als "Mann der Stunde". Brunner selbst kommentierte das Ganze weitaus bescheidender. "Ich werde weiterhin alles geben. Ich möchte Stammspieler werden. Und dann werden wir schon sehen", erklärte er im Anschluss an die Partie.

Großen Anteil an seinem jüngsten Aufschwung besitzt übrigens Filipe Luis. Der ehemalige brasilianische Linksverteidiger steht seit einigen Wochen in Monaco an der Seitenlinie und nimmt eindeutig positiven Einfluss auf Brunners Entwicklung. "Der Trainer hat gesagt, ich könne machen, was ich wolle", verriet der Deutsche, der unter Luis eine Position weiter nach hinten gerückt ist. "Dieses Mal habe ich nicht als Nummer 9 gespielt, sondern als Nummer 10."

Irgendwelche Spitzen in Richtung seiner zahlreichen Online-Kritiker verkniff sich Brunner hingegen. Zunächst einmal will der Youngster weiter Taten sprechen lassen. Und wer weiß: Bestätigt er seinen Aufwärtstrend, wird aus Plettenbergs Prognose mit rund dreijähriger Verspätung vielleicht ja doch noch Realität. Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp dürfte zumindest mit einem halben Auge ins Fürstentum schielen.


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