WM 2026 – Powerranking Woche 3: Deutschland rutscht ab, Frankreich marschiert, Brasilien kommt! | OneFootball

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·28. Juni 2026

WM 2026 – Powerranking Woche 3: Deutschland rutscht ab, Frankreich marschiert, Brasilien kommt!

Artikelbild:WM 2026 – Powerranking Woche 3: Deutschland rutscht ab, Frankreich marschiert, Brasilien kommt!

Frankreich marschiert bei der WM 2026 vorneweg. Das DFB-Team verliert an Boden. Deutschlands Gegner Paraguay steht am Ende des Powerrankings. Brasilien und die Niederlande klettern.

Artikelbild:WM 2026 – Powerranking Woche 3: Deutschland rutscht ab, Frankreich marschiert, Brasilien kommt!

Die Vorrunde der ersten Weltmeisterschaft mit 48 Teams ist gespielt. 32 Teams ziehen in die K.-o.-Runde ein. Gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Wir sortieren die Teams der WM 2026 im Powerranking. 


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  1. WM 2026 – Powerranking Woche 1: Deutschland in Schlagdistanz zu den Großen, England träumt mal wieder
  2. WM 2026 – Powerranking, Woche 2: Deutschland hinter Ronaldo, Frankreich bleibt Topfavorit

Das Miasanrot-Powerranking funktioniert datenbasiert. Es ist eine Kombination aus der im Turnier gezeigten Leistung mit den Bewertungen der Teams vor dem Turnier. Mehr zur Methodik erfährst du weiter unten.

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Für die Übersichtlichkeit werden die Teams in verschiedene Tiers eingruppiert: Von den Turnierfavoriten bis zu denen die bereits ausgeschieden sind.

Weitere Artikel zur WM 2026:

  • WM 2026: Tag 17 im Blog – Österreich und Algerien (fast) mit der Schande von Kansas City – News und Analysen zur Weltmeisterschaft
  • Julian Nagelsmann beim DFB-Team: Der Unverstandene oder der nicht Verstehende?
  • WM 2026: Die Achse des FC Bayern wird zum Problem für das DFB-Team – ein Kommentar

Tier 1: Die Favoriten der WM 2026

1. Frankreich (Rang nach dem zweiten Spieltag: 1)

Im Vorfeld wurde spekuliert, ob die Franzosen gegen Norwegen rotieren würden. Das taten sie nur moderat. Dafür rotierten sie ihre Torschützen: Diesmal sorgte das PSG-Duo Dembélé (3) und Doué für vier Tore der Franzosen. Les Bleus manifestieren ihren Status als Nummer eins. Nächstes Opfer: Schweden. 

2. Spanien (2)

Wo stehen die Spanier? Auf den ersten Blick ist die Bilanz gut: Als Topfavorit ins Turnier gegangen, die Gruppe mit sieben Punkten und 5:0 Toren gewonnen. Kein Gegentor und in drei Spielen insgesamt nur 0,6 expected Goals zugelassen: Statistisch hat Spanien die beste Defensive im Turnier und ebenfalls die beste xG-Differenz. Aber die Offensive wirkt trotz guter xG-Werte unrund.

3. Argentinien (3)

Trotz Rotation fuhren die Argentinier im dritten Spiel den dritten Sieg ein. Zwei frühe Tore sorgten gegen Jordanien für klare Verhältnisse. Am Ende setzt Messi nach seiner Einwechslung den Schlusspukt. Argentinien im Turnierbaumglück: Bis zum Halbfinale kreuzt keinr aus den Top-12 ihren Pfad. 

4. Brasilien (7)

Jogo Carletto” funktioniert. Brasilien klettert im Ranking. Nach der überraschend offensiven ersten Halbzeit gegen Marokko, die wie ein Versehen wirkte, kassierte Brasilien kein Tor mehr und schoss sechs. Auf Basis einer starken Defensive warten sie auf kleine Fehler ihrer Gegner oder offene Räume, die sie eiskalt ausnutzen. Das könnte auch ein gutes Rezept gegen Japan sein, die in der Regel proaktiven Fußball spielen. 

