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·26. Mai 2026
WM 1966: Das Wembley-Tor

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Am 11. Juni beginnt die WM in den USA, Kanada und Mexiko. Deutschland nimmt zum bereits 21. Mal an einer WM-Endrunde teil. In einer Serie blickt DFB.de auf die deutsche WM-Geschichte zurück, von Turnier zu Turnier. Heute: die sechste Teilnahme bei der WM 1966 in England.
Die 1963 gegründete Bundesliga förderte große Talente zutage, davon profitierte auch der neue Bundestrainer Helmut Schön. Franz Beckenbauer von Aufsteiger Bayern München stürmte in seinem ersten Jahr gleich zur WM und schoss beim Debüt gegen die Schweiz (5:0) zwei Tore. Blaue Flecken gab es gegen Argentinien (0:0), ein Zaubertor von Lothar Emmerich von der Außenlinie warf Spanien aus dem Rennen (2:1). Uruguay versuchte es mit Härte, kam nach zwei Platzverweisen aber auch unter die Räder (0:4).
Im Halbfinale gegen die Sowjetunion (2:1) trafen die Zimmerpartner Beckenbauer und Helmut Haller gegen den legendären Lew Jaschin. Das dramatische Finale gegen die Gastgeber (2:4 n.V.) schrieb Fußballgeschichte. Seit dem 30. Juli 1966 spricht die Welt vom "Wembley-Tor", wenn ein Ball von der Latte auf die Linie fällt. Heute wissen wir, dass der Ball höchstwahrscheinlich nicht drin war, doch der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst zeigte nach Geoffrey Hursts Schuss vor dem 3:2 zur Mitte - aber erst auf Wink des sowjetrussischen Linienrichters Tofiq Bahramov. Der hatte es auch nicht genau gesehen, wie er später zugab, sich aber an den Gesten der Spieler orientiert.
So also werden WM-Finals entschieden. Die deutsche Mannschaft ertrug die Niederlage sehr sportlich und wurde auf dem Frankfurter Römerberg wie ein Weltmeister gefeiert.
14 - wie 1962 mussten acht immer zusehen.
Bei dieser WM gab es für Deutschlands Gegner insgesamt vier Platzverweise. Bis 1990 war das WM-Rekord, dann gab es für Argentiniens Gegner sogar fünf.
Zwischen Viertelfinale und Halbfinale lag nur ein Tag. Das ist der kürzeste Abstand zwischen Länderspielen in der DFB-Geschichte
"Das wird wieder Diskussionen geben." (ARD-Kommentator Rudi Michel unmittelbar nach dem Wembley-Tor)
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