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·1. Januar 2026

WM-Watch: Welche Stars sind bereit für Nordamerika – und welche nicht?

Artikelbild:WM-Watch: Welche Stars sind bereit für Nordamerika – und welche nicht?

Wir befinden uns im Eiltempo auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Nordamerika. Pünktlich zum Jahreswechsel starten wir mit unserer zweiten Ausgabe der WM-Watch und zeigen, welche Stars aktuell überzeugen – und wer um sein Ticket für Nordamerika kämpfen muss.

Nach der ersten umfassenden Standortbestimmung Ende November hat es wieder einige neue Entwicklungen gegeben. Wir blicken somit noch einmal auf den Dezember zurück und betrachten genauer, auf welche DFB-Stars der Bundestrainer in den kommenden Monaten ein besonderes Auge haben sollte.


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DFB-Team: Die gesetzten Stammspieler

Wie in jeder Mannschaft gibt es natürlich auch unter Julian Nagelsmann einen Kern an Spielern, die absolut gesetzt sind. Im Vergleich zum letzten Monat hat sich an ihrer Stellung im Team nichts geändert, da sie sich weiterhin in Topform befinden. Dazu gehören Kapitän Joshua Kimmich, Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah, Aleksandar Pavlović und Nick Woltemade. Auch David Raum sollte zu Beginn des WM-Jahres links hinten die erste Wahl bleiben.

Formstarke Spieler, die sich weiter aufdrängen:

Angelo Stiller: Der Mittelfeldakteur vom VfB Stuttgart hat unter Julian Nagelsmann einen schweren Stand. Beim letzten Lehrgang wurde er gar nicht nominiert, was auf kollektives Unverständnis stieß. In der kompletten WM-Qualifikation durfte er lediglich beim desaströsen Auftritt gegen die Slowakei starten. Aufgrund seiner aktuellen Form sollte er aber zwangsläufig wieder Teil des Kaders sein.

Deniz Undav: Ähnlich wie bei seinem Teamkollegen Stiller verpasste Undav sogar drei Nominierungen in Folge. Auch aufgrund von Verletzungsproblemen. Und das, obwohl er zeitweise als neuer Stürmer Nummer eins beim DFB gehandelt wurde. Nach seinem überragenden November blieb Undav auch im Dezember in starker Verfassung und war an drei Toren direkt beteiligt.

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Foto: Getty Images 

Nathaniel Brown: Eine der wenigen Lichtblicke und absoluter Dauerbrenner bei der Eintracht zeigte Brown im November einige überzeugende Leistungen. In Erinnerung bleiben wird vor allem sein Spiel gegen den FC Barcelona, in dem er den zwischenzeitlichen Führungstreffer der Eintracht nach einem tollen Lauf vorbereitete. Nach zwei Nominierungen in Folge hat Brown gegenüber Maximilian Mittelstädt klar die Nase vorne – und könnte bei seiner Form auch noch Druck auf den etablierten Raum ausüben.

Kevin Schade: Schade ist jemand, der in Deutschland oftmals etwas unter dem Radar fliegt. Der Ex-Freiburger zeigt bei Brentford in der Premier League konstant starke Leistungen und gehört zum Stammpersonal. Ende Dezember erzielte Schade beim 4:1-Sieg gegen Bournemouth einen Hattrick. Für Nagelsmann ist er weiterhin ein spannendes Profil.

Lennart Karl: Eines der derzeit heißesten diskutierten Themen in Fußballdeutschland ist die Frage: Muss Karl mit zur WM? Beim FC Bayern gehört der 17-Jährige aktuell fast immer zur ersten Wahl. Lediglich im Spiel gegen den VfB Stuttgart kam er von der Bank. Der U21-Nationalspieler überzeugt aktuell mit konstanten Leistungen, auch auf höchstem Niveau. Sollte er weiterhin so abliefern, ist eine Einladung zum nächsten Lehrgang quasi unumgänglich.

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Spieler auf Formsuche/Neue Chance 2026:

Florian Wirtz: Ähnlich wie sein Verein, der FC Liverpool, findet auch Wirtz immer besser in Tritt. Beim 2:1-Sieg gegen die Wolves erzielte er endlich seinen ersten Treffer in der Premier League – eine Woche zuvor konnte er gegen Tottenham mit einem Assist glänzen. Zudem stand er in jedem Ligaspiel im Dezember in der Startelf. Der 22-Jährige war beim DFB auch in einer etwas schwierigeren Phase gesetzt. Sollte er in den kommenden Monaten seine Form noch weiter steigern, führt natürlich kein Weg an ihm vorbei.