5. England (4)

Gegen Panama begann England wieder sehr defensiv. Zwei Tore in der zweiten Halbzeit reichen zum souveränen Sieg. Gelingt ein Sieg gegen Kongo, könnt es im Achtelfinale gegen Mexiko gehen: Für England ein gutes Omen. Bisher spielten sie bei Weltmeisterschaften nur einmal gegen „El Tri“: 1966. Ausgang bekannt. 

6. Niederlande (9)

Drittes Spiel, dritte Oranje-Welle erst in der Stadt, dann im Stadion. Die Niederlande bauen ihre WM-Serie auf 22 Spiele ohne Niederlage nach 90 Minuten aus. Erwartungsgemäß sicherten sich die Niederlande gegen Tunesien Platz eins in der Gruppe. Im Sechzehntelfinale geht es gegen Marokko, eins der Top-Spiele der ersten K.-o.-Runde. 

7. Deutschland (6)

Gegen Ecuador versuchte Deutschland es defensiver. Das ging schief: Die Defensive war kaum stabiler als in den Spielen zuvor, im Gegenzug beraubte sich Deutschland aber seiner Offensivstärke. Nur 0,65 expected Goals gelingen gegen Ecuadors Monster-Defensive. Mit der Niederlage geht es im Ranking einen Platz nach unten. Glück und Pech im Turnierbaum: Im Sechzehntelfinale wartet das schwächste Team des Rankings, im Achtelfinale wahrscheinlich das stärkste.

8. Portugal (5)

Auf den ersten Blick ein verschmerzbares 0:0 gegen Kolumbien. Aber der täuscht: Dieses Unentschieden tut weh. Zum einen, weil Portugal das schwächere Team war. Entsprechend werden sie auch im Powerranking abgestraft. Zweitens bedeuten das Unentschieden und der zweite Platz in der Gruppe einen deutlich schwereren Turnierbaum für Ronaldo und Co. Als erstes wartet Kroatien, und im Achtelfinale ginge es wahrscheinlich gegen Spanien. Und drittens bringt uns das Unentschieden um ein mögliches Viertelfinale zwischen Messi und Ronaldo. Ein Aufeinandertreffen ist jetzt nur im Finale möglich.

9. Norwegen (8)

Erling Haaland hatte im Interview schon angekündigt, mit einer Niederlage gegen Frankreich zu rechnen. Scherz oder Vorahnung? Zum Kräftemessen Haalands selbst mit den Franzosen kam es nicht, Norwegen rotierte fast die komplette Mannschaft. Und verlor klar gegen Frankreich, trotz einiger Chancen und guten xG-Werten. Im Powerranking gibt es dafür nur kleine Abzüge. Ausgeruht geht es in den Turnierpfad gegen die Elfenbeinküste und Brasilien/Japan. 

Was ist ein Powerranking überhaupt?

Ein Powerranking versucht die Frage zu beantworten, wer im Moment gegen wen gewinnen würde. Es kombiniert dazu die aktuelle Form mit der Stärke der Mannschaften. Die im Turnier gezeigte Leistung ist entsprechend ein wichtiger Faktor, aber nicht der einzige.

Zwei Spiele reichen beispielsweise nicht, um die Bewertung komplett zu verschieben. Miasanrot bezieht die Vorturnier-Stärke mit ein, die aus Wettquoten, Marktwerten und den Analysen von Tobias Escher zusammensetzt. Spanien und Frankreich führten das Vorturnier-Ranking deutlich an, Deutschland stand auf Rang sieben.

Auf dieser Basis wird die Leistung der Mannschaften in jedem Spiel bewertet. In die Spieltagsleistung fließen Performance (expected Goals, Sofascore-Bewertungen), die Gegnerstärke und das Ergebnis mit ein. 

Tier 2: Kandidaten für einen tiefen Lauf im Turnier

10. Marokko (13)

Gegen Haiti kam Marokkos starke Defensive stärker unter Druck als erwartet. Am Ende stand ein 4:2 und mit sieben Punkten ein souveräner Einzug ins Sechzehntelfinale. Dort wartet mit der Niederlande ein Brocken. Im Ranking geht es weiter nach oben. Marokko ist ein veritables Top-Ten-Team.

