"Wird uns die nächsten Tage abf*cken": Werder-Frust nach Last-Minute-Enttäuschung | OneFootball

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·17. Januar 2026

"Wird uns die nächsten Tage abf*cken": Werder-Frust nach Last-Minute-Enttäuschung

Artikelbild:"Wird uns die nächsten Tage abf*cken": Werder-Frust nach Last-Minute-Enttäuschung

Bis zur vierten Minute der Nachspielzeit sah alles nach einem 3:2-Heimsieg für Werder Bremen aus. Dieses Erfolgserlebnis gegen Eintracht Frankfurt wäre angesichts der angespannten Stimmung an der Weser von großer Bedeutung gewesen – auch im Hinblick auf die weiteren Gegner in den nächsten Wochen. Umso größer war der Frust, als die SGE kurz vor dem Abpfiff noch den Ausgleich erzielen konnte.

Den Sieg hätte sich die Mannschaft eigentlich verdient gehabt, meinte Horst Steffen nach dem Abpfiff. "Aber am Ende fehlen zwei Punkte. Wir sehen die Tabelle und dass wir da nicht ganz so viel Abstand nach unten haben", monierte der Cheftrainer gegenüber Sky (via Deichstube).


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Selbst mit diesem einen Punkt schon einberechnet und noch vor den weiteren Partien dieses Spieltags, steht Werder lediglich sechs Punkte vor den Abstiegsplätzen. "Darauf achten wir und hoffen, dass wir Punkte sammeln, aber was in den nächsten Spielen passiert, können wir nicht vorhersehen. Wir konzentrieren uns auf das nächste Spiel und gut ist", musste Steffen den verpassten Heim-Dreier abhaken.

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Horst Steffen während des Heimspiels gegen Frankfurt / picture alliance/GettyImages

Deutlichere Worte wählte Justin Njinmah, der zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgeglichen hatte: "Wir liegen dann wieder zurück, kommen nochmal ran, drehen das Spiel und dann in der letzten Sekunde so ein Eiertor zu kassieren – das wird uns alle in den nächsten Tagen abf*cken."

Insgesamt fühle sich die Partie trotz des Remis "wie eine Niederlage an". Njinmah weiter: "Wie wir das Spiel aus der Hand geben, ich glaube, bitterer geht’s gar nicht. Es ist enorm ärgerlich." Er selbst hätte das Spiel womöglich auch entscheiden können, haderte er mit sich selbst. "Klar, ich mach ein Tor irgendwo, aber wenn ich heute drei mache, gewinnen wir definitiv. Wir waren gut drin, und gegen die Frankfurter hat es sich angefühlt, als ob heute was drin ist", so der 25-Jährige.

"Die Enttäuschung ist groß", zog Peter Niemeyer ein ähnliches Fazit und führte aus: "Wir haben uns ein bisschen um den Lohn gebracht." Nach dem frühen Rückstand, den Frankfurt bereits in der ersten Spielminute einläutete, sei das Team "immer besser in die Partie gekommen". "Und dann ist es eine ganz unglückliche Situation. Das ist ein Gegentor, was passieren kann, was aber hochgradig ärgerlich ist."

Fan-Kritik an Fritz beim ersten Heimspiel

Die Werder-Fans nutzten das erste Heimspiel des neuen Jahres auch für Kritik an der Vereinsführung. Dabei im Fokus: Clemens Fritz. Der Sportgeschäftsführer musste zuletzt eingestehen, erst vom Portal transfermarkt.de auf eine seinerseits falsche Einschätzung hinsichtlich der Leihspieler-Regularien hingewiesen worden zu sein. Auch die grundsätzliche Kaderplanung sorgte in den vergangenen Wochen für Unmut bei den Anhängern.

Ein Spruchband mit der Aufschrift "Fritz verleihen" wurde in der Ostkurve des Weserstadions gehisst. Natürlich ein entsprechender Verweis auf den Fauxpas des ehemaligen Bremen-Spielers.

"Ich habe das auch gesehen. Die Fans dürfen natürlich zeigen, was sie wollen und ihre freie Meinung haben", kommentierte Niemeyer das Plakat. Die Kritik sei sicherlich auch "ganzheitlich zu sehen" und nicht bloß auf Fritz selbst bezogen, gestand er zugleich ein. Für die Cheftage scheint das Thema aber ohnehin nicht so groß zu sein. Immerhin gab es von Klub-Präsident Hubertus Hess-Grunewald zuletzt sogar ein Lob für die bislang geleistete Arbeit (90min berichtete).

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