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·3. Juli 2026

WM-Tag #22: VAR-Drama bei Kroatien, Spanien und Schweiz sicher weiter

Artikelbild:WM-Tag #22: VAR-Drama bei Kroatien, Spanien und Schweiz sicher weiter

Tag 22 hatte die bis dato dramatischste Partie zu bieten. Nach einem VAR-Drama in der Nachspielzeit endete der WM-Traum der Kroaten um Modrić und Co. gegen Portugal denkbar bitter. Top-Favorit Spanien setzte sich hingegen gegen chancenlose Österreicher durch. Auch die Schweizer hatten gegen enttäuschende Algerier wenig Mühe.

Österreich chancenlos gegen Spanien


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Mit Spanien ist der nächste Top-Favorit auf den WM-Titel souverän in das Achtelfinale eingezogen. Die Mannschaft von Coach Louis de la Fuente ließ Österreich mit einem klaren 3:0 keine Chance. Kurz vor der Halbzeitpause war es Oyarzabal, der die Spanier in Führung brachte (36.). Nach einem hervorragend ausgespielten Spielzug netzte Mitte der zweiten Hälfte Porro nach Baena-Vorarbeit per Kopf ein (66.). Die Österreicher um den deutschen Trainer Ralf Rangnick gingen vor allem in der Schlussphase mehr Risiko ein, weshalb defensiv die Räume immer größer wurden. Die "Furia Roja" nutzte dies allerdings eiskalt aus. Oyarzabal wurde mit einem Steilpass von Cucurella perfekt in Szene gesetzt, schnürte den Doppelpack und schraubte seine Torausbeute bei dieser WM auf vier Treffer hoch (89.). Unter dem Strich dürfen die Österreicher mit dem Einzug in die K.-o.-Runde sicherlich zufrieden sein. Gegen einen der Top-Favoriten des Turniers wurden den ÖFB-Kickern allerdings die Grenzen aufgesetzt. Die Truppe um Sabitzer, Laimer und Co. probierte zwar dagegen zu halten, gegen die individuelle Klasse der Spanier war letztlich aber wenig entgegenzusetzen. Die Spanier hingegen dürfen nach 2010 weiter vom WM-Titel träumen. Im Achtelfinale wartet dann am kommenden Montag in Dallas (21.00 Uhr MEZ) der Nachbar aus Portugal.

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Kroatien scheidet nach VAR-Drama gegen Portugal aus

Die bis dato wohl dramatischste Partie bekamen die Zuschauer in Toronto zu sehen. Im Duell der beiden Routiniers Ronaldo und Modrić setzte sich der Portugiese nach einem wahrlichen Drama knapp mit 2:1 durch. In Hälfte eins fielen zunächst keine Tore, wobei Portugal mehr vom Spiel hatte und gefährlicher war. Zwingende Torchancen sprangen aber zunächst nicht heraus. Im zweiten Durchgang brachte wenige Minuten nach Wiederanpfiff nach einer Stanišić-Flanke der ehemalige Bundesliga-Spieler Perišić die Kroaten in Führung (53.). Wenig später bescherte der eingewechselte Matanović den Kroaten sogar den zweiten Treffer, der aufgrund einer Abseitsposition aber wieder aberkannt wurde. Auch Ronaldo kam zu seinem umjubelten ersten Treffer, wobei hier der VAR eingreifen und den Treffer aufgrund von Abseits wieder zurücknehmen musste (61.). Daraufhin sollte dann das VAR-Drama seinen Lauf nehmen. Ein Foulspiel von Vlašić an Veiga ahndete der norwegische Schiedsrichter Eskas zunächst nicht. Abermals schritt der VAR ein und der Norweger entschied nach Einsicht der TV-Bilder auf Strafstoß. Da der Kroate den portugiesischen Verteidiger mit beiden Armen festhielt, ging die Entscheidung in Ordnung. Den fälligen Strafstoß verwandelte CR7 eiskalt, sorgte so für seinen allerersten Treffer bei einer K.-o.-Phase einer WM und avancierte gleichzeitig zum ältesten Torschützen bei einer WM-K.-o.-Phase (68.). Die Kroaten ließen sich vom Treffer nicht beirren und gingen abermals in Führung. Der Sučić-Treffer wurde wieder wegen Abseits aberkannt (80.). Während die Kroaten an den unglücklichen Entscheidungen verzweifelten, gelang den Portugiesen dann doch noch der erlösende Treffer. Leão flankte von links perfekt auf Ramos, der im Strafraum am höchsten sprang, in der Luft das Duell gegen gleich zwei Verteidiger gewann und per Kopf sehenswert zur 2:1 Führung traf (90.+4). Der Treffer war allerdings nicht der Schlusspunkt in der Partie. Für die Kroaten kam es nochmals knüppeldick, denn durch den eingewechselten Gvardiol gelang zwar tatsächlich noch der Ausgleich in der 13. Minute der Nachspielzeit. Abermals schritt der VAR ein und nahm das Tor zurück, da Assistgeber Pasalić beim verlängerten Ball von Matanović im Abseits stand. Am Ende mussten sich die tapfer wehrenden Kroaten mit dem WM-Aus abfinden. Der kroatische Superstar Modrić stand dabei zum letzten Mal bei einer WM auf dem Platz. Für CR7 und Co. hingegen geht die WM-Reise weiter. Am kommenden Montag kommt es zum Top-Duell gegen Spanien.

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Schweiz gibt sich gegen Algerien keine Blöße

Auch für die Schweizer geht die WM-Reise weiter. Die Mannschaft um Kapitän Xhaka setzte sich gegen Algerien verdient mit 2:0 durch. Der ehemalige Gladbacher Embolo brachte die Eidgenossen nach einem Solo-Lauf des Freiburgers Manzambi früh auf die Siegerstraße (10.). Direkt nach der Halbzeitpause sorgte dann Ndoye für die Vorentscheidung (46.). Nach einer ordentlichen ersten Hälfte ließen die Algerier vor allem offensiv im zweiten Durchgang vieles vermissen. Die Schweizer hatten so wenig Mühe, die Führung bis zum Schlusspfiff zu verteidigen. Mit dem Erfolg stehen die Eidgenossen verdient im Achtelfinale. Am kommenden Dienstag (22.00 Uhr MEZ) trifft man dann in Vancouver auf den Sieger der Partie zwischen Kolumbien und Ghana.

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Foto: Mattia Ozbot/Getty Images

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