11. Belgien (16)

Endlich entfesselt. Wobei es gegen Neuseeland lange dauerte, bis sich die Knoten in der belgischen Offensive lösten. Am Ende wird es ein deutlicher 5:1-Sieg. Und weil Ägypten nicht gegen den Iran gewinnt, sogar noch Platz eins. Belgien schiebt sich im Powerranking auf leisen Sohlen nach vorne. Der Turnierbaum meint es gut mit den Roten Teufeln: Das Tor ins Viertelfinale steht weit offen. 

12. Mexiko (15)

Der Gruppensieg sorgt für das Sechzehntelfinale und ein potenzielles Achtelfinale  im heimischen Aztekenstadion. Stadion hin, Heimvorteil her, wie viel wird das ausmachen? Im Aztekenstadion: alles. Mexiko nahm vor dieser 17-mal an Weltmeisterschaften teil. Zweimal reichte es für mehr als das Achtelfinale: bei den Heim-Turnieren 1970 und 1986. Noch beeindruckender die BIlanz im Aztekenstadion. Dort stehen bisher neun WM-Spiele zu Buche: sieben Siege, zwei Unentschieden, 16:2 Tore. Höhenlage und die Zuschauer machen hier alles möglich. 

13. Schweiz (14)

Das 1:1 gegen Katar im ersten Gruppenspiel überschattet die Wahrnehmung: Die Schweiz hat bisher eine gute WM gespielt. Zum siebten Mal in Folge finden die Eidgenossen die hohle Gasse in die K.-o.-Runde bei einer Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft. Nur Frankreich hat eine noch längere Erfolgsserie. Murat Yakins Team hat das Zeug für das Viertelfinale, wo es gegen Argentinien gehen könnte. 

14. USA (10)

Die USA waren schon sicher Gruppenerster und schonten im tabellarisch bedeutungslosen Spiel gegen die Türkei viele Stammspieler, zeigten aber dennoch eine gute Leistung. Am Ende steht eine 2:3-Niederlage und ein Punktabzug im Powerranking. Der USA wird es egal sein. Sie freut sich über den Gruppensieg und einen Turnierpfad, in dem es über Bosnien und Belgien ins Viertelfinale gehen könnte.

15. Kolumbien (12)

Trotz Gruppensieg geht es für Kolumbien einige Plätze nach unten. Von Platz 12 bis 19 liegen die Mannschaften nah zusammen. Dann reicht auch ein Punktgewinn gegen Portugal nicht, um die gute Platzierung zu halten. Dennoch: Mit Kolumbien ist in der K.-o.-Runde zu rechnen. Über Ghana und die Schweiz oder Algerien könnte es ins Viertelfinale gegen Argentinien gehen.

16. Japan (11)

Nach einer guten zweiten Halbzeit trennte Japan sich 1:1 von Schweden. Das Ergebnis half beiden zum Weiterkommen. Auf Japan wartet nun Carlo-san mit Brasilien. Und auf uns eins der absoluten Top-Spiele des Sechzehntelfinales mit der spannenden Frage, ob Japans spielstarker Ansatz gegen Brasiliens Defensive bestehend kann.

17. Elfenbeinküste (18)

Ein Sieg gegen Curaçao würde für den zweiten Platz in der Gruppe reichen. Der Turnierbaumlosgott belohnt die Ivorer nicht für eine gute Vorrunde: Im Sechzehntelfinale warten ausgeruhte Norweger, danach würde es gegen Brasilien oder Japan weitergehen, bevor im Viertelfinale wahrscheinlich England käme. Der Pfad zeigt auch: Platz zwei wäre für Deutschland kaum besser gewesen, wenn überhaupt.

