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·14. Juni 2026
WM: Favorit Brasilien und die Schweiz straucheln zum Auftakt und Schottland beendet einen 36-jährigen WM-Fluch!

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·14. Juni 2026

Die ersten sportlichen Ausrufezeichen bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika sind gesetzt und haben direkt für die ersten faustdicken Überraschungen gesorgt. In der hart umkämpften Gruppe C erlebte der Top-Favorit aus Südamerika einen unerwarteten Dämpfer, während auf der britischen Insel Freudentränen vergossen wurden. Parallel dazu kam es in der Gruppe B auf mexikanischem Boden zu einem dramatischen Last-Minute-Drama, das den europäischen Vertretern wertvolle Zähler im Kampf um die K.-o.-Runde kostete.
Ein herber Dämpfer für die Selecao pünktlich zum Turnierstart: Im mit Spannung erwarteten Eröffnungsspiel der Gruppe C kam der Titelfavorit Brasilien nicht über ein mageres 1:1-Unentschieden gegen ein leidenschaftlich aufspielendes Marokko hinaus. Vor einer stimmungsvollen Kulisse im New Jersey Stadium in New York übernahmen die Nordafrikaner mutig die Initiative. Wie aus einem aktuellen Spielbericht von HT Spor hervorgeht, schockten die Atlas-Löwen den Rekordweltmeister bereits in der 21. Minute: Nach einem genialen Zuspiel von Real-Star Brahim Diaz behielt Ismael Saibari die Nerven, nahm den Ball elegant an und überwand den brasilianischen Schlussmann mit einem sehenswerten Heber zur verdienten 1:0-Führung für den Außenseiter.
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Die Südamerikaner wirkten geschockt, schüttelten sich jedoch zehn Minuten später kurz und schlugen durch individuelle Extraklasse zurück. In der 32. Minute fasste sich Vinicius Junior an der linken Strafraumecke ein Herz, zog trocken ab und hämmerte das Leder unhaltbar zum 1:1-Ausgleich in die Maschen. Mit diesem Spielstand ging es für beide Mannschaften auch in die Kabinen. Wer in der zweiten Halbzeit einen Sturmlauf des Favoriten erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Da sich beide Teams in den zweiten 45 Minuten weitgehend im Mittelfeld neutralisierten und keine nennenswerten Offensivaktionen mehr zustande brachten, blieb es beim leistungsgerechten Remis. Am nächsten Spieltag steht Brasilien gegen den vermeintlichen Underdog Haiti bereits unter Zugzwang, während Marokko auf die Schotten trifft.

Foto: IHA
Im Parallelspiel der Gruppe C schrieben die Schotten im Boston Stadium kollektiv Fußballgeschichte. In einer intensiven Begegnung besiegte Schottland die Auswahl aus Haiti knapp aber hochverdient mit 1:0. Den goldenen Treffer des Tages markierte Mittelfeldmotor John McGinn bereits in der 28. Minute, als er eine Unachtsamkeit in der haitianischen Hintermannschaft eiskalt zur Führung nutzte. Die zweite Halbzeit war zwar von wütenden, gegenseitigen Angriffsversuchen geprägt, doch die schottische Defensivabteilung stand wie eine Festung und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Für die stolze Fußballnation ist dieser Dreier ein Meilenstein für die Geschichtsbücher. Nach exakt 28 Jahren der Abstinenz feierten die Schotten nicht nur ihre lang ersehnte Rückkehr auf die größte weltweite Fußballbühne, sondern beendeten gleichzeitig einen 36-jährigen WM-Fluch. Den letzten Sieg in einer WM-Endrunde hatte das Team nämlich bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien errungen, als man Schweden in der Gruppenphase bezwingen konnte. Mit diesem historischen Erfolg im Rücken geht es nun in das richtungsweisende zweite Gruppenspiel gegen Marokko, während Haiti vor der Mammutaufgabe gegen die wütenden Brasilianer steht.

Foto: IHA
Ein Wechselbad der Gefühle erlebte unterdessen die Schweiz in der Gruppe B. Die Eidgenossen mussten sich im San Francisco Bay Area Stadium im mexikanischen Monterrey mit einem bitteren 1:1-Unentschieden gegen den Außenseiter Katar abfinden. Die Partie, die unter der Leitung des honduranischen Schiedsrichters Said Martinez stand, begann für das Team von Trainer Murat Yakin absolut nach Plan. Nach einem Foulspiel im Strafraum entschied der Unparteiische in der 14. Minute folgerichtig auf Strafstoß für die Europäer. Angreifer Breel Embolo übernahm in der 17. Minute die Verantwortung und verwandelte den Elfmeter sicher zur 1:0-Führung.
Mit diesem knappen Vorsprung ging es für die Eidgenossen auch in die verdiente Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer eine drückend überlegene Schweizer Mannschaft, die es jedoch sträflich versäumte, den Sack vorzeitig mit einem zweiten Treffer zuzumachen. Diese mangelnde Chancenverwertung rächte sich in der Nachspielzeit brutal: In der 94. Minute warf der Asienmeister noch einmal alles nach vorne und schockte die Schweiz, als Boualem Khoukhi eine späte Unkonzentriertheit zum viel umjubelten 1:1-Endstand nutzte. Da sich im Parallelspiel der Gruppe auch Co-Gastgeber Kanada und Bosnien-Herzegowina mit einem 1:1-Remis trennten, ist in der Gruppe B vor dem zweiten Spieltag noch absolut alles völlig offen.







































