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·18. Juli 2026
WM 2026: Tag 38 im Blog – Ist Upamecano Frankreichs wichtigster Spieler? News und Analysen zur Weltmeisterschaft

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·18. Juli 2026

WM 2026, Tag 38: Frankreich und England liefern sich einen Sommerkick, der Werbung für das Spiel um Platz drei bei Weltmeisterschaften ist.
Die WM 2026 in Nordamerika ist so gut wie vorbei. Zwei spiele standen an diesem Wochenende noch auf dem Programm, darunter das Spiel um Platz drei am Samstag zwischen England und Frankreich.
Mit dabei waren zu Beginn des Turniers 17 Spieler des FC Bayern München. Drei von ihnen trafen am Samstagabend aufeinander: Dayot Upamecano, Michael Olise und Harry Kane.
Miasanrot begleitet die WM 2026 deshalb nicht nur mit vielen Features und Analysen, sondern auch im WM-Blog, der euch täglich einen Überblick verschaffen soll. Das Format schaut vor allem auf den vergangenen Tag und blickt zudem auf die wichtigsten Ereignisse des bevorstehenden Tages.
Ziel ist es, dass der Artikel am Vormittag erscheint. Da wir dieses Projekt nur nebenberuflich stemmen können, ist unklar, ob das immer gelingt. Um dieses und ähnliche Formate in Zukunft dauerhaft ermöglichen zu können, kannst du in Erwägung ziehen, Miasanrot finanziell zu unterstützen.
Das Spiel in aller Kürze: Freakspiel. Zwei Teams, die sich zum Bolzen verabredet haben. Ein bisschen Vibes. Ein bisschen Zocken. Ein bisschen Auslaufen nach einem langen Turnier. Erste Halbzeit gehört klar England gegen bocklose Franzosen. Zweite Halbzeit geht an Frankreich gegen etwas überhebliche Engländer. Am Ende ist ein Elfmeter für England die Vorentscheidung – der Beweis, dass dieses Spiel Satire ist. Aber unterhaltsame. Am Ende zehn Tore – oder zehn Argumente für das „Bronzefinale“.
Miasanrot-Note: 1
Im Vorfeld der Partie wurde viel darüber diskutiert, im Nachgang wird darüber auch viel diskutiert: Wer braucht eigentlich so ein Spiel? Es lässt sich verargumentieren, dass das Spiel um Platz drei das unwichtigste aller Spiele ist – zumindest aus Sicht der Spieler.
Auf der anderen Seite steht die Möglichkeit, sich nochmal positiv aus so einem Turnier zu verabschieden und mit der Bronzemedaille zumindest noch ein bisschen Metall mit nach Hause zu nehmen. In der Vergangenheit gab es aber selten „Bronzefinals“, in denen nicht zu erkennen war, dass beide Teams das nicht mehr hundertprozentig ernst nehmen.
Rotation, Einstellung, Spannungsabfall – mit kompetitivem Fußball auf höchstem Niveau hat das alles nichts mehr zu tun. Und das stellten vor allem die Franzosen unter Beweis. Was für eine lustlose, bodenlose erste Halbzeit das doch war. Eine, in der man England geradezu zum Toreschießen eingeladen hat.
Die Antwort auf die Frage, wer dieses Spiel braucht, ist also eher nicht: die Spieler. Aber vielleicht ist die Antwort ja: die Fans. In langer Tradition ist das Spiel um Platz drei ein wunderbares Beispiel dafür, wie Fußball aussehen kann, wenn der enorme Druck nicht mehr da ist. Wenn es quasi egal ist, wie das Spiel ausgeht, weil in ein paar Jahren, ach, schon morgen nach dem Finale ohnehin niemand mehr darüber sprechen wird, wer dieses Spiel gewann.
Es sind die Lockerheit, die Lässigkeit, die Bedeutungslosigkeit, die fehlende Intensität, die zu einer anderen Art Fußball führen. Unterhaltsam und in gewisser Form wie eine Parodie dessen, was wir sonst bei solchen Turnieren sehen. Als würden die Teams gegen den berühmten Stock im Hintern protestieren wollen, unter dem sie sonst vor lauter Druck leiden.
Dabei wollen sie einfach nur sagen: Eigentlich will ich nicht hier sein. Und genau das macht diese Spiele auf eine seltsame Art und Weise unterhaltsamer als die meisten anderen bei einer WM. So ein Spiel ist im normalen Leistungssportalltag nahezu unmöglich. Und bevor jetzt jemand mit Paris und Bayern kommt: Das war ein ganz anderes Intensitätslevel. Intensität gab es in diesem Spiel nämlich fast gar nicht – genau deshalb war es so eine freakige Nummer.
Man sollte deshalb aber auch vorsichtig sein, die großen sportlichen Analysen nach so einem Spiel ziehen zu wollen. Die sportliche Aussagekraft tendiert gegen Null. Und doch ist es bemerkenswert, wie die Franzosen aus der Kabine kamen, nachdem sie 0:4 zurückgelegen haben.
Ein wichtiger Faktor dafür war Dayot Upamecano. Der Innenverteidiger des FC Bayern gewann nicht nur den wichtigen Zweikampf vor dem 1:4-Anschlusstreffer, er brachte auch eine ganz neue Mentalität ins Spiel, die sich von hinten nach vorn durchzog. Er zog seine Mitspieler aus dem Loch, ging voran und half enorm dabei, diese Partie nochmal ins Leben zurückzubringen. Kurz vor Schluss leitete er noch das 4:5 ein, sah beim 4:6 aber auch etwas unglücklich aus.
Es gab in der Vergangenheit schon absurde Statistiken darüber, wie oft Frankreich mit Upamecano kaum Gegentore kassiert und wie sich das ändert, wenn er nicht auf dem Rasen steht. Viele reden über Kylian Mbappé, Michael Olise oder Ousmane Dembélé, aber vielleicht ist es ja Upamecano, der der ganz große Gamechanger dieser Nationalmannschaft ist.
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Harry Kane blieb ohne Einsatz.
Katastrophale erste Hälfte ohne Intensität, ohne Impulse, ohne Einbindung. Sehr starke zweite Halbzeit mit guten Dribblings, Pässen und vielen gefährlichen Abschlüssen. Steuerte bei der zwischenzeitlichen Aufholjagd zwei Assists bei, verpasste bei mehreren Gelegenheiten aber selbst sein verdientes WM-Tor. Miasanrot-Note: 3
Kommt zur Halbzeit und bewegt sofort etwas. Gewinnt Zweikämpfe baut das Spiel gut auf, stachelt seine Mitspieler an. Gewinnt den Zweikampf vor dem 1:4 und leitet das 4:5 mit ein. Das sechste englische Tor fällt aus seiner Sicht etwas unglücklich. Miasanrot-Note: 2,5
Das Finale steht an. Spanien und Argentinien treffen um 21 Uhr aufeinander. Das ZDF und MagentaTV übertragen.
Alle Hintergründe zur WM 2026 findet ihr in Form von Taktikanalysen zum DFB-Team, den Spielern des FC Bayern München und zur Weltmeisterschaft generell auf unserer großen Übersichtsseite: WM 2026: Taktiken, Analysen und die Bayern-Achse im DFB-Team und im Turnier







































