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·18. Juni 2026

WM 2026 – Powerranking: Deutschland in Schlagdistanz zu den Großen, England träumt mal wieder

Artikelbild:WM 2026 – Powerranking: Deutschland in Schlagdistanz zu den Großen, England träumt mal wieder

Der erste Spieltag der WM 2026 ist vorbei. Deutschland ist plötzlich unter den Favoriten, England träumt und Frankreich ist Frankreich. Das große Powerranking.

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24 Spiele der ersten Weltmeisterschaft mit 48 Teams sind gespielt. Gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Wir sortieren die Teams ein in ein Powerranking.


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Was ist ein Powerranking? Ein Powerranking versucht die Frage zu beantworten, wer im Moment gegen wen gewinnen würde. Es kombiniert dazu die aktuelle Form mit der Stärke der Mannschaften. Die im Turnier gezeigte Leistung ist entsprechend ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige. Die Leistung der USA gegen Paraguay war besser als die von Spanien gegen Kap Verde. Trotzdem bleibt Spanien im Powerranking vor der USA. Ein Spiel allein reicht nicht, um die Bewertung komplett zu verschieben.

Wie funktioniert das Miasanrot-Powerranking? Datenbasiert. Das Powerranking ist eine Kombination aus der im Turnier gezeigten Leistung mit den Bewertungen der Teams vor dem Turnier.

Die Vorturnier-Stärke setzte sich zusammen aus Wettquoten, Marktwerten und den Analysen von Tobias Escher. Spanien und Frankreich führten das Vorturnier-Ranking deutlich an, Deutschland stand auf Rang sieben. Auf dieser Basis wird die Leistung der Mannschaften in jedem Spiel bewertet. In die Spieltagsleistung fließen Performance (expected Goals, Sofascore-Bewertungen), die Gegnerstärke und das Ergebnis mit ein.

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Das aktualisierte Powerranking nach dem ersten Spieltag ist eine Kombination aus der Stärkeeinschätzung vor dem Turnier und der Leistung am ersten Spieltag. Im Verlauf des Turniers wird die Gewichtung der Turnierleistung zunehmen.

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Tier 1: Die Favoriten

1. Frankreich (Rang vor dem Turnier: 2)

Vor dem Turnier Kopf-an-Kopf mit Spanien als einer der beiden Topfavoriten. Nach dem ersten Spieltag thronen die Franzosen alleine an der Spitze. Michael Olise und Kylian Mbappé demonstrieren in der zweiten Halbzeit gegen Senegal, warum der Titel nur über Frankreich geht.

2. England (3)

Tuchels Plan ist simpel: Hinten dicht und vorne Kane. Kane lieferte wie bestellt, doch ansonsten lief das Spiel anders als erwartet. England war offensiv überraschend spielfreudig, defensiv dafür in der ersten Halbzeit offen. So kannte man Tuchels England bisher nicht. Über 90 Minuten zeigte England eine der besten Leistungen des ersten Spieltags und steigt im Powerranking auf Platz zwei.

3. Spanien (1)

Spanien war gegen Kap Verde drückend überlegen, aber das war zu viel Tiki-Taka-Spanien im negativen Sinne. Ballbesitz und Passstafetten ohne Durchbrüche. Ein Punktverlust gegen die Nummer 40 im Vorturnier-Ranking wird abgestraft. Dennoch bleibt Spanien einer der Top-Favoriten. 2022 startete Spanien mit einem 7:0 ins Turnier, während der spätere Weltmeister Argentinien mit 1:2 gegen Saudi-Arabien verlor. Eine Erinnerung, das Auftaktspiel nicht zu stark zu gewichten. 

4. Argentinien (6)

38 Jahre (er wird noch während der WM 39) und nichts von Frührente zu spüren. Lionel Messi sorgte mit drei Treffern im Alleingang für den Auftaktsieg des amtierenden Weltmeisters. Aber Argentinien ist mehr als nur Messi. Die “Albiceleste” überzeugte durch ein kontrolliertes und sauberes Spiel.

5. Deutschland (7)

Deutschland verlor nach dem 1:0 kurz den Faden, dominierte aber insgesamt und überzeugte offensiv. Bundestrainer Julian Nagelsmann darf zurecht hoffen, dass der WM-Zug ohne Bremsen Fahrt aufnimmt. Durch den souveränen Auftaktsieg zieht Deutschland im Powerranking an Portugal und Brasilien vorbei unter die Top-Fünf. 