18. Ecuador (23)

Mit einem Punkt aus zwei Spielen stand Ecuador mit mehr als einem Bein im Turnieraus. Nur ein Sieg würde helfen, und das gegen den viermaligen Weltmeister Deutschland. Ecuador hielt dem Druck stand und siegte verdient. Sie schafften es. Das Powerranking belohnt die Leistung mit Rang 18. Ecuador ist der vielleicht unangenehmste aller Gruppendritten. Ihr Gegner Mexiko wird nicht erfreut sein. Denn wenn ein WM-Team an die Höhe in Mexiko-Stadt gewöhnt ist, dann Ecuador. Die Ecuadorianer tragen ihre Heimspiele meist im Estadio Rodrigo Paz Delgado in Quito aus. Das liegt nochmal 600 Meter höher als das Aztekenstadion. 

19. Senegal (29)

Mit zwei Niederlagen in ein Turnier zu starten ist nie gut. Glücklich kann sich schätzen, wer im dritten Spiel gegen den Irak antreten darf, vor allem, wenn der ab der 13. Minute in Unterzahl spielt. Der Senegal rechnete vor dem Spiel gut und wusste, dass die Chancen aufs Sechzehntelfinalen mit einem hohen Sieg gut stehen würden. Am Ende stand ein 5:0 – und mit dem Senegal ein Team in der K.-o.-Runde, dem dort viel zuzutrauen ist. Dass der Senegal K.-o.-Spiele kann, hat er zuletzt beim Afrika-Cup gezeigt. Der Turnierbaum macht eine Überraschung möglich.

Tier 3: In der bisherigen Form ist in der K.-o.-Runde früh Feierabend

20. Demokratische Republik Kongo (33)

Konto brauchte einen Sieg gegen Usbeskistan, um es in die K.-o.-Runde zu schaffen. Es gibt größere Herausforderungen an einem letzten Spieltag. Kongo meisterte die ihre souverän. Kongos Defensive wird auch für England schwre zu knacken sein. 

21. Kroatien (20)

Sie können es immer noch. Genauso hoch springen, wie sie müssen. Vom spielerischen Auftritt her wirkte die Vorrunde zerfahrener als sie auf dem Papier aussah: Dort stehen zwei Siege gegen Ghana und Usbeskistan und eine Niederlage gegen England. Alles nach Plan. Das Powerranking lässt sich davon nicht beirren und sieht Kroatien im dritten Tier. Diesmal wird es nicht für einen tiefen Lauf reichen.

22. Südafrika (32)

Der Sieg gegen Südkorea bringt nicht nur Tabellenplatz zwei in der Gruppe, sondern auch einen großen Sprung im Powerranking. Ist Südafrika doch nicht so schlecht, wie es im Auftaktmatch aussah?

23. Ägypten (19)

Die Konstellation für Ägypten war kompliziert: Vor dem letzten Gruppenspiel war von Platz eins bis drei noch alles möglich. Am Ende wird es ein verdienter Punkt und Platz zwei. Mit Australien warten ein schlagbarer Gegner auf Mo Salah und seine Teamkollegen. 

24. Algerien (24)

Fast hätte es zum Last-Minute-Sieg gegen Österreich gereicht. Dann wäre Österreich ausgeschieden. Es wäre die perfekte Revanche für 1982 gewesen. Doch der Last-Last-Minute-Treffer der Österreicher hilft diesen und bringt Algerien auf Platz drei. Weil auch der zum Weiterkommen reicht, gibt es für Algerien keinen Grund zum Trauern. Zumal es als Dritter jetzt gegen die Schweiz statt gegen Spanien geht.

25. Kanada (17)

Kanada zeigte in der letzten halben Stunde gegen die Schweiz, was es kann: Vollgas. Da lagen sie allerdings bereits 0:2 zurück. Vollgas und Euphorie, das reichte, um gegen Bosnien und Katar vier Punkte zu holen. Das wird nicht reichen, um im Turnier noch lange dabei zu bleiben. 

26. Österreich (22)

Zwischendurch sah es danach aus, dass sich Algerien und Österreich mit dem Unentschieden zufrieden gaben. Doch dann brauchte es ein veritables Wunder in der buchstäblich letzten Minute, um es in die K.-o.-Runde zu schaffen. Dort geht es gegen Spanien auch noch gegen einen Gegner, der von seinen Anlagen her immun gegen Rangnicks Pressing sein sollte. 

