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·1. Juli 2026
WM 2026 heute: „Rote Teufel“ von der Hölle in den Himmel – Belgien in Nachspielzeit knapp weiter

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Belgien - Senegal1/16
Mi 01.07. · 22:00 Uhr · ARD
Belgiens „alte Herren“ dürfen nach einer irren Willensleistung weiter vom Traum vom großen Ziel leben. In Seattle drehte das Team um Joker Romelu Lukaku und Kapitän Youri Tielemans am Mittwoch in einer verrückten Schlussphase einen Zwei-Tore-Rückstand gegen den Senegal und zog mit dem wilden 3:2 nach Verlängerung, nach 2:2 und 0:1, doch noch ins Achtelfinale der WM in Nordamerika ein. Tielemans verwandelte wenige Augenblicke vor dem drohenden Elfmeterschießen einen viel diskutierten Strafstoß in der 120.+5 Minute und schoss die „Roten Teufel“ damit endgültig von der Hölle in den Himmel.

SEATTLE, WASHINGTON – 1. JULI: Der Belgier Youri Tielemans (Nr. 8) jubelt nach dem zweiten Tor seiner Mannschaft im Spiel der Runde der letzten 32 der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Belgien und Senegal im Seattle Stadium am 1. Juli 2026 in Seattle, Washington. (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
Bis zur 85. Minute hatten die Belgier einmal mehr enttäuscht, dann war die Mannschaft wie ausgewechselt. Zunächst brachte der eingewechselte Lukaku sein Team in der 86. Minute zurück, kurz darauf glich Tielemans in der 89. Minute aus und riss ein längst verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer. Damit folgte auf den starken 5:1-Sieg im Vorrundenfinale gegen Neuseeland ein völlig anderes Gesicht, denn die zuvor laute Kritik an der belgischen Auswahl war zwischenzeitlich schon verstummt.
Trainer Rudi Garcia hatte großspurig gesagt: „Das ist es, was die alten Herren Belgiens draufhaben.“ Gegen den Senegal erinnerte der Auftritt lange Zeit allerdings eher an den enttäuschenden WM-Auftakt. Erst spät entwickelte Belgien die nötige Wucht, um die Partie zu kippen, und machte aus einem Rückstand doch noch einen Sieg nach Verlängerung.
Der Senegal hatte sich zuvor lange wie der sichere Sieger gefühlt. Die Afrikaner, die sich erst am letzten Spieltag durch ein 5:0 gegen den Irak für die K.o.-Runde qualifiziert hatten, kamen vor allem über die Flügel immer wieder gefährlich ins letzte Drittel. Sadio Mané dürfte dieses Turnier in Nordamerika zugleich als sein letztes gespielt haben.
Schon in der 13. Minute hatte Ismaila Sarr nach einem Fehler von Belgiens Keeper Thibaut Courtois mit seinem Abschluss nur den Pfosten getroffen. Rund zehn Minuten später war es dann aber soweit, als sein Kopfball erneut am Aluminium landete und Habib Diarra zur Stelle war. Nach dem Treffer von Diarra in der 25. Minute lag der Senegal vorne.
Belgiens Offensivaktionen blieben zunächst harmlos. Mory Diaw, der erneut den verletzten Edouard Mendy vertrat, hatte mit den wenigen Abschlüssen der Europäer keine großen Probleme. Kurz nach der Pause setzte der Senegal nach: Zwar vergab Diarra in der 51. Minute die große Chance auf seinen Doppelpack, doch dann verarbeitete Sarr einen langen Ball von Moussa Niakhaté stark und jagte den wuchtigen Abschluss an Courtois vorbei zum 2:0.
Bei Belgien lagen die Nerven nun blank. Während einer Trinkpause gerieten Kapitän Tielemans und Leandro Trossard sogar verbal aneinander, vielleicht genau der Weckruf, den die Mannschaft gebraucht hatte. Gut 20 Minuten später war Belgien wieder im Spiel und stellte die Partie komplett auf den Kopf.
Nach dem späten Aufbäumen folgte in der Verlängerung die Entscheidung vom Punkt. Tielemans verwandelte den viel diskutierten Strafstoß in der 120.+5 Minute und machte den Last-Minute-Coup perfekt. Im Achtelfinale treffen die Belgier nun am 7. Juli um 2.00 Uhr MESZ in Seattle erneut auf Gastgeber USA oder Bosnien-Herzegowina. Der Senegal verpasste dagegen denkbar unglücklich den zweiten K.o.-Sieg seiner WM-Geschichte, nachdem das Team 2002 bei der Premiere bis ins Viertelfinale vorgestoßen war.







































