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·22. Mai 2026
Yunus Ünal verlässt Hertha BSC: Hannover 96 schnappt sich Berliner Talent

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·22. Mai 2026

Hertha BSC muss den nächsten Talent-Abgang hinnehmen. Yunus Ünal verlässt die Berliner und schließt sich