6. Portugal (4)

Portugal versuchte gegen Kongo redlich, Spanien zu kopieren. Mit ihren 783 Pässen kamen sie nicht ganz an Spaniens 800 heran, übertrafen ihren Nachbarn dafür aber in Sachen Ineffektivität. Aus 75 Prozent Ballbesitz erspielte Portugal nur 0,6 expected Goals. Ronaldo war das eine große Hemmnis, fehlende Dribbelstärke und Durchschlagskraft über die Flügel das andere. Dennoch bleibt Portugal ein Top-Team. Die spielerische Klasse von Bruno Fernandes, João Neves und Vitinha alleine würde dafür reichen. 

7. Brasilien (5)

Es schien fast, als seien sowohl Brasilien als auch Marokko selbst von der offensiven ersten Halbzeit überrascht gewesen (zusammen 2,1 expected Goals und zwei Tore). In der zweiten Halbzeit war es dann das erwartete passive auf defensive Stabilität setzende Spiel fast ohne Torchancen (zusammen 0,5 xG). Ancelottis defensive Kontertaktik könnte in der K.-o.-Runde aufgehen, dazu ein mannschaftsdienlicher Vinicius Júnior in Form. Die Brasilianer bleiben im ersten Tier. 

8. Norwegen (9)

Der noch mehr gehypte Geheimfavorit als Japan tat genau das, was man von den Norwegern erwarten konnte: offensiver Auftritt, Naturgewalt Erling Haaland, stark bei Standards. Trotz defensiver Schwächen rudern die Wikinger vor bis ins erste Tier und überholen die Niederländer. Mit diesen Norwegern ist zu rechnen.

9. Niederlande (8)

Defensiv war Koemans Team stabiler als es das 2:2 gegen Japan scheinen lässt. Die Niederlande ließen nur 0,5 expected Goals zu. In der K.-o.-Runde werden sie erneut schwer zu schlagen sein. Die letzte WM-Niederlage nach 90 Minuten war das Achtelfinale 2006 gegen Portugal. In den 20 Spielen seither punktete Oranje oder schied nach Verlängerung/im Elfmeterschießen aus. Die Niederlande bleiben im Favoriten-Tier, dort aber am Ende. 

Tier 2: Kandidaten für einen tiefen Lauf im Turnier

10. USA (16)

Die USA zeigten gegen Paraguay eine spielerisch starke Leistung mit einem offensiven Ansatz. Wenn sie die Leistung in den nächsten Spielen bestätigen können, kann es ein erfolgreiches Heim-Turnier für die Amerikaner werden.

11. Kolumbien (13)

Es war kein Hochglanzspiel. Das war gegen Cannavaros Catenaccio-Usbeken aber auch kaum zu erwarten. Kolumbien fährt letztlich einen souveränen Sieg ein und schielt auf den Gruppensieg vor Portugal. 

12. Marokko (12)

Ein Punkt gegen Brasilien, oder: Die Überraschung, die keine Überraschung war. Marokkos Startelf spielt fast komplett in den großen europäischen Ligen, Spieler wie Saibari und Bouaddi stehen vor einem Wechsel zu Top Clubs. Marokko kann 2022 erneut lange im Turnier dabei bleiben.  

13. Belgien (10)

Kevin de Bruyne und Romelu Lukaku sind alt geworden. Beiden merkte man es an, auch wenn Lukaku ein Eigentor erzwang. Die nächste Generation um Doku und Onana wirkt weniger golden. Belgien bestätigte gegen Ägypten, warum es nicht zu den Favoriten gehört. Zu rechnen ist mit den roten Teufeln dennoch. 

14. Elfenbeinküste (21)

In einem guten Spiel sicherte die Elfenbeinküste sich in der 90. Minute den Sieg gegen Ecuador. So glücklich und knapp der Sieg war, aufs Powerranking hat er erhebliche Auswirkungen. Die Elfenbeinküste geht entspannt und gestärkt  in die weiteren Gruppenspiele gegen Deutschland und Curaçao. Stark aufspielende junge Spieler wie Doué, Torschütze Diallo und allen voran der Noch-Leipziger Yan Diomande lassen die Ivorer träumen. 

15. Japan (11)

Die Japaner gewannen einen Punkt, aber verloren mit Kubo den nächsten Spieler verletzungsbedingt, nachdem bereits Minamino, Mitoma und Kapitän Endo die WM verpasst hatten. Japan, vor dem Turnier Liebling der Experten, behält durch den Punkt die Chance, den Vorschusslorbeeren gerecht zu werden. 

