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·30. Juni 2026
WM 2026 Fußball heute: Paraguay feiert Sensation gegen Deutschland mit Nationalfeiertag

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Paraguay hat das DFB-Team bei der WM 2026 sensationell ausgeschaltet und nach dem 4:3 im Elfmeterschießen gegen Deutschland landesweit Euphorie ausgelöst. In Asuncion feierten Tausende ihre Fußball-Helden auf den Straßen, während Präsident Santiago Peña sogar einen nationalen Feiertag für Dienstag ausrief.

Paraguays Kapitän Gustavo Gomez (Nummer 15) reißt schreiend die Arme hoch und stürmt mit seinen Mitspielern los, nachdem Jose Canale den entscheidenden Elfmeter zum Sieg verwandelt hat. Aufgenommen im Sechzehntelfinale der WM 2026 zwischen Deutschland und Paraguay im Boston Stadium in Foxborough am 29. Juni 2026. (Michael Reaves / Getty Images)
Deutschland – Paraguay1/16
Mo 29.06. · 22:30 Uhr · ZDF
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Die Albirroja versetzte das ganze Land in kollektive Begeisterung. Laut hupende Autos rollten nicht nur durch die Hauptstadt, und der Präsident machte aus dem Achtelfinaleinzug eine politische Geste mit Symbolkraft. Peña schrieb im Netzwerk X: „PARAGUAY GIBT NIEMALS AUF! FEIERTAG, VERDAMMT NOCH MAL!“ Kurz darauf unterzeichnete er das entsprechende Dekret.
Mit dem nervenaufreibenden Erfolg wurden Keeper Orlando Gill, Torschütze Julio Enciso und ihre Mitspieler in Paraguay über Nacht zu Nationalhelden. Nationaltrainer Gustavo Alfaro sprach nach der Partie von einer Mannschaft, die weit mehr als nur ein Spiel gewonnen habe. „Vor dem Spiel hatte ich 26 Krieger, und danach sind sie zu Legenden geworden“, sagte der Argentinier voller Pathos.
Im Sechzehntelfinale in Foxborough hatte Paraguay ein „episches Spiel“ gegen den viermaligen Weltmeister geliefert und dabei den perfekt vorbereiteten Matchplan umgesetzt. Alfaro zeigte sich zufrieden damit, wie seine Mannschaft die deutschen Räume konsequent schloss. „Die Spieler haben ganz genau verstanden, was diese Partie erforderte, und enormen Einsatz gezeigt, um zu verhindern, dass Deutschland Räume findet und sein Spiel aufziehen kann“, erklärte er. Nach der rumpeligen Gruppenphase, in der er in der Kritik gestanden hatte, bekam der Coach für seine Taktik viel Anerkennung.
Fußballerisch war der Außenseiter zwar limitiert, doch die Defensive agierte laut La Nacion „voller Mut und mit unbändigem Kampfgeist“. So brachte sich Paraguay tatsächlich ins Elfmeterschießen, wo Gill zum „überragenden Helden“ wurde, wie Última Hora schrieb. Der 26 Jahre alte Torhüter parierte die Versuche von Kai Havertz und Nick Woltemade. Zuvor hatte er sich über die 120+ Minuten wie in einem „Horrorfilm“ gefühlt, weil die Deutschen überall auftauchten. Seine sechs Paraden während der regulären Spielzeit ließen die deutschen Offensivkräfte immer verzweifelter wirken.
Besonders bewegend wurde der Abend für Julio Enciso. Der Angreifer von Racing Straßburg hatte Paraguay gegen den haushohen Favoriten Deutschland bereits in der 42. Minute per Kopf in Führung gebracht und war nach dem Elfmeterdrama sichtlich ergriffen. „Es ist der schönste Tag meines Lebens“, sagte er mit stockender Stimme und dachte dabei an seinen geliebten Opa. Dieser war 2023 gestorben und hatte seinen Enkel nie bei einer Weltmeisterschaft spielen sehen können.
„Ich widme diesen Sieg meinem Großvater. Er wäre stolz auf mich“, erklärte Enciso mit geröteten Augen. „Dieser Sieg ist ein Geschenk Gottes und von ihm.“ In der Runde der letzten 16 geht es für Paraguay nun am Samstag in Philadelphia gegen Vize-Weltmeister Frankreich oder Schweden weiter. Mit einem weiteren Erfolg würde das bisher beste WM-Abschneiden wieder erreicht, als die Paraguayer 2010 ins Viertelfinale einzogen und dort später gegen den Titelträger Spanien mit 0:1 ausschieden. Getragen von der Sensation gegen Deutschland blickt Paraguay nun noch mutiger nach vorn. „Wir“, versicherte Enciso, „haben vor niemandem Angst.“







