Leon Goretzka: Wie Wirtz ist er unter Nagelsmann ebenfalls gesetzt, doch seine sportliche Rolle beim FC Bayern sieht etwas anders aus. In wichtigen Spielen führt bei Vincent Kompany kein Weg am Duo Kimmich/Pavlovic vorbei. Für den mittlerweile 30-Jährigen bleibt oftmals nur die Jokerrolle. Zudem konnte Goretzka im November selten überzeugen. Eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags gilt als unwahrscheinlich. Es bleibt spannend, wie Nagelsmann 2026 mit der Personalie Goretzka umgehen wird.

Marc-André ter Stegen: Auf ter Stegen kommen richtungsweisende Monate zu. Nach dem Rücktritt von Manuel Neuer nach der Heim-EM 2024 wurde ter Stegen zur neuen Nummer eins. Seither plagen ihn jedoch Verletzungsprobleme, weshalb Oliver Baumann derzeit das Tor des DFB hütet. Bei seinem Stammverein Barcelona wurde der Deutsche von seinem Landsmann Hansi Flick degradiert und spielt hinter Joan Garcia maximal die zweite Geige. Nagelsmann hat ter Stegen klargemacht, dass er dringend Spielzeit benötigt, um 2026 im Tor zu stehen. Dafür ist ein Vereinswechsel die einzige Möglichkeit. Girona soll Interesse bekundet haben.

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Nicklas Füllkrug: Für ihn liegen seit der Heim-EM anderthalb frustrierende Jahre zurück. Bei West Ham United konnte sich der ehemalige Bundesligastürmer nicht durchsetzen, auch weil er immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde. Nun geht Fülle den Schritt nach Italien zum AC Mailand. Dort möchte er die Lücke im Sturm der Rossoneri schließen und sich für einen Platz im Kader empfehlen.

Antonio Rüdiger: Eine weitere spannende Personalie ist Antonio Rüdiger, Innenverteidiger von Real Madrid. Nach einer Oberschenkelverletzung zu Saisonbeginn verpasste Rüdiger einen Großteil der Spiele, inklusive der letzten beiden Länderspiel-Lehrgänge. Seit seiner Rückkehr gehört er bei den Königlichen zur ersten Wahl. Der Weg zurück in die Startelf der Nationalmannschaft könnte jedoch ein weiter sein.

Said El Mala: Neben Karl ist der Kölner wohl einer der Hoffnungsträger für die Zukunft. Er durfte beim letzten Mal mit dabei sein und mit der A-Nationalmannschaft trainieren. Sein Debüt blieb ihm allerdings verwehrt. Der insgesamt schwierige Kölner Monat war auch für El Mala nicht leicht. Er sollte bei entsprechenden Leistungen in den nächsten Monaten aber auch beim DFB sein Können unter Beweis stellen dürfen.

Verletzte Spieler:

Kai Havertz: Dass Nagelsmann ein großer Fan von ihm ist, ist kein Geheimnis. Ähnlich wie bei Füllkrug waren die letzten Monate nicht leicht. Mehrmals wurde der Arsenal-Star von Verletzungen zurückgeworfen, doch nun ist seine Leidenszeit vorbei. Beim 4:1-Sieg gegen Aston Villa feierte er sein Comeback im Kader, am kommenden Samstag könnten wir ihn wieder auf dem Platz sehen. Sollte er bis zum Sommer fit werden und seine gewohnte Leistung bringen, ist er ein unverzichtbarer Spieler für die deutsche Nationalmannschaft.

Jamal Musiala: Noch etwas weiter vom Comeback entfernt ist Jamal Musiala. Dennoch konnte er im Dezember große Fortschritte erzielen und zum ersten Mal seit seiner Horrorverletzung während der Klub-WM mit der Mannschaft trainieren. Ein fitter Musiala ist bei der WM in diesem Jahr gesetzt.

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Mit Tim Kleindienst, Jonathan Burkardt und Assan Ouedraogo arbeiten einige DFB-Spieler zu Beginn des Jahres 2026 an ihrem Comeback. Insbesondere die Situation im Sturm ist interessant. Denn nach dem gesetzten Woltemade ist das Rennen um die Plätze zwei und drei im Sturm komplett offen.

Welche Namen haben euch gefehlt? Wer sollte in der nächsten Ausgabe der WM-Watch dabei sein? Wen sollte Nagelsmann unbedingt zur WM im Sommer mitnehmen? Schreibt es uns in die Kommentare!

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