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·1. April 2026

Worte, Wechsel, Widerspruch: Die erstaunlichen Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Frankfurt-Trainer Albert Riera

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Worte, Wechsel, Widerspruch: Die erstaunlichen Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Frankfurt-Trainer Albert Riera

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Hendrik Broschart

1 April, 2026

Mit Frankfurts Albert Riera steht ein Coach auf dem Platz, der dem entlassenen FC-Trainer Lukas Kwasnsiok in Stil, Auftreten und Risikofreude verblüffend ähnelt und für reichlich Unterhaltung sorgen wird im Duell seiner Frankfurter gegen den 1. FC Köln: Erstaunliche Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Albert Riera.

Auch wenn Lukas Kwasniok gegen Frankfurt nicht mehr auf der Trainerbank der Geißböcke Platz nehmen wird, wird im Duell gegen die Eintracht mit Albert Riera ein ganz ähnlicher Coach an der Seitenlinie stehen. Denn der Ex-Cheftrainer der Kölner und der aktuelle Frankfurter sind sich erstaunlich ähnlich.

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Albert Riera, Cheftrainer von Eintracht Frankfurt (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)

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Auch wenn Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt nicht mehr an der Seitenlinie stehen wird, dürfte er gedanklich dennoch präsent sein. Für viele FC-Anhänger wird die Begegnung unweigerlich Erinnerungen an den geschassten Coach wecken. Das liegt nicht nur daran, dass sein früherer Co-Trainer und jetziger Chefcoach René Wagner in der Kürze der Zeit kaum die Möglichkeit haben wird, Kader und Spielidee grundlegend umzubauen. Die eigentliche Parallele findet sich vielmehr auf der Gegenseite, genauer gesagt ebenfalls an der Seitenlinie. Albert Riera, der vor wenigen Wochen auf Dino Toppmöller folgte, erinnert in vielerlei Hinsicht an seinen Kölner Kollegen.

Entertainer auf der Trainerbank

Und Kwasniok hielt sein Versprechen. Unter ihm wurde es am Geißbockheim nie langweilig, wenngleich sich die Chefetage das wohl gerne gewünscht hätte. Kwasnioks Selbstverständnis, ein Zahnrädchen in der Showmaschinerie Bundesliga zu sein, legt einen Vergleich mit Albert Riera nahe. Beide genießen es, ihre Botschaften in bildhafter Sprache zu vermitteln. „Im Vergleich zum Tennis haben wir den ersten Satz in dieser Saison vielleicht 7:5 gewonnen. Den zweiten haben wir 1:6 verloren. Aber wir sind in der Lage, zurückzuschlagen“, teilte Kwasniok etwa nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund vor drei Wochen mit und trug damit in der Öffentlichkeit dick auf, um seinen zu diesem Zeitpunkt wackeligen Cheftrainerposten zu verteidigen. Auch Riera bedient sich gerne bildhafter Sprache und zieht Vergleiche. Mal geht es um Spieler, die von Balkonen springen. Mal sind es Haie, die Blut riechen. Oder darum, dass seine Spieler die Schönsten in der Liga sein sollten.

Überforderung durch Variabilität

Die Parallelen gehen jedoch über die Rhetorik hinaus. Sowohl Kwasniok als auch Riera fordern ihre Teams mit einem hohen Maß an taktischer Variabilität. Häufige Wechsel in der Startelf und Positionsrochaden gehören bei beiden zum Alltag. Kontinuität ist selten, Anpassungsfähigkeit dagegen zwingend erforderlich. Beide stellen ihre Mannschaft durch extreme Variabilität hinsichtlich ihrer taktischen Vorgaben vor enorme Herausforderungen. Das Personal wird häufiger ausgetauscht und die Positionen einzelner Spieler regelmäßig verändert.

Kontinuierliche Einsatzzeit bekamen unter Kwasniok nur Torhüter Marvin Schwäbe und Allrounder Jakub Kaminski. Der Rest musste sich aus Verletzungsgründen oder aus anderen Gründen mit der Bank begnügen. In der Domstadt stand Kwasniok für die häufige Rotation der Anfangself in der Kritik. Auch in Frankfurt lässt Riera Spieler fernab ihrer nominellen Positionen starten. Nationalspieler Nathaniel Brown ist beispielsweise fast überall zu finden, ebenso wie Nnamdi Collins, der ebenfalls auf seiner vermeintlich schwächeren Seite spielt. Arnaud Kalimuendo spielte bereits als Rechtsaußen, Rechtsverteidiger und siegbringenden Mittelstürmer.

„Am Ende zählt die Qualität“

Zudem ist das komplizierte Verhältnis zwischen den Trainern und einigen ihrer Spieler nicht von der Hand zu weisen. Für Unverständnis sorgte am vergangenen Spieltag die Nichtberücksichtigung von Weltmeister Mario Götze für das Derby gegen Mainz, die Riera auf Nachfrage nicht plausibel begründen konnte. Nach der Niederlage gegen die Mainzer sprach der Spanier seinem Team dann auch noch die nötige Klasse ab: „Ich sage immer, dass wir Trainer den Spielern alles beibringen können, aber am Ende zählt die Qualität.“ Damit erinnert er stark an das überraschend deutliche und kontroverse Urteil von Kwasniok über seine Mannschaft, das dieser noch in der Saisonvorbereitung nach dem Spiel gegen Fortuna Köln geäußert hatte.

Auch wenn Kwasniok am Sonntag beim Auswärtsspiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17:30 Uhr, abrufbar im Liveticker via comeon-fc.com) nicht mehr in der Coachingzone stehen wird, wird es durch Riera an Unterhaltung neben dem Platz kaum mangeln.


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