16. Mexiko (20)

Mexiko zeigte gute Ansätze im Pressing. Gleichzeitig relativieren sich diese durch den schwachen Gegner und gezeigte Lücken. Mit einer frühen Führung im Rücken fuhren sie einen souveränen Auftaktsieg ein. Es bleibt abzuwarten, wie weit sie von der Euphorie der Weltmeisterschaft zu Hause getragen werden. Entsprechend wichtig wäre der Gruppensieg, der noch K.-O.-Spiele in der Heimat erlauben würde.  

17. Österreich (23)

In Österreich ist die Erwartungshaltung hoch. Der Einzug ins Sechzehntelfinale das mindeste, aber ein bisserl mehr darf’s schon sein. Trotz Sieg passte die Leistung im ersten Spiel dazu nur eingeschränkt. “Unsere Gegner werden sich bei der Leistung ned in die Hosen machn“, analysierte Experte Andreas Herzog treffend. 

18. Schweden (24)

Schweden war gegen Tunesien sehr effizient und machte aus 1,3 erwarteten Toren fünf tatsächliche. Das bringt Pluspunkte in der A-Note und leichte Abzüge in der B-Note. In Summe reicht es für den Aufstieg ins zweite Tier: Bleiben die Schweden so effizient, können sie im Turnier überraschen. 

19. Schweiz (19)

Dominant, aber mit Ausnahme des Elfmetertores schafften die Schweizer es nicht, gegen Katar zu treffen. Am Ende wurden sie mit dem Gegentreffer bestraft. Dennoch bleiben die Schweizer das am höchsten gerankte Team aus der Gruppe B vor Bosnien und Kanada. 

20. Südkorea (30)

Südkorea schaffte es gegen Tschechien, einen überraschenden Rückstand in einen Sieg zu drehen. Das gelang überwiegend durch gute spielerische Aktionen. Hwang In-beom und Kang-in Lee machen Spaß und lassen Südkorea ins zweite Tier klettern.

Tier 3: Auf Kurs K.-o.-Runde

21. Uruguay (17)

Uruguay startete schwach ins Spiel gegen Saudi-Arabien, steigerte sich aber in der zweiten Halbzeit und nahm am Ende einen wichtigen Punkt mit. Im Ranking geht es trotzdem um ein Tier nach unten. Die K.-o.-Runde ist weiterhin Pflicht für die Südamerikaner, doch auf einen tiefen Lauf deutet bisher wenig hin.

22. Kroatien (18)

Trotz des guten Abschneidens bei der WM 2022 und einem Kader mit einer Mischung aus Altstars und Talenten rutschen die Kroaten diesmal vor Turnierbeginn weit nach unten. Weder Buchmacher noch Experten trauten dem Team um Luka Modrić vor der WM viel zu. Die klare Niederlage gegen England deutet an, dass Kroatien sich zurecht im Mittelfeld eingependelt hat.

23. Senegal (15)

Senegal spielte gegen Frankreich eine gute erste Halbzeit und hätte mit etwas Spielglück in Führung gehen können. Doch in der zweiten Halbzeit wurden ihre Grenzen aufgezeigt. Am zweiten Spieltag wartet mit Norwegen erneut ein starker Gegner. Gedanken an einen tiefen Lauf im Turnier braucht der Senegal sich derzeit nicht zu machen, das Erreichen der K.-o.-Runde wird schwer genug. Doch der Senegal ist stark genug, um das zu schaffen. 

24. Türkei (14)

Erstmals seit 2002 bei einer Weltmeisterschaft dabei, eine gute Mischung aus erfahrenen Stützen wie Hakan Çalhanoğlu und potenziell Breakout-Stars wie Arda Güler und Kenan Yildiz, die Euphorie in der Türkei war groß. Umso ernüchternder die Auftaktniederlage gegen Australien.

25. Australien (35)

Defensive, Physis, Konter, so das australische Erfolgsrezept gegen die Türkei. Der Sieg bringt die Australier im Powerranking nach an die Türken heran und auf Kurs K.-o.-Runde. 

26. Ägypten (29)

In einem unterhaltsamen Spiel ging Ägypten gegen Belgien verdient in Führung. Am Ende steht ein Punktgewinn und die Tür zum Sechzehntelfinale mit Blick auf die beiden kommenden Gegner Iran und Neuseeland sperrangelweit auf.

