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·29. Juni 2026
Woltemade, Goretzka, Baumann: Können degradierte DFB-Stars Nagelsmann noch helfen?

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Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images
Der Stammplatz im DFB-Team kann schnell verloren gehen. Diese Erfahrung haben bereits zahlreiche Profis unter Bundestrainer Julian Nagelsmann gemacht.
Julian Nagelsmann ist kein Bundestrainer, der besonders konsequent handelt. Der Vorteil davon: Durch eine gewisse Flexibilität und Anpassungsfähigkeit kann er Dinge schneller optimieren, um Deutschland bei der WM 2026 zum Erfolg zu führen. So lässt sich wohl auch seine Kaderpolitik der vergangenen Wochen und Monate beschreiben. Einige Spieler, die vor Kurzem noch Stammspieler waren, sind nun in die zweite und dritte Reihe des DFB-Teams zurückgefallen.
Die Geschichte von Oliver Baumann ist bekannt. Er hielt während der WM-Qualifikation den Kasten für Deutschland sauber, musste nun aber vor der WM 2026 für das Comeback von Manuel Neuer weichen. Fachlich gibt es kaum Experten, die Baumann für besser als Neuer halten, jedoch lief die Kommunikation katastrophal. Nagelsmann und Neuer betonen jedoch, mit Baumann eine Aussprache geführt zu haben. Das Verhältnis gilt als intakt.
Einige Fans wünschten sich, dass Baumann in der Gruppenphase der WM 2026 gegen Ecuador einen Startelfplatz als kleines Dankeschön erhält. Das war jedoch nicht der Fall. Kann Baumann dennoch Nagelsmann helfen? Beim 40 Jahre alten Neuer besteht jederzeit die erhöhte Gefahr einer neuen Verletzung. Baumann müsste dann sofort als Nummer eins einspringen. Daher könnte der Hoffenheimer durchaus noch eine Rolle für Deutschland spielen.
Auch für Leon Goretzka dürfte die Situation nicht besonders angenehm sein. Im Frühjahr war er noch Stammspieler und erhielt sogar eine Einsatzgarantie von Nagelsmann. Nun muss sich der 31-Jährige mit kurzen Einsätzen begnügen; gegen Ecuador kam er gar nicht zum Einsatz. Dass er auch als Ersatzspieler helfen kann, zeigte sich beim Sieg gegen die Elfenbeinküste: Beim Stand von 1:1 sprintete der eingewechselte Goretzka über das ganze Feld, um eine Großchance der Ivorer zu vereiteln.
Bitter ist dagegen die Situation von Nick Woltemade. Der 24-Jährige traf in der WM-Qualifikation noch für Deutschland, doch seine Lage auf Vereinsebene bei Newcastle United verschlechterte sich zunehmend: Nach einem guten Start schwächelte Woltemade.
Er wurde ins Mittelfeld versetzt und dann auf die Ersatzbank verbannt. Nun ist er hinter Kai Havertz und Deniz Undav nur noch Stürmer Nummer drei im DFB-Team. Nagelsmann hat Woltemade noch keine WM-Minuten gegeben.
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