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·12. September 2026
"Wir laden sie zweimal ein": MSV erlebt bitteres Derby in Düsseldorf

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Da ist sie dahin, die Erfolgsserie des MSV Duisburg. Ausgerechnet im Derby bei Fortuna Düsseldorf gingen die Zebras zum ersten Mal in dieser Saison nicht als Sieger vom Platz. Cheftrainer Dietmar Hirsch und Torschütze Peter Remmert ärgerten sich nach der Last-Minute-Niederlage massiv, weil die Zebras die Führung leichtfertig aus der Hand gegeben haben. Außerdem gab es zum Start in die Englische Woche noch zwei Verletzungssorgen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit dauerte es nur Sekunden, bis Peter Remmert seinem Gegenspieler enteilte und die Führung für den MSV Duisburg erzielte. Der Ersatzmann von Top-Torjäger Lex Tyger Lobinger knüpfte mit seinem zweiten Tor im zweiten Spiel nahtlos an die Leistung der Vorwoche an, was sich nach dem ersten Abschnitt nicht zwingend abzeichnete – in der ersten Halbzeit war Fortuna Düsseldorf die Mannschaft, die das Spiel kontrollierte. Doch da gab es einen entscheidenden Faktor für MSV-Coach Dietmar Hirsch. "Natürlich hatte Düsseldorf mehr Ballbesitz, aber damit konnten sie überhaupt nichts anfangen", fand der 54-Jährige nach Spielschluss bei "Magenta Sport". Ein Spiel, das auf ein Unentschieden hinauslaufen würde, hatte Hirsch keinesfalls gesehen.
"Ärgerlich ist, dass wir die Chancen, die Düsseldorf hatte, selbst vorgelegt haben", so der Fußballlehrer. Ähnlich sah es der Torschütze der Duisburger, der seine Enttäuschung nicht versteckte. "Deren Ballbesitz hatte keinen Ertrag und wir laden sie zweimal ein", schimpfte Remmert. Und Hirsch fügte entsprechend noch hinzu: "Wir hatten vielleicht ein bisschen wenig Entlastung, aber wie oft hat Düsseldorf nur hinten herumgepasst? Dann kriegst du einen ganz billigen Einwurf, und das zweite Tor, sieht auch jeder, ist ein Fehlpass." In der Entstehung des Ausgleichs landete die Kugel nach mehreren Stationen tatsächlich eher glücklich vor Fabian Schleusener, beim Siegtor der Düsseldorfer nutzte Eric Hottmann die Situation aus.
Aber Hirsch räumte im gleichen Atemzug auch die Versäumnisse ein, die Düsseldorf überhaupt erst in Stellung brachte. "Von der Leistung her kann ich niemandem einen Vorwurf machen, aber wir dürfen die Bälle nicht so leicht herschenken. Wenn mal ein Fehler passiert, dann musst du das akzeptieren, aber der darf nicht passieren", ordnete Hirsch ein. "Die individuelle Qualität nutzt solche Fehler halt aus, und die individuelle Qualität hat Düsseldorf." Die Niederlage, sie stieß Hirsch sauer auf, besonders wegen des zweiten Treffers. "Wenn wir 1:1 spielen, dann sagen wir noch 'Okay, ein scheiß Einwurf, kann passieren'", schloss der 54-Jährige mit dem individuellen Patzers ab.
Schlussendlich muss Duisburg die erste Saison-Niederlage abhaken. "Wir wollen genau so weitermachen, auch, wenn dieses Spiel nicht so ausging, wie wir uns das gewünscht haben", erklärte Remmert stellvertretend – und bedankte sich bei den Fans, die das Gespür für ihre Mannschaft nach Spielschluss nicht verloren hatten: "Von den Rängen gab es natürlich Support. 14.000 Fans sind nicht selbstverständlich, selbst, wenn es nur mit der Straßenbahn ist." Schon am Dienstag wird es für den MSV mit einem Heimspiel gegen den TSV Havelse weitergehen. Dann vielleicht ohne Jan-Simon Symalla (Adduktorenzerrung) und Christian Viet (Verdacht auf Gehirnerschütterung). Aber Hirsch blieb standhaft. "Man kann auch mal verlieren, wir wurden ja nicht rund gespielt. Wir machen das gut und das Leben geht weiter", so der MSV-Coach. "Ein, zwei Tage ärgerst du dich, aber dann musst du dich auch wieder auf den nächsten Gegner konzentrieren."







