27. Bosnien und Herzegowina (28)

Bei seinem WM-Debüt 2014 startete Bosnien mit zwei Niederlagen ins Turnier und schied dadurch frühzeitig aus. Im Vergleich dazu haben sie sich mit dem 1:1 gegen Kanada bereits verbessert. Der Punkt ist die halbe Eintrittskarte in die K.-.o.-Runde. Ein Sieg gegen Katar könnte reichen. 

Viel mehr Positives können sie aus dem Auftaktmatch nicht mitnehmen. Bosnien war das optisch klar schwächere Team und beschränkte sich weitgehend auf ihre Restverteidigung.

28. Demokratische Republik Kongo (31)

Kongo schaffte es gegen Portugal fast über 90 Minuten, diszipliniert in Überzahl hinter den Ball zu kommen, sobald Portugal ihre Angriffe initiierte. Die vielbeinige Abwehr hielt den meist aus endlosen Passstafetten bestehenden Angriffen bis auf eine Standardsituation Stand. Der Punkt bringt Kongo in einer machbaren Gruppe auf Kurs Achtelfinale und im Powerranking auf Platz 28.

29. Kanada (26)

Kanada zeigte gegen Bosnien Eindrucksvoll, warum Tobias Escher sie in seiner Vorschau als “letzte Vertreter des Red-Bull-Fußballs” bezeichnete: hohe Intensität, schnelles vertikales Spiel. Das reichte, um sich gegen Bosnien einige Chancen herauszuspielen und den frühen Rückstand zu egalisieren. 

30. Ecuador (22)

Die Leistung Ecuadors gegen die Elfenbeinküste war nicht schlecht, aber auch nicht gut genug, um die hohen Erwartungen zu bestätigen. Im zweiten Gruppenspiel geht es jetzt gegen Curaçao vielleicht schon um das Torverhältnis, um es unter die besten Gruppendritten zu schaffen – schwierigerer Gegner im Sechzehntelfinale inklusive.

Tier 4: Der Traum von der K.-o.-Runde lebt

31. Schottland (34)

Schottland spielte nach der Führung gegen Haiti sehr schottisch, sprich defensiv. Es reichte für den wichtigen Sieg im Auftaktspiel und damit einen großen Schritt in Richtung eines der acht besten Gruppendritten. Für mehr reicht die bisherige Leistung in der Gruppe mit Brasilien und Marokko nicht.

32. Ghana (43)

Caleb Yirenkys Treffer in der 95. Minute war einer der wichtigsten der bisherigen WM. In einem ansonsten biederen Spiel gegen Panama macht dieses Tor den Unterschied. Im kurzen Turnier werden Siege belohnt. Und wirken sich aufs Ranking aus. Ghana springt um 11 Plätze nach oben und darf auf die K.-o.-Runde hoffen. 

33. Kap Verde (40)

Kap Verde schaffte die Sensation gegen die Nummer eins des Vorturnier-Rankings Spanien und ermauerte sich ein 0:0. Das schafften sie äußerst fair mit nur einem Foul – Spanien foulte trotz 74 Prozent Ballbesitz zehnmal. Das Powerranking belohnt die Sensation mit einem Sprung auf Rang 32

34. Paraguay (25)

Paraguay wirkte im ersten Spiel gegen die USA überfordert und hätte sogar noch höher verlieren können, wenn die USA in der zweiten Halbzeit nicht den Schongang eingelegt hätten. In dieser Form wird es nicht fürs Erreichen der K.-o.-Runde reichen. 

35. Saudi-Arabien (38)

In einer Gruppe mit Kap Verde und den auch im Vorfeld kriselnden Uruguayern durfte Saudi-Arabien bereits vor der WM vom Einzug in die K.-o.-Runde träumen. Der Punktgewinn gegen die Südamerikaner stößt die Tür weit auf.

36. Algerien (27)

Algerien begann gegen Argentinien mit Mut und dem Bemühen um spielerische Lösungen, zerbrach im Laufe des Spiels aber an der argentinischen Kontrolle und eigenen Patzern. In den Spielen gegen Jordanien und Österreich ist für die Nordafrikaner dennoch alles drin. Dazu müssen sie defensiver konzentrierter spielen und offensiv produktiver werden. Gegen Argentinien kam Algerien nur zu 0,3 expected Goals. 

37. Iran (37)

Beide Teams spielten offensiv, Iran dabei etwas strukturierter als Neuseeland. Unterm Strich fehlen zwar zwei wichtige Punkte für die erhoffte K.-o.-Runde, doch dem Iran ist diese weiterhin zuzutrauen. 

