DFB-Frauen
·17. Februar 2026
Wück: "Festigen, was wir angefangen haben"

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·17. Februar 2026

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft startet am 3. März (ab 17.45 Uhr, live in der ARD) in Dresden gegen Slowenien in die Qualifikation zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien. Am 7. März (ab 18 Uhr, live im ZDF-Livestream) geht es im zweiten Spiel in Stavanger gegen Gastgeber Norwegen weiter. Bundestrainer Christian Wück und Sportdirektorin Nia Künzer sprachen über das 23-köpfige Aufgebot und die Zielsetzung für die beiden Auftaktpartien.
... seine Zielsetzung: Es ist klar, dass wir das festigen wollen, was wir angefangen haben. Wir wollen die Lücke zu Spanien und den anderen Topnationen weiter schließen. Wir sind weit in der Entwicklung gekommen und wollen die nächsten Schritte gehen. Ich habe zu Anfang meiner Amtszeit gesagt, dass die ersten Schritte schnell sichtbar sein werden. Die weiteren Schritte werden dann weniger groß, weniger sichtbar sein. Im Final Four der Nations League haben wir sie aber definitiv gesehen. Unser Ziel ist es, diesen Weg weiterzugehen.
... den Kader: Wir wollen den Spielerinnen das Vertrauen zurückgeben. Wir haben eine gute Grundlage im letzten Jahr gefunden. Wir werden nicht mehr so viele neue Spielerinnen auf einen Schlag einladen, aber immer sukzessive etwas Neues probieren. Vivien Endemann ist zum Beispiel dabei, die in Wolfsburg die nächsten Schritte gemacht hat.
... seine Vertragsverlängerung: Es ist ein großer Vertrauensvorschuss, aber auch eine Bestätigung der Arbeit. Die Möglichkeit zu haben, drei große Turniere spielen zu können, war natürlich ein großes Entscheidungskriterium. Wir sehen das Potenzial der Mannschaft, das war auch ein wichtiger Faktor für mich persönlich in den Vertragsgesprächen.
... die längere Abstellungsphase: Es ist etwas Neues. Wir sind selbst sehr gespannt, welche Auswirkungen es auf die Spielerinnen, den Verband und die Vereine haben wird. Ich bin froh, dass ich die Spielerinnen länger zur Verfügung habe, dass wir mehr in Training und die Inhalte gehen können. Für uns im Nationalteam ist es eine gute Maßnahme.
... die England-Legionärinnen: Rebecca Knaak ist zur Zeit die einzige in England, die regelmäßig auf Einsatzzeiten kommt. Lea Schüller wird sich körperlich und athletisch weiterentwickeln, auch gegen den Ball. Ihr Wechsel wird ihr gut tun, sie wird in England den nächsten Schritt gehen. Sjoeke Nüsken war sehr unzufrieden, dass sie in der Hinrunde nicht so viel gespielt hat und wollte sich rauskämpfen. Das hat sie geschafft und das zeigt mir, dass sie auf dem richtigen Weg ist.
... die Gegner: Es sind zwei komplett unterschiedliche Spielweisen. Gegen Slowenien müssen wir spielerische Lösungen gegen eine kompakte und kämpferisch starke Mannschaft finden. Wir werden wenig Räume bekommen. In Norwegen wird das Spiel auf Kunstrasen stattfinden, das ist für uns nicht normal. Dort müssen wir darauf achten, dass wir uns nicht ihre Spielweise aufzwingen lassen. Wir müssen die Überzeugung reinbekommen, dass wir mit unserer Spielweise - egal gegen wen - bestehen wollen und auch, dass wir gegen vermeintlich schwächere Gegner zu 100 Prozent auf dem Platz sind.
... Selina Cerci: Ich sehe Selina nicht als alleinige Spitze, sondern ihre Stärke eher, wenn sie ihren Gegner vor sich hat. Dann kann sie aufdribbeln und ihre Schnelligkeit einsetze. Sie fühlt sich auf dieser Position bei uns sehr wohl, hat das zuletzt gegen Spanien sehr gut gemacht und gegen Schottland auch dort einen Hattrick gemacht. Ich will von den festen Positionen weggehen und die Spielerinnen dort einsetzen, wo ich sie am stärksten sehe.
... Vanessa Fudalla: Ich sehe andere Spielerinnen vor ihr und das hat sich in den letzten Spielen in der Bundesliga nicht geändert. Die Tür ist für keine Spielerin zu, aber das ist eine Entscheidung, die ich zu aktuellem Zeitpunkt so getroffen habe und die sich in den letzten Monaten nicht geändert hat. Wir setzen uns jede Woche zusammen. Ich lasse keine Spielerin zuhause, die uns weiterhelfen könnte.
... die Vertragsverlängerung mit dem Trainerteam: Wir haben 2024 die gemeinsame Arbeit begonnen und zum Ende des Jahres die Chance genutzt, die erste Zeit Revue passieren zu lassen. Wir sind zum Entschluss gekommen, dass wir in der sehr intensiven Zeit das sportliche Maximum herausgeholt haben. Wir haben Höhen und Tiefen gemeinsam gemeistert. Es ist wichtig, die nächsten Schritte gemeinsam zu gehen. Wir haben gemeinsam höhere Ziele und wollen Titel gewinnen. Der Fokus liegt jetzt auf der WM-Qualifikation, die in Ruhe angegangen werden soll, dafür haben wir jetzt Fakten geschaffen.
... die Frauen-Bundesliga: Wir beobachten die Entscheidungen bezüglich der Liga, aber nichtsdestotrotz wird es so oder so eine Entwicklung geben. Das Interesse aller Akteure ist die Professionalisierung und ich gehe davon aus, dass sich das auch jetzt nicht ändern wird. Grundlage ist, dass wir alle die Entwicklung vorantreiben, denn wenn eine starke Liga existiert, haben wir auch eine starke Nationalmannschaft. Das gemeinsame Interesse daran ist da und endet nicht aufgrund dieser Entscheidung.
... Spielort Dresden: Unsere Erfahrungen mit Dresden sind durchaus positiv. Bislang sind 13.000 Tickets verkauf und wir freuen uns alle auf den Spielort.


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