27. Schweden (25)

Drei Vorrundenspiele, drei Gesichter. Im Sechzehntelfinale gegen die übermächtigen Franzosen brauchen sie eine Sonntagsleistung, um eine Chance zu haben. 

28. Kap Verde (30)

Drei Spiele, drei Unentschieden. Die reichen für Platz zwei hinter Spanien. Kap Verde hat sich diesen Platz verdient. Spielerisch und kämpferisch klar die zweitbeste Mannschaft der Gruppe. Zur Belohnung dürfen die Rookies im Sechzehntelfinale gegen den amtierenden Weltmeister ran.

29. Bosnien und Herzegowina (37)

Bosnien ging durch einen sehenswerten Distanzschuss von Kerim Alajbegović in Führung und versuchte danach viel zu oft ihr Glück erneut aus der Distanz. Offensiv einfallslos. Ergebnislos. Im Sechzehntelfinale geht es gegen die USA. Auch wenn die bisherige Leistung nicht für einen tiefen Lauf im Turnier spricht, könnte der Turnierbaum eine Verlängerung der “I am from Bosnia, take me to America”-Tour möglich machen.

30. Paraguay (27)

Ein Punkt gegen Australien würde beiden reichen, das ahnten Paraguay und Australien vorher. Und zeigten das von der ersten Minute an: ein 0:0 der langweiligen Sorte. Wobei Paraguay auch in den beiden Spielen davor kaum mehr zeigte. Rein von der Leistung in den drei Gruppenspielen das schwächste Teams in der K.-o.-Runde. Im Powerranking schaffen sie es dank leicht besserer Vor-Turnier-Platzierung auf Platz 30.

31. Ghana (26)

Ghana hätte eine Chance auf den Gruppensieg gehabt, nach einer Niederlage steht Platz drei zu Buche. Das waren zwar zwei achtbare Vorstellungen gegen England und Kroatien, aber auch nur ein Sieg gegen Usbekistan. Normalerweise sollte Ghanas Reise im nächsten Spiel enden.

32. Australien (36)

Ein Punkt gegen Paraguay würde Australien für Platz zwei reichen. Und weil Paraguay als Gruppendritter ebenfalls sehr gute Chancen haben würde, ging das Spiel wenig überraschend unentschieden aus. 

Sie sind schon am Strand

33. Türkei (31)

Im bedeutungslosen Spiel gegen die USA brachten die Türken ihr Offensivtalent endlich auf den Rasen. Zu spät. Immerhin ein kleiner Trost zum Abschluss: Die Türken fahren als Weltmeister nach Hause: Unofficial Football World Championships und im Powerranking als bestes der ausgeschiedenen Teams.

34. Uruguay (21)

Kein gutes Turnier der WM-Urgesteine. Zwischen Trainer Bielsa und dem Team stimmte die Chemie offensichtlich nicht. Das spiegelte sich auf dem Platz. Mit enttäuschenden zwei Punkten tritt Uruguay die Heimreise an.

35. Iran (34)

Ein Sieg hätte das Sechzehntelfinale klar gemacht, ein Unentschieden hieß zittern – letztlich vergeblich.  Im Spiel gegen Ägypten wurde der Iran zu spät wach. Am Ende ist eine gewürfelte Abseitsentscheidung (so genau lässt sich das technisch nicht messen) mitverantwortlich für das Ausscheiden. Doppelt bitter mit Blick auf die erschwerten Umstände für das Team. Zum vollständigen Bild gehört aber auch: Iran hatte in allen Spielen Chancen auf einen Dreier. Überzahl gegen Belgien und die jeweils besseren xG-Werte gegen Ägypten und Neuseeland. Da wäre mehr drin gewesen. 

36. Südkorea (28)

Südkoreas Leistung wurde von Spiel zu Spiel schlechter. Sie fanden keine Bremse für den Abwärtszug. Die verdiente Niederlage gegen Südafrika hat das Sechzehntelfinale gekostet. Unglücklich war der Verlauf dennoch: Drei Tage warten, zittern, rechnen, ob die drei Punkte reichen, das macht keinen Spaß, vor allem wenn es am Ende nicht reicht, obwohl die Prognosemodelle anfangs optimistisch waren.