38. Südafrika (32)

Zwei rote Karten und eine 2:0-Niederlage gegen Mexiko. Südafrika enttäuschte am ersten Spieltag auf ganzer Linie. Ein Sieg gegen das ebenso schwache Tschechien könnte sie dennoch auf Kurs K.-o.-Runde bringen.

39. Tschechien (33)

Standards. Sonst nichts. Die Tschechen hatten große Probleme mit Südkoreas Kombinationsspiel und konnten sich offensiv abseits ihrer langen Einwürfe überhaupt nicht entfalten. Auch die Tschechen schöpfen ihre Hoffnung auf die K.-o.-Runde in erster Linie aus dem Spiel gegen Südafrika am zweiten Spieltag.

Tier 5: Dabei sein ist alles

40. Haiti (42)

Die Hoffnung auf die K.-o.-Runde war ohnehin nicht allzu groß. Ein Sieg gegen Schottland, mindestens aber ein Punkt wäre die Voraussetzung gewesen. Dafür hat es nicht gereicht, obwohl Haiti sich nach dem Rückstand einige Chancen erspielte. 

41. Katar (44)

Spielerisch klar unterlegen und früh in Rückstand. Der späte Ausgleich sorgt für großen Jubel, ändert aber wenig an der Ausgangslage für Katar. Katar profitierte mehr von der Schweizer Abschlussschwäche als selbst zu überzeugen. Das reicht nicht fürs Sechzehntelfinale.

42. Usbekistan (39)

Ausgehend von einem sehr defensiven Ansatz erspielten die Usbeken sich gegen Kolumbien einige Chancen, zwischenzeitlicher Ausgleich inklusive. Kein Fußballfest, aber eine Leistung, mit der sie wahrscheinlich auch gegen Portugal und DR Kongo mithalten können. Nach Qualifikation für die nächste Runde sieht es nicht aus.

43. Panama (41)

Panama war der Außenseiter in der Gruppe mit Kroatien und England. Durch den Spielplan war bereits das erste Spiel gegen Ghana vorentscheidung. Das verloren die Panamaer denkbar unglücklich. Und müssen damit ihre Hoffnung auf die K.-o.-Phase fast schon beerdigen.

44. Neuseeland (47)

Am Ende war es ein Punkt, nur ein Punkt. Die Kiwis schafften es nicht, die zweifache Führung gegen Iran nach Hause zu bringen. Spielerisch durchaus bemüht, aber unterm Strich mit zu wenig Substanz. Rechnerisch ist alles drin, aber die beiden kommenden Gegner aus Ägypten und Belgien wirken zu stark für Neuseeland, als dass es über die die Vorrunde hinaus gehen wird.

45. Tunesien (36)

Ein Torwartwechsel, der schiefging, ein katastrophales Ergebnis, gefolgt von einem Trainerwechsel. Rechnerisch ist noch alles drin, praktisch kaum mehr. Tunesien braucht wahrscheinlich vier Punkte aus den beiden Spielen gegen Japan und die Niederlande, um weiterzukommen. Dafür spricht wenig. Realistischer ist ein Turnier ohne Sieg und das Aus in der Vorrunde.

46. Irak (45)

Die erst zweite WM-Teilnahme überhaupt (die erste war 1986), ist der Irak eines jenes in Europa fußballerisch unbekannten Teams. Gegen Norwegen trat der Außenseiter mutig auf und zeigte spielerisch starke Ansätze bis zum Schluss. Doch über 90 Minuten machten sich die fehlende Substanz und Klasse bemerkbar. Im zweiten Spiel kommen die Franzosen. Alles außer der fünften Niederlage im fünften WM-Spiel wäre eine Sensation.

47. Curaçao (46)

Wenig erwartet, kurz am Wunder gekratzt, sehr kurz. Für Curaçao war mit Blick auf die Gruppengegner von Anfang an klar, dass Dabeisein alles sein würde. Das deutliche 1:7 gegen Deutschland hat die leisen Hoffnungen auf mehr geerdet. 

48. Jordanien (48)

Alles andere als ein Aus in der Gruppenphase wäre für Jordanien bei der ersten Weltmeisterschaftsteilnahme eine große Überraschung gewesen. Gegen Österreich wurde sichtbar, warum das so ist. Aber Jordanien kämpfte tapfer auf und zeigte angeführt von Offensivallrounder Mousa Tamari einzelne spielerische Ansätze. Das reicht noch nicht, um den letzten Platz zu verlassen. 

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