REAL TOTAL
·12. Mai 2026
WM-Aus für Carvajal – nur ein Madrilene im Spanien-Kader?

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Daniel Carvajal hat im Sommer frei – Foto: Denis Doyle/Getty Images
MADRID. Es war abzusehen, jetzt ist es auch offiziell: Daniel Carvajal wird nicht an der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) teilnehmen. Nachdem er dieses persönliche Ziel vor Monaten ausgesprochen hatte, befindet sich der Kapitän von Real Madrid nun nicht einmal im vorläufigen Kader der spanischen Nationalmannschaft, der immerhin 55 Spieler umfasst.
Von den Königlichen nominiert wurden dafür Dean Huijsen, Fran García und Gonzalo García, während Nationaltrainer Luis de la Fuente aus dem Real-Ensemble auch für Álvaro Carreras keine Verwendung findet. Vor Turnierbeginn muss das Aufgebot auf 26 Spieler reduziert werden. Mit Huijsen könnte am Ende nur ein Real-Profi übrig bleiben, da die beiden Garcías in der „Selección“ für gewöhnlich keine Rolle spielen. Der Linksverteidiger steht bei zwei Länderspielen, die er im Oktober 2023 absolvierte. Der Angreifer kam für die A-Auswahl noch gar nicht zum Zug. Allein ihre Präsenz auf der langen Liste ist eine Überraschung.
Die Abstinenz von Leitwolf Carvajal im Vergleich dazu hingegen durchaus. Andererseits konnte der 34-Jährige in den vergangenen Wochen und Monaten keinerlei Werbung für sich machen. Nach seinem Anfang Oktober 2024 erlittenen Totalschaden im rechten Knie – Riss des vorderen Kreuzbandes, Riss des äußeren Seitenbandes, Riss der Sehne in der Kniekehle – und dem Comeback im Sommer 2025 ist Carvajal merklich nicht der Alte. Stattdessen wird er immer wieder von Verletzungen heimgesucht. Dass er in der sich dem Ende nähernden Saison auf 20 Einsätze kommt, klingt erst einmal nach viel, jedoch sammelte er dabei nur knapp unter 900 Einsatzminuten. Die Nummer 2 gehörte der Startelf in lediglich acht Pflichtspielen an. Zu wenig, um ernsthaft für die WM in Frage zu kommen – selbst als Reservist.
Weil Trent Alexander-Arnold, Neuzugang aus dem vergangenen Sommer, auf der rechten Abwehrseite mittlerweile die erste Wahl ist, soll Carvajal sowohl mit Xabi Alonso als auch mit dessen Nachfolger Álvaro Arbeloa seine Differenzen gehabt haben – obwohl er der einzig verbliebene Profi aus der Mannschaft ist, der einst noch mit beiden zusammen auf dem Rasen gestanden hatte. Damals war sein Verhältnis zu beiden gut gewesen, gerade zu Arbeloa, für ihn eine Art Mentor auf der gleichen Position.
Carvajal steuert nun auf einen Sommer zu, der seiner Karriere womöglich nicht gerecht wird. Sein Vertrag bei Real läuft aus, wird angesichts seiner sportlich inzwischen geringen Brauchbarkeit voraussichtlich nicht verlängert. Ziehen könnte es ihn zu Schwager Joselu nach Katar zu Al-Gharafa, dort war er in der Winterpause schon einmal zu Besuch. Abschied nehmen würde der Routinier am 23. Mai im Estadio Santiago Bernabéu gegen den Athletic Club mit dem Abschluss einer zweiten titellosen Saison in Folge – und somit inmitten einer großen Krise des Klubs. Der Mann, der als Champions-League-Triumphator, Torschütze im Finale gegen Borussia Dortmund und Europameister 2024 noch als Kandidat auf den Ballon d‘Or galt.
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