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·29. Juli 2026
WM 2026 Podcast: Neueste Folge „EM 2028: Tickets, Stadien und Qualifikation, alles zur EURO in Großbritannien“

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·29. Juli 2026

In der neuesten Folge unseres WM 2026 Podcasts „Der 5. Stern“ geht es ausnahmsweise nicht um das laufende Turnier, sondern um das nächste große Highlight: die Fußball EM 2028 in England, Schottland, Wales und Irland. Wir sortieren die Eckdaten, erklären die neun Spielorte und nehmen uns das komplett neue Ticketsystem vor, das den Kartenkauf für Fans grundlegend verändert.

Der 5. Stern, Folge zur EM 2028 in Großbritannien und Irland (Grafik: fussballnationalmannschaft.net)
Die Europameisterschaft 2028 steigt vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2028. Gespielt werden 51 Partien mit 24 Mannschaften, ausgetragen von gleich fünf Gastgeberverbänden: England, Schottland, Wales, der Republik Irland und Nordirland. Eröffnet wird das Turnier in Cardiff, das Finale steigt im Londoner Wembley-Stadion um 18 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, also zu einer ausgesprochen fanfreundlichen Anstoßzeit. Alle Termine findest du im EM 2028 Spielplan.
Gespielt wird in neun Stadien, darunter der traditionsreiche Hampden Park in Glasgow und der Everton-Neubau in Liverpool. Der große Verlierer der Stadionauswahl ist Belfast: Obwohl Nordirland zu den Gastgebern zählt, ging die Stadt leer aus, weil der geplante Neubau des Casement Park zeitlich nicht mehr zu realisieren war. Das bringt eine Unwucht in den Spielplan und verdichtet die Logistik noch stärker auf die verbleibenden acht Städte. London wird mit beiden Halbfinals und dem Finale zum zentralen Knotenpunkt und damit für anreisende Fans zum Nadelöhr.
Die wohl größte sportliche Neuerung: Alle fünf Gastgeberverbände müssen durch die reguläre Qualifikation, die von März bis November 2027 läuft. Die Auslosung dafür findet im Dezember 2026 in Belfast statt. Die UEFA hält für den Ernstfall lediglich zwei Notstartplätze für die besten gescheiterten Gastgeber bereit. Bei fünf Verbänden bedeutet das: Mindestens einer könnte bei der eigenen EM zuschauen müssen. Als Rettungsanker für kleinere Nationen dient die Nations League 2026 und 2027.
Für dich als Fan ändert sich beim Kartenkauf am meisten. Der Ticketverkauf startet erst nach der Gruppenauslosung im Dezember 2027 und läuft über ein Fair-Ballot-System, also ein klares Losverfahren. Das Ende der Blindkäufe: Du weißt beim Kauf genau, wann und wo dein Team spielt. Dynamische Preise gibt es nicht, stattdessen feste Kontingente. Über 80 Prozent der rund drei Millionen Karten sollen direkt an echte Fans gehen.
Alle Folgen von „Der 5. Stern“ findest du auf fussballnationalmannschaft.podigee.io. Abonniere den Podcast und verpasse keine Ausgabe rund um die Nationalelf, die WM 2026 und die EM 2028.
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[00:00:00] Sprecher 1: Willkommen zur neuesten Folge von „Der 5. Stern“, täglich Nationalelf- und WM-2026-News. Für den 29. Juli. Heute widmen wir uns einem echten Highlight für dich als Fußballfan: der UEFA EURO 2028 in Großbritannien und Irland. Wir betrachten die wichtigsten Fakten aus den vorliegenden Berichten, also die Stadien und die völlig neuen Ticketregeln dieses paneuropäischen Turniers.
[00:00:28] Sprecher 2: Die Eckdaten klingen erst einmal nach einem klassischen Fußballfest. Das Turnier findet vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 statt. Wir reden hier über 24 Teams in 51 Partien, und die Gastgeber sind eben England, Schottland, Wales, die Republik Irland und Nordirland. Der Startschuss fällt also in Cardiff, und das Finale steigt dann im Londoner Wembley-Stadion zu einer sehr fanfreundlichen Zeit um 18 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit.
