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·19. Juni 2026
„Wird ein Fiasko“: Uli Hoeneß rechnet gnadenlos mit der WM ab

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Uli Hoeneß geht mit der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika hart ins Gericht. Der Ehrenpräsident des FC Bayern kritisiert vor allem die aus seiner Sicht völlig überzogenen Ticketpreise und prophezeit dem Turnier sogar ein „Fiasko für den Fußball“.
Uli Hoeneß hat mit deutlichen Worten Kritik an der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko geübt. Der Ehrenpräsident des FC Bayern München sieht die Entwicklung des Turniers äußerst kritisch und spart insbesondere bei den Ticketpreisen nicht mit Vorwürfen.
„Ich glaube, dass diese Weltmeisterschaft ein Fiasko für den Fußball wird“, erklärte der 74-Jährige in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Vor allem die Kosten für Eintrittskarten seien aus seiner Sicht völlig aus dem Ruder gelaufen. Als Beispiel nannte Hoeneß die Preise für das Endspiel: „Zweitausend Dollar für ein Finalticket mittlerer Güte, wo soll das enden?“
Grundsätzlich habe er nichts gegen wirtschaftlichen Erfolg im Fußball. Doch inzwischen sei eine Grenze überschritten. „Ich bin immer für Kommerz im Fußball gewesen, aber nicht in dieser extremen Form. Ich möchte das durch den Kauf von Eintrittskarten nicht auch noch unterstützen“, betonte Hoeneß.
Seine Kritik richtet sich dabei nicht nur gegen einzelne Preise, sondern gegen eine Entwicklung, die den Fußball zunehmend zu einem Luxusprodukt mache. Bereits in der Vergangenheit hatte Hoeneß davor gewarnt, dass sich der Sport immer weiter von seinen traditionellen Fans entferne. Fußball müsse für alle Bevölkerungsschichten bezahlbar bleiben.
Ein Besuch bei der WM kommt für den langjährigen Bayern-Patron deshalb nicht infrage. Dabei hätte er sogar kostenlos in Florida wohnen können. Doch das Angebot überzeugte ihn nicht. „Aber ich hatte überhaupt keine Lust, zu dieser WM zu reisen“, sagte Hoeneß. Als er dann erfuhr, wo sich das Haus befindet, sei seine Motivation endgültig verschwunden.
Der Grund: Die Unterkunft lag nur wenige Minuten von Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago entfernt. „Und selbst wenn ich Lust gehabt hätte, sie wäre mir vergangen, als man mir die bevorzugte Lage des Hauses nannte“, erklärte Hoeneß und setzte damit seiner WM-Abrechnung einen weiteren markanten Schlusspunkt.







































