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·24. Juni 2026
„WM wird verkauft“: Lahm schimpft über FIFA-Boss Infantino

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·24. Juni 2026

Sportlich schreibt die WM 2026 eine Geschichte nach der anderen. Dennoch gibt es weiterhin viel Kritik an der FIFA.
Die kommt unter anderem von Philipp Lahm. Besonders die Nähe von FIFA-Boss Gianni Infantino zu US-Präsident Donald Trump hält der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft für bedenklich. „Man hegt den Verdacht, dass sie persönliche Vorteile aus ihren Ämtern ziehen“, so Lahm in seiner Zeit-Kolumne: „Die WM wird verkauft. Das raubt dem Fußball Glaubwürdigkeit. Daraus resultiert das Unbehagen der Fans. Dieses Spiel ist ein perfektes Mittel für die Menschheit, ihr Zusammenleben zu verhandeln. Doch am Fußball zerren auch Figuren, die etwas anderes im Sinn haben, etwas Zwielichtiges.“
Die dynamischen Ticketpreise sind dem langjährigen Bayern-Profi ein Dorn im Auge. Die Kosten für die Tickets ergeben sich aus der Nachfrage, wodurch Finalkarten für rund 10.000 Euro über die Ladentheke gingen. „Kritik sollte man dort üben, wo sie angebracht ist. Da wären zum Beispiel die Ticketpreise. Die maximiert die Fifa, indem sie keine ehrlichen Angaben über die wahre Nachfrage macht“, schimpfte Lahm und lobte UEFA-Präsident Alexander Ceferin, der für die EM in zwei Jahren günstige Tickets angekündigt hat.
Doch nicht nur die enormen Kosten sind für Lahm Grund zur Kritik. „Zudem irritiert mich der wiederkehrende Vorschlag, die WM alle zwei Jahre auszutragen. Ein Turnier braucht Vorbereitung und Nachbereitung, um nachhaltig zu wirken“, betonte er: „Und die aufgeblähte Klub-WM hat den ohnehin schon vollen Kalender verdichtet. Mit einem zusätzlichen Turnier über mehrere Wochen und teilweise extremen Temperaturen ist die Belastung für die Spieler weiter gestiegen.“

Foto: Getty Images
Der Aufstockung des Teilnehmerfeldes auf 48 Mannschaften kann Lahm dagegen viel Positives abgewinnen. Es sei schließlich die Aufgabe der FIFA, „den Fußball überall weiterzuentwickeln. Das geht nur über Teilhabe. Qualitätsunterschiede sind in Kauf zu nehmen.“







