[00:00:57] Sprecher 1: Das ist wie ein riesiges Fußballfest quer über die britischen Inseln. Gespielt wird in neun Stadien, darunter der Hampden Park in Glasgow und der Neubau von Everton in Liverpool. Aber hier gibt es direkt eine handfeste logistische Hürde.
[00:01:13] Sprecher 2: Du spielst wahrscheinlich auf Belfast an. Obwohl Nordirland Co-Gastgeber ist, ging man bei der Stadionauswahl leer aus. Der geplante Neubau des Casement Park wurde zeitlich einfach nicht mehr realisiert.
[00:01:23] Sprecher 1: Das bringt eine gewisse Unwucht in den Spielplan. Das Turnier konzentriert sich dadurch logistisch noch viel stärker auf die übrigen acht Städte. London wird damit mit den Halbfinals und dem Finale erneut zum zentralen Knotenpunkt.
[00:01:35] Sprecher 2: Das ist für die anreisenden Fans ein echtes Nadelöhr. Es verdichtet sich alles auf diese eine Metropole.
[00:01:42] Sprecher 1: Wenn wir schon von den Gastgebern sprechen: Normalerweise stellt man das Stadion und darf dann logischerweise auch mitspielen. Aber das ist 2028 kein Selbstläufer.
[00:01:50] Sprecher 2: Das ist ein echter historischer Bruch. Alle fünf Gastgeberverbände müssen durch die reguläre Qualifikation, die von März bis November 2027 läuft. Die Auslosung dafür findet im Dezember 2026 in Belfast statt.
[00:02:07] Sprecher 1: Wenn also drei Inselteams in der Qualifikation straucheln, muss mindestens einer von denen zuschauen. Das ist, als ob dich der Türsteher nicht auf deine eigene Party lässt.
[00:02:16] Sprecher 2: Die UEFA hält für diesen Fall lediglich zwei Notstartplätze für die besten gescheiterten Gastgeber bereit.
[00:02:23] Sprecher 1: Nur zwei Plätze für fünf Verbände?
[00:02:25] Sprecher 2: Korrekt. Es geht hierbei halt um die sportliche Gerechtigkeit. Würde man fünf Startplätze einfach so vergeben, wäre das unfair gegenüber den anderen europäischen Teams. Der entscheidende Rettungsanker für kleinere Nationen wird hier die Nations League 2026 und 2027 sein.
[00:02:44] Sprecher 1: Um diese spannenden Spiele dann live zu sehen, brauchst du als Fan natürlich Tickets. Und da ändert sich das System radikal zu deinem Vorteil.
[00:02:52] Sprecher 2: Der Ticketverkauf startet erst nach der Gruppenauslosung im Dezember 2027, über ein Fair-Ballot-System, also ein klares Losverfahren.
[00:03:03] Sprecher 1: Endlich das Ende der Blindkäufe. Du weißt beim Ticketkauf präzise, wann und wo dein eigenes Team spielt.
[00:03:09] Sprecher 2: Es gibt da keine dynamischen Preise, sondern feste Kontingente. Über 80 Prozent der drei Millionen Karten gehen direkt an die echten Fans.
[00:03:17] Sprecher 1: Und sportlich hat man ja auch Planungssicherheit. Jürgen Klopp führt den DFB als Bundestrainer, während Thomas Tuchel bei den Three Lions auf der Bank sitzen wird. Man weiß also schon recht früh, auf welchen Fußball man sich einlässt.
[00:03:32] Sprecher 2: Wir sehen ein Turnier, das organisatorisch stark auf Fanfreundlichkeit und sportliche Fairness setzt.
[00:03:37] Sprecher 1: Ein faszinierender Gedanke zum sportlichen Abschluss: Harry Kane wäre beim Finale in Wembley 35 Jahre alt. Ein möglicher Titelgewinn unter Thomas Tuchel vor heimischem Publikum wäre wohl der ultimative Abschluss seiner Karriere.
[00:03:51] Sprecher 2: Und darüber hinaus bringt so eine Vergabe an fünf Verbände noch eine ganz andere strukturelle Perspektive mit sich.
[00:03:58] Sprecher 1: Da hast du recht. Die Kosten für moderne Sicherheitskonzepte und Infrastruktur explodieren derart, dass ein Turnier in dieser Größenordnung in nur einem einzigen Land künftig vielleicht gar nicht mehr realisierbar ist.
[00:04:12] Sprecher 2: Die EM 2028 könnte da eine Art Blaupause für die Zukunft des Fußballs sein. Das ist ein Thema, das den europäischen Fußball noch lange beschäftigen wird. Vielen Dank fürs Zuhören.
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