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·2. Februar 2026
„Wollen Meister werden!“: Schlotterbeck schickt Kampfansage an Bayern

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·2. Februar 2026

Der FC Bayern hat im Titelrennen der Bundesliga plötzlich wieder Konkurrenz. Nach dem 2:2-Unentschieden beim Hamburger SV und dem Dortmunder Zittersieg gegen Heidenheim ist der Vorsprung der Münchner geschmolzen. BVB-Kapitän Nico Schlotterbeck nutzt die Situation für eine klare Ansage Richtung Säbener Straße.
Erstmals in dieser Bundesliga-Saison blieb der deutsche Rekordmeister zwei Spiele in Serie ohne Sieg. Auf die 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg folgte das 2:2 beim Hamburger SV – ein weiterer Dämpfer für die Mannschaft von Vincent Kompany. Borussia Dortmund nutzte die Gelegenheit und verkürzte mit einem 3:2-Erfolg gegen Schlusslicht Heidenheim den Rückstand auf sechs Punkte.
Nach dem Spiel trat Dortmunds Kapitän Nico Schlotterbeck selbstbewusst vor die Kameras. Im Gespräch mit DAZN formulierte der Nationalspieler eine klare Zielsetzung – und richtete seine Worte bewusst nach München. „Man muss als BVB langsam auch mal den Anspruch haben, den Fans zu sagen, wir wollen Meister werden. Die Jungs und ich wollen angreifen“, erklärte der 26-Jährige.
Schlotterbeck blickte dabei bereits auf das kommende Programm der Bayern. „Die Bayern spielen nächste Woche gegen Hoffenheim. Natürlich müssen wir weiter punkten, aber wir probieren da zu sein. Und die Bayern kommen noch zu uns“, sagte er mit Blick auf das direkte Duell am 28. Februar in Dortmund. Dort könnte der Titelkampf endgültig an Brisanz gewinnen.
Trotz des glücklichen Sieges gegen Heidenheim blieb Schlotterbeck kämpferisch. „Wir haben heute natürlich glücklich gewonnen. Aber das ist mir scheißegal. Vielleicht fangen die Bayern an, langsam auch mal zu überlegen“, schob er hinterher.
Während Schlotterbeck öffentlich die Meisterfrage stellte, hielten sich die Verantwortlichen beim BVB deutlich zurück. Sportdirektor Sebastian Kehl zeigte sich nach dem Spiel eher skeptisch. „Ich tue mich ein bisschen schwer, nach diesem Spiel heute und nach dieser Leistung darauf einzugehen. Ich glaube, es macht jetzt auch keinen Sinn, wir müssen besser Fußball spielen“, erklärte Kehl.
Auch Trainer Niko Kovac versuchte, die Erwartungen zu dämpfen. „Ich weiß nicht, ob Schlotti das so eins zu eins gesagt hat. Mein Fokus liegt im Rückspiegel. Ich möchte erstmal die hinter uns verkleinert sehen“, so der 54-Jährige. Kovac verwies zudem auf die lange Saison: „Es sind noch 14 Spieltage. Wenn dann noch irgendetwas übrig bleibt, gehe ich gerne mit.“
Für den FC Bayern kommt diese Entwicklung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nach Wochen der Dominanz geraten die Münchner erstmals ins Straucheln. Gerade gegen vermeintliche Außenseiter wie Augsburg und den HSV ließ der Tabellenführer Punkte liegen. Der Vorsprung ist weiterhin komfortabel, doch die Fehlerquote ist zuletzt gestiegen.
Bemerkenswert: Es ist nicht die erste Kampfansage Schlotterbecks in Richtung München. Bereits nach der ersten Saisonniederlage der Bayern hatte er betont: „Wir freuen uns. Ich will einfach so lang wie möglich dran bleiben.“ Damals betrug der Rückstand noch acht Punkte – nun sind es nur noch sechs.
Ob der BVB tatsächlich noch einmal ernsthaft in den Titelkampf eingreifen kann, hängt vor allem von der eigenen Konstanz ab. Klar ist jedoch: Die Dortmunder glauben wieder an ihre Chance. Und der FC Bayern spürt erstmals seit Wochen wieder echten Druck von hinten.








































