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·17. Februar 2026
„Wollte mit ihm nie mehr verhandeln“: Eberl berichtet über Ärger mit Berater

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·17. Februar 2026

Die Debatte um die Macht von Spielerberatern im Profifußball reißt nicht ab – und auch beim FC Bayern ist das Thema allgegenwärtig. Sportvorstand Max Eberl hat nun einen persönlichen Einblick in seine Erfahrungen mit der Branche gegeben – und dabei von einem Vorfall berichtet, der ihn nachhaltig geprägt hat.
Auf die Frage, ob es Berater gebe, mit denen er nichts mehr zu tun haben wolle, wurde Eberl im Interview mit SPORT1 offen: „Als ich 2008 anfing, hatte ich eine Verhandlung, nach der ich mir vorgenommen hatte, mich mit diesem Berater nicht mehr an einen Tisch zu setzen. Ich wollte mit ihm nie mehr verhandeln.“
Ein klarer Schnitt also? Nicht ganz. Eberl erklärte, dass er seinen damaligen Vorsatz später noch einmal selbstkritisch hinterfragt habe. „Als der Ärger verraucht war, habe ich mir gedacht: Max, sei ehrlich zu dir! Wenn mir ein Berater einen super Spieler zu guten Konditionen bringt, und ich sage aus persönlicher Abneigung ab, schade ich dem Verein.“
Damit macht der 52-Jährige deutlich, wie sehr er seine Rolle als Funktionär über persönliche Befindlichkeiten stellt. Gerade in Zeiten, in denen Transfersummen, Gehälter und Beraterprovisionen immer weiter steigen, sei ein kühler Kopf gefragt: „Es geht immer um den Klub, nicht um mich. Trotz aller Emotionen muss ich immer die rational beste Entscheidung für den Verein treffen.“

Foto: IMAGO
Eberl unterstreicht damit seinen pragmatischen Ansatz in der Kaderplanung beim FC Bayern. Trotz aller Kritik an überzogenen Forderungen oder schwierigen Verhandlungen will man sich an der Säbener Straße keine Türen verschließen – solange ein Deal sportlich und wirtschaftlich Sinn ergibt.
Nach den zuletzt öffentlich geführten Diskussionen rund um Beraterhonorare und Vertragsdetails zeigt Eberl damit: Persönliche Animositäten dürfen bei ihm keine Rolle spielen.
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