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·29. Juni 2026

WM 2026 – Deutschland raus wegen geklautem Tah Tor! „Nie und nimmer Foul“

Artikelbild:WM 2026 – Deutschland raus wegen geklautem Tah Tor! „Nie und nimmer Foul“

Jonathan Tah jubelte schon über den vermeintlichen deutschen Treffer zum 2:1, doch dann griff der VAR ein und Schiedsrichter Jalal Jayed nahm das Tor wieder zurück. Die Entscheidung im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay sorgte prompt für heftigen Widerspruch von Experten und im deutschen Lager für Kopfschütteln.

Jonathan Tah (Nummer 4) jubelt ausgelassen über seinen vermeintlichen Treffer zum 2:1, der anschließend wegen eines Foulspiels von Waldemar Anton an Paraguays Torwart Orlando Gill aberkannt wurde, während weitere deutsche Spieler herbeieilen. Aufgenommen im Sechzehntelfinale der WM 2026 zwischen Deutschland und Paraguay im Boston Stadium in Foxborough am 29. Juni 2026. (Robert Cianflone / Getty Images)


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Deutschland – Paraguay1/16

Mo 29.06. · 22:30 Uhr · ZDF

VAR-Intervention sorgt für Ärger

In der Verlängerung hatte Tah nach einer Ecke beim Stand von 1:1 per Kopf getroffen und zunächst für ausgelassene Szenen gesorgt. Nach einem Hinweis der Video-Assistentin Tatiana Guzman aus Nicaragua sah sich Jayed die Aktion noch einmal an und wertete ein Blocken von Waldemar Anton gegen Paraguays Torhüter Orlando Gill als Foul.

Über das Stadionmikrofon erklärte der marokkanische Referee anschließend, Anton habe den Keeper beim Versuch behindert, den Ball zu spielen. Bundestrainer Julian Nagelsmann reagierte mit Kopfschütteln und einem süffisanten Lachen.

Experten sprechen von Fehlentscheidung

Für den früheren Bundesliga-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer war der Pfiff völlig unverständlich. Im ZDF sagte er: „Mir fehlen dir Worte“, ergänzte aber sofort: „Die Entscheidung ist absolut nicht nachvollziehbar. Das ist nie und nimmer ein Foul, überhaupt nicht. Das ist handelsüblich.“

Kinhöfer verwies darauf, dass es bei der WM schon deutlich heftigere Szenen gegeben habe. „Wir haben bei der WM schon ganz andere Situationen erlebt. Der Torwart steht sofort wieder auf, das ist ein normaler Kontakt“, kritisierte er.

Auch Ittrich hält den Eingriff für zu kleinlich

Patrick Ittrich schloss sich dieser Einschätzung an und bewertete die Szene bei MagentaTV ebenfalls als falsch. „Für mich ist das zu kleinlich. Natürlich gibt es einen Kontakt, aber ich sehe kein Wegstoßen, kein Wegdrücken, kein Festhalten“, sagte er.

Mit Blick auf den Videoassistenten machte Ittrich zudem deutlich: „Insofern ist es keine klare Fehlentscheidung und dieser Eingriff nicht gerechtfertigt.“ Jayed hatte bereits den WM-Auftakt der deutschen Mannschaft gegen Curacao, ein 7:1 in Houston, geleitet.

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