Fussballdaten.de
·22. September 2026
Xhaka-Zukunft offen – Haftstrafe oder hohe Geldstrafe?

In partnership with
Yahoo sportsFussballdaten.de
·22. September 2026

Der Paukenschlag war laut und hat zumindest massive Folgen für die Schweizer Nationalmannschaft in der Nations League. Granit Xhaka steht für die kommenden Spiele nicht zur Verfügung – seine Nati-Zukunft ist ungewiss.
Granit Xhaka steht nach seinem Corona-Skandal nicht zur Verfügung. Nachdem die Staatsanwaltschaft in Luzern offiziell die Ermittlungen gegen den 33-jährigen Mittelfeldspieler vom FC Sunderland aufgenommen hatte, zog dieser direkt Konsequenzen und meldete sich von den kommenden Spielen der Schweiz in der UEFA Nations League ab.
Der 152-fache Nationalspieler der Schweiz entschuldigte sich offiziell über die sozialen Medien und nahm die Schuld auf sich. In den Schweizer Medien wird diese Offenheit zwar positiv herausgestellt, doch bestehen große Zweifel an der Zukunft Xhakas in der Nationalmannschaft. Ist Xhaka als Kapitän noch tragbar? Und welche rechtlichen Konsequenzen drohen dem Ex-Leverkusener?
Im Gespräch mit dem „Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)“ gab der Strafrecht-Experte Sven Zimmerlin zum Xhaka-Fall seine Einschätzung ab: „Wir sprechen beim Tatbestand der Urkundenfälschung von einem Verbrechen.“ Dass es zu einer Verurteilung kommt, steht daher nicht zur Debatte. Dennoch wird der Deutsche Meister von 2023/24 laut der Experteneinschätzung um eine Haftstrafe herumkommen: „Ich gehe davon aus, dass es am Ende wahrscheinlich auf eine bedingte Geldstrafe hinauslaufen wird.“
Eine Zukunft in der Schweizer Nationalmannschaft ist somit theoretisch möglich. Peter Knäbel, Präsident des Schweizerischen Fussballverbands, ließ die Tür zuletzt offen.
Beim Skandal um Granit Xhaka handelt es sich jedoch um keinen Einzelfall im Schweizer Leistungssport. Zuletzt wurde bekannt, dass der Schweizer Eishockey-Trainer Patrick Fischer bereits 2023 für denselben Tatbestand von der Staatsanwaltschaft Luzern verurteilt wurde. Auch Fischer besorgte sich ein gefälschtes Corona-Zertifikat und konnte somit zur Eishockey-WM 2023 nach China reisen.
Fischer wurde zu 80 Tagessätzen von 480 Franken verurteilt. Inklusive Gebühren wurde der Erfolgstrainer zu einer Strafe von umgerechnet 85.000 Euro verurteilt.







































