Borussia Dortmund
·13. Januar 2026
In partnership with
Yahoo sportsBorussia Dortmund
·13. Januar 2026
Nach Erfüllung auch der letzten Autogrammwünsche vor allem mehrerer hundert verzückter Chinesen, die eigentlich nur für Fan Zhendong nach Dortmund gereist waren und unverhofft eine Begegnung mit dem in China äußerst populären Rekordeuropameister Boll als Bonus bekamen, fachsimpelte der 44-Jährige mit Dortmunds Matchwinnern um Adam Szudi sowie Trainer Evgeny Fadeev und Abteilungsleiterin Ursula Reitemeyer über den größten Erfolg des BVB-Teams in seiner noch jungen Bundesliga-Geschichte. Außerdem nahm sich der Publikumsliebling Zeit für ein Gespräch mit bvb.de über die Bedeutung des Coups, die Perspektiven der Dortmunder Tischtennis-Mannschaft, sein Verhältnis zu Fan und den Alltag seit seinem Rücktritt als Profisportler.
Borussia Dortmunds Tischtennisspieler haben in der Bundesliga gegen den Champions-League-Gewinner 1. FC Saarbrücken-TT und großen Triple-Favoriten sensationell 3:2 gewonnen. Wie bewertest Du diesen überraschenden Sieg?„Ich habe natürlich dem BVB die Daumen gedrückt, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Saarbrücken gewinnen würde, lag vorher sicher bei 98 Prozent. Ich hätte auch nicht mit einem Sieg für den BVB gerechnet, weil Saarbrücken ja mit Fan Zhendong und Patrick Franziska mit der am Spieltag bestmöglichen Mannschaft gespielt hat und in Dortmunds Team Spitzenspieler Anders Lind nicht dabei war. Es ist wirklich unglaublich, wie eng in der Liga alle beisammen liegen.“
Das ursprüngliche Saisonziel für Dortmunds Mannschaft ist ein immer möglichst großer Abstand zur Abstiegszone und eine bessere Endplatzierung als der neunte Rang in der vergangenen Premierensaison, doch plötzlich sind die Play-off-Ränge in Sichtweite gekommen. Kann Borussia sich kurzfristig womöglich noch neue Ziele setzen?„Adam Szudi hat sich als wirklich Glückgriff erwiesen, gut eingeschlagen und sich auch weiter gut entwickelt. Kristian Karlsson spielt auch eine gute Saison. Wenn die Mannschaft ihr Niveau der letzten Zeit halten kann und Lind noch dazukommt, ist sie vom Potenzial her eine Play-off-Mannschaft und schon gefährlich. Wenn sie jetzt viel komplett spielen könnten, kann Borussia angreifen.“
Die großartige Atmosphäre im Spiel gegen Saarbrücken bestand außer in der Begeisterung über Dortmunds starkes Spiel auch in der Unterstützung wieder einmal mehrerer hundert Chinesen aus der ganzen Welt für Saarbrückens Olympiasieger Fan Zhendong. Wie nimmst Du diesen Hype um den Superstar wahr?„Ich bin wirklich sehr happy, dass jetzt nach meiner Zeit wieder solche eine Ikone wie Fan Zhendong in der Liga spielt. Es ist schön zu sehen, dass durch ihn solch tolle Kulissen und viele ausverkaufte Hallen wie hier in Dortmund möglich werden.“
Du bist bereits seit Deinen aktiven Jahren mit Fan Zhendong auch privat befreundet. Haben beim Spiel zwei Herzen in Deiner Brust geschlagen?„Ich bin ganz klar Fan der Borussia gewesen. Aber ich habe auch nicht gegen ihn geklatscht.“
Fan ist einer jener wenigen Rivalen, gegen den Du während Ihrer Laufbahn nie gewinnen konntest. Wie kann man Deine heutige Beziehung zu Fan beschreiben?„Wir sind einfach wirklich gute Freunde. Ich versuche momentan immer wieder auch mal, ihm hier in Deutschland zu helfen, wenn seine Saarbrücker Mitspieler bei Turnieren spielen, er mal alleine ist und Zeit hat, etwas zu unternehmen. Ich habe Zhendong auch schon auf einen Weihnachtsmarkt mitgenommen, und Weihnachten hat er mit meiner Familie und mir bei uns zuhause verbracht. Als ich aber zuletzt für den BVB in China gewesen bin, hat er sich aber auch um mich gekümmert. Es ist eine schöne Freundschaft, wir genießen die gemeinsame Zeit sehr.“
Fans chinesische Anhänger sind bei ihrem Eintreffen in der Halle vor dem Spiel auch wegen Dir mitunter völlig euphorisch gewesen. Was bedeuten solche Momente?„Ich genieße jetzt zwar die Zeit mit meiner Familie, für Hobbys. Aber natürlich ist es schön und fühlt sich gut, dass die Menschen einen immer noch mögen und wiedererkennen.“
Du hast Dortmunds Sieg zusammen mit den BVB-Geschäftsführern Carsten Cramer, Lars Ricken und Svenja Schlenker in der ersten Reihe erlebt. Kribbelt da noch etwas?„Ich trainiere noch ganz gerne ab und zu, auch wenn mich alte Kollegen fragen, ob ich Lust darauf hätte, mit ihnen zu trainieren. Ein bisschen treffe ich den Ball auch noch, der Touch ist schon noch da. Aber meine Kondition hat schon ganz schön nachgelassen. Nein, es ist alles gut und richtig so, wie es ist.“









































