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·14. Juli 2026

WM Halbfinale morgen: England gegen Argentinien: Darauf kommt es an

Artikelbild:WM Halbfinale morgen: England gegen Argentinien: Darauf kommt es an

Wenn England am Mittwoch um 21.00 Uhr MESZ live in der ARD und bei MagentaTV auf Argentinien trifft, stehen im Halbfinale der WM vor allem die Schlüsselduelle im Mittelpunkt. Zwischen Harry Kane und Lionel Messi prallen die beiden prägenden Figuren aufeinander, doch auch im Zentrum, an der Seitenlinie und womöglich vom Punkt aus könnte sich die Partie entscheiden.

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Bildkombination vor dem WM-2026-Halbfinale: Englands deutscher Trainer Thomas Tuchel (links) und Argentiniens Trainer Lionel Scaloni duellieren sich am 15. Juli 2026 im Atlanta Stadium. (Foto: Charly Triballeau und Odd Andersen / AFP)


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England - Argentinien1/2

Mi 15.07. · 21:00 Uhr · ARD

Die Stars im Fokus

Natürlich richtet sich der Blick zuerst auf die beiden Anführer. Englands Rekordtorschütze Harry Kane prägt seit Jahren die Offensive der Three Lions und geht auch bei diesem Turnier voran. Auf der anderen Seite steht Lionel Messi, der auch mit 39 Jahren noch Spiele mit einer einzigen geniale Aktion entscheiden kann.

Die beiden verkörpern unterschiedliche Fußballwelten, bringen aber dieselbe Qualität mit. Sie liefern, wenn es darauf ankommt. Auch im Torjäger-Rennen sind beide ganz vorne dabei: Kane kommt auf sechs Treffer, Messi auf acht. Ebenfalls bei sechs Toren liegt Jude Bellingham.

Kontrolle im Zentrum und kluge Köpfe an der Linie

Vielleicht schreiben am Ende aber andere die entscheidenden Szenen. Bei England ist Declan Rice einer der heimlichen Motoren, bei Argentinien erfüllt Enzo Fernández eine ähnliche Rolle. Beide schließen Räume, gewinnen zweite Bälle, geben den Rhythmus vor und schaffen damit die Basis, auf der die Stars vor ihnen glänzen können. Gerade in einem Halbfinale, in dem beide Mannschaften defensiv in der Regel hervorragend organisiert sind, könnte die Kontrolle im Mittelfeld zum entscheidenden Faktor werden.

Auch auf den Trainerbänken treffen unterschiedliche Ansätze aufeinander. Englands deutscher Teammanager Thomas Tuchel gilt als Detailfanatiker und Taktikexperte, der für fast jeden Gegner einen eigenen Plan entwickelt. Unter seiner Führung tritt England flexibel, strukturiert und defensiv stabil auf. Lionel Scaloni hat Argentinien dagegen zu einer verschworenen Einheit geformt. Der Weltmeister-Coach versteht es wie kaum ein anderer, seine Mannschaft emotional aufzuladen und zugleich taktisch diszipliniert auszurichten.

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Bildkombination vor dem WM-2026-Halbfinale: Englands Harry Kane (links) und Argentiniens Lionel Messi stehen sich am 15. Juli 2026 im Atlanta Stadium gegenüber. (Foto: Roberto Schmidt und Chandan Khanna / AFP)

Nervenprobe, Schiedsrichter und alte Rivalität

Falls nach 120 Minuten noch kein Sieger feststeht, könnte aus dem Spiel ein Psychoduell werden. England hat sein historisches Trauma im Elfmeterschießen in den vergangenen Jahren teilweise abgelegt und verfügt mit Kane über den wohl sichersten Schützen der Welt. Auf der anderen Seite ist Argentiniens Keeper Emiliano Martínez als Elfmeterkiller bekannt. Er provoziert Gegenspieler, spielt mit deren Nerven und wächst in den entscheidenden Momenten regelmäßig über sich hinaus. Messi selbst hat in diesem Turnier beide bisherigen Elfmeter verschossen.

Für zusätzliche Diskussionen sorgt auch die Schiedsrichterfrage. Mehrere VAR- und Referee-Entscheidungen zugunsten Argentiniens haben in den vergangenen WM-Wochen Debatten ausgelöst, Kritiker vermuten einen Messi-Bonus. Gegnerische Trainer und Fans bemängelten wiederholt fehlende Konsequenz bei strittigen Szenen, Ägyptens Coach Hossam Hassan sprach sogar von „Manipulation“. Belege dafür gibt es nicht, dennoch dürfte der US-Amerikaner Ismail Elfath am Mittwoch fast so stark im Fokus stehen wie die Spieler selbst.

Dazu kommt die historische und emotionale Dimension. Von Diego Maradonas berüchtigter „Hand Gottes“ und seinem „Jahrhunderttor“ bei der WM 1986 bis zu David Beckhams Platzverweis 1998 verbindet England und Argentinien auf der WM-Bühne eine besonders aufgeladene Rivalität. Wenn Leidenschaft auf Titeldruck trifft, wird es schnell hitzig. Schon nach Englands Viertelfinale gegen Norwegen kam es in Miami zu Auseinandersetzungen zwischen englischen und argentinischen Fans.

Deshalb hat die Polizei in Atlanta die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Englische Anhänger sollen vom Verband per WhatsApp informiert worden sein, in welchen Kneipen sie feiern können. Die Rivalität soll sich am Ende ausschließlich auf dem Platz entladen.

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