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·14. September 2026
Yamal trifft doppelt, Barça zittert trotzdem

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·14. September 2026

Fünf Spiele, fünf Siege, fünfzehn Punkte. Und dann steht Barcelona in Valencia nach 87 Minuten plötzlich mit nur einem Tor Vorsprung da und muss bis in die Nachspielzeit hoffen.
Lamine Yamals erster Treffer war Handwerk: Fermín López steckte durch, Raphinha umkurvte Torhüter Mathew Ryan und legte quer, der 19-Jährige musste aus sechs Metern nur noch einschieben. 19. Minute, 2:0, alles unter Kontrolle. Zuvor hatte der ebenfalls 19-jährige Xavi Espart sein erstes Profitor erzielt – abgefälscht, aber verdient.
Der zweite Treffer beschäftigt Spanien länger. 42 Sekunden nach Wiederanpfiff ging Yamal nach einem Kontakt mit Aïssa Mandi zu Boden, es gab Elfmeter, er verwandelte selbst. Der frühere Schiedsrichter Iturralde González hielt die Berührung anschließend für zu gering. Für Yamal war es der dritte Doppelpack im dritten Ligaspiel hintereinander – eine Serie, die man bei einem 19-Jährigen zweimal lesen muss.
Bei 3:0 hörte Barcelona auf, das Spiel zu verwalten. Iván Romero verkürzte in der 79. Minute, Roger Brugué acht Minuten später. Levante, vor dem Anpfiff Tabellenvierzehnter, hatte die letzten zwanzig Minuten und ein Stadion im Rücken. Erst Karim Adeyemi beendete die Zitterpartie in der 93. Minute mit einem Solo.
Drei Punkte Vorsprung auf Real Madrid, makellose Bilanz, der beste Saisonstart seit Jahren – und trotzdem hat Hansi Flick jetzt Videomaterial für eine unbequeme Wochenanalyse. Ein Vorsprung von drei Toren gehört nicht in der 79. Minute halbiert.
Yamal entscheidet inzwischen Spiele, die seine Mannschaft ohne ihn nicht so klar führen würde. Genau das ist die Schwachstelle: Wer sich daran gewöhnt, dass ein Neunzehnjähriger die Rechnung bezahlt, merkt zu spät, dass die Rechnung wächst. In Valencia reichte es. Gegen Gegner mit mehr Qualität in den letzten zehn Minuten wird es das nicht.


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