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·12. April 2026

WM 2026 mit oder ohne Iran? Keine Spielverlegung nach Mexiko geplant!

Artikelbild:WM 2026 mit oder ohne Iran? Keine Spielverlegung nach Mexiko geplant!

FIFA Boss Gianni Infantino kämpft derzeit nicht nur um die Weltmeisterschaft 2026, sondern auch um seine eigene Autorität. Wenige Wochen vor dem Turnierbeginn sorgt der Iran-Fall für massiven politischen Druck auf den FIFA-Präsidenten. Trotz der Qualifikation des Teams steht weiter infrage, ob die Auswahl überhaupt wie geplant in den USA antreten kann. Wenn nicht, würde Italien sicherlich gerne einspringen.

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WASHINGTON, DC – 07. MÄRZ: Gianni Infantino, Präsident der Fédération Internationale de Football Association (FIFA), spricht neben US-Präsident Donald Trump bei der Unterzeichnung einer Durchführungsverordnung im Oval Office des Weißen Hauses am 07. März 2025 in Washington, DC. Präsident Trump unterzeichnete eine Durchführungsverordnung zur Einrichtung einer Task Force des Weißen Hauses für die Fußballweltmeisterschaft 2026. Anna Moneymaker/Getty Images/AFP (Foto von Anna Moneymaker / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)


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Iran will Spiele nach Mexiko verlegen lassen

Iran soll in der Vorrunde in Inglewood bei Los Angeles und in Seattle spielen. Nach dem Krieg mit den USA verlangte Teheran zuletzt jedoch, die Partien nach Mexiko zu verlegen. Die FIFA lehnte diesen Wunsch ab, wie Mexikos Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum (63) erklärte. Aus Sicht des Weltverbands hätte ein solcher Schritt „einen enormen logistischen Aufwand“ verursacht.

Dass die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko Infantino als Prestigeprojekt gilt, verschärft die Lage zusätzlich. Gerade jetzt droht das Turnier von Krieg, Visa-Streit und Sicherheitsfragen überlagert zu werden. Je näher der Anpfiff rückt, desto größer wird der Druck auf den FIFA-Boss, weil ein Konflikt zwischen Gastgeber USA und einem qualifizierten Team die Glaubwürdigkeit des gesamten Wettbewerbs beschädigen würde.

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FIFA-Präsident Gianni Infantino winkt den Zuschauern beim WM-Qualifikations-Playoff-Spiel zwischen Neukaledonien und Jamaika am 26. März 2026 im Guadalajara-Stadion in Zapopan, Mexiko. Simon Barber / Getty Images

Trump verschärft die politische Dimension

Auch Donald Trump (79) hat die Situation früh weiter angeheizt. Der US-Präsident erklärte, Irans Team sei zwar willkommen, eine Teilnahme sei wegen „Leben und Sicherheit“ aber problematisch.

Hinzu kommt Infantinos enge Beziehung zum Weißen Haus. Trotz aller Anbiederungen verlieh er Trump sogar einen eigens geschaffenen „Fifa-Friedenspreis“. Ende März setzte Infantino dann selbst ein Zeichen: Er reiste in die Türkei, wo Iran ein Testspiel gegen Costa Rica bestritt. Der Besuch war klar als politische Mission gedacht. Der FIFA-Präsident wollte den Iranern demonstrieren, dass der Verband an ihrer Teilnahme festhält, und zugleich nach außen zeigen, dass er die Kontrolle nicht verloren hat. In der Halbzeit machte er seine Botschaft unmissverständlich klar: „Iran wird bei der WM dabei sein. Deshalb sind wir hier.“

Einreise ja, Fans nein?

Ob Iran tatsächlich bei der WM starten kann, hängt dennoch an den US-Einreisebestimmungen. Nach den Visa-Leitlinien des US-Außenministeriums fallen Spieler, Trainer, der notwendige Betreuerstab sowie unmittelbare Angehörige unter Ausnahmen. Die Mannschaft könnte also einreisen und antreten.

Das größere Problem sind jedoch die Fans. Für sie gelten die amerikanischen Einreisebeschränkungen weiterhin. Genau das macht den Fall politisch so brisant. Für Infantino geht es damit um seine Glaubwürdigkeit, um sein Verhältnis zum Weißen Haus und um die Frage, ob die FIFA in einer geopolitischen Krise noch Herrin ihres eigenen Turniers ist. Schon jetzt ist klar: Diese WM wird nicht nur auf dem Rasen entschieden, sondern auch in den Hinterzimmern der Macht.

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