37. Schottland (35)

Schottland hatte einen Job gegen Brasilien: bloß nicht zu hoch verlieren. Am Ende standen drei Gegentore, über vier erwartete Gegentore und noch ein aberkanntes Tor. Schottland ging Ancelotti auf den Leim, versuchte selbst mitzuspielen und rutschte damit komplett aus. 

38. Saudi-Arabien (40)

Gegen Spanien heillos überfordert und auch gegen Kap Verde das klar schwächere Team, Saudi-Arabien fährt zu recht als Gruppenletzter nach Hause. 

39. Haiti (41)

Haiti bot zum Abschied gegen Marokko eine große Show mit tollen Toren und einem spannenden Spiel. So kann man erhobenen Hauptes nach Hause fahren. Etwas Wehmut bleibt: An einem anderen Tag wäre gegen Schottland ein Sieg und in der Gruppe Platz drei drin gewesen.

40. Tschechien (38)

Tschechien war im Powerranking vor dem Turnier das am schlechtesten platzierte Team der 16 Europäer. Und bewies in allen drei Spielen eindrucksvoll, warum das so ist. Zur WM schafften sie es denkbar knapp mit zwei Siegen nach Elfmeterschießen im Playoff-Turnier gegen Irland und Dänemark. Elfmeterschießen zur Rettung gab es in der Gruppenphase keins, deshalb fährt Tschechien ohne Sieg nach Hause.

41. Curaçao (39)

Der sensationelle Punktgewinn gegen Ecuador sollte der einzige bleiben. Nicht schlimm, Curaçao dürfte mit dem Abschneiden bei der Weltmeisterschaft zufrieden sein. Ein kurzer Jubel gegen Deutschland und ein langer Jubel gegen Ecuador bringen emotionale Glücksgefühle in die Karibik.

42. Panama (44)

Panama hielt in allen drei Spielen ein bisschen mit. Im Vergleich zu anderen Schießbuden des Turniers kassieren sie nur vier Gegentore. Aber es war immer auch ein bisschen zu wenig, vor allem nach vorne. 

43. Katar (43)

Ähnlich wie bei der Schweiz täuschte auch bei Katar das Unentschieden im Auftaktspiel. Hier allerdings umgekehrt. Auch gegen schwache Bosnier war es nie wirklich spannend. Katar fährt mit einem Punkt nach Hause. 

44. Neuseeland (42)

Ein überraschender Punkt im Auftaktspiel, ein guter Auftritt im zweiten Spiel. In Neuseeland keimte vor dem letzten Gruppenspiel so etwas wie eine Minimalhoffnung. Zu Unrecht, dem Team fehlte zu viel. Am Ende wird es gegen Belgien deutlich. Ein paar Tage am Strand hat die Mannschaft sich dennoch verdient, bevor es nach Hause in den Winter geht. 

45. Jordanien (48)

Drei beherzte Auftritte belohnen Jordanien am dritten Spieltag mit dem Sprung weg vom Rankingende. 

46. Irak (46)

Ein Tor geschossen, zwölf Tore kassiert. Iraks WM in zwei Zahlen. Aber anders als Tunesien, das ebenfalls zwölf mal hinter sich greifen musste, zeigte Irak Ansätze, die Spaß machten. Der Urlaub am Strand ist verdient. 

47. Tunesien (47)

Tunesien war in seinen drei Auftritten das schlechteste Team der WM. Nur das Vor-Turnier-Ranking schützt sie vor dem letzten Platz. Tunesien ist das Paraguay unter den ausgeschiedenen Teams. Das war nix. 

48. Usbekistan (45)

Drei Spiele, drei klare Niederlagen. Fabio Cannavaros Catenaccio zu Beginn des Turniers klappte nicht. Der offensive Ansatz gegen die DR Kongo trotz Führungstor ebensowenig. Usbekistan war bei der WM von Anfang bis Ende chancenlos.

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