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·28. Juni 2026
"Wir werden besser“: Tuchel verspricht England-Steigerung trotz Verletzungsalbtraum

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·28. Juni 2026

Die nackten Zahlen lesen sich aus englischer Sicht absolut positiv: Zwei Siege, ein Remis, Platz eins in der Gruppe und das Ticket für die Runde der letzten 32 Teams. Am kommenden Mittwoch (18.00 Uhr MESZ) wartet im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta die Demokratische Republik Kongo als Gegner. Matchwinner beim Gruppenabschluss gegen Panama in New Jersey waren einmal mehr Jude Bellingham und Kapitän Harry Kane, der mit seinem insgesamt elften WM-Treffer Gary Lineker einholte und sich zum alleinigen WM-Rekordtorschützen Englands krönte. Dennoch gab sich Nationaltrainer Thomas Tuchel nach der Partie gewohnt anspruchsvoll und richtete eine klare Botschaft an die Heimat: „Wir wissen, was wir tun müssen, um besser zu werden, und wir werden besser werden. Es ist kein Problem, die nötige Arbeit zu leisten und uns in einem Turnier wie diesem mit schwierigen Gegnern weiterzuentwickeln.“
Gegen die Mittelamerikaner bewies Tuchel Mut und brachte gleich fünf neue Spieler in der Startelf. „Das Wichtigste ist, keine Angst zu haben, mutig und entschlossen zu sein und Schritt für Schritt vorzugehen“, begründete der deutsche Coach seine Maßnahme.

Feierte ein unglückliches WM-Startelfdebüt und musste verletzt runter: Leverkusens englischer Nationalspieler Jarell Quansah | Eddie Keogh - The FA/GettyImages
Einer der Profiteure dieser Rotation war Jarell Quansah. Der 23-jährige Abwehrspieler von Bayer 04 Leverkusen rückte überhaupt erst in den Fokus, weil sich Stamm-Rechtsverteidiger Reece James vor wenigen Tagen eine schwere Oberschenkelverletzung zugezogen hatte. Für Quansah, der bei der Werkself eine bärenstarke Bundesliga-Saison mit 28 Spiele und vier Toren absolvierte, wurde das ersehnte WM-Debüt in der Startelf jedoch zum bitteren Albtraum. In der 59. Spielminute knickte der 1,90-Meter-Hüne nach einem Zweikampf mit Panamas José Luis Rodriguez unglücklich um und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. Während er in Unterzahl am Spielfeldrand behandelt wurde, erzielte Bellingham auf der Gegenseite das erlösende 1:0. Kurz darauf musste Quansah humpelnd das Feld verlassen – für ihn kam Djed Spence in die Partie.
Obwohl der sportliche Pflichtbetrieb souverän erledigt wurde, reagierten die englischen Medien panisch auf den nächsten Ausfall. Die Sun titelte bereits kurz nach dem Abpfiff: "Ein weiterer Verletzungsschlag für England“, während der Mirror sogar von einem handfesten "WM-Albtraum für Thomas Tuchel“ schrieb. Auch der Sender ESPN bemängelte die zugespitzte Situation auf den Defensiv-Außenbahnen.Tuchel steht vor dem Start der K.o.-Runde vor einem echten Puzzle-Spiel in der Viererkette. Sollte Quansah länger ausfallen, gehen dem Coach die gelernten Alternativen für die rechte Seite aus. Trotzdem beschwor der Nationaltrainer den unbedingten Optimismus für den weiteren Turnierverlauf: „Jetzt ist es wichtig, dass wir weiter daran glauben und uns weiterhin auf das konzentrieren, was wir beeinflussen können.“ Gegen die DR Kongo am Mittwoch muss das Team beweisen, dass es diesen Rückschlag als Einheit auffangen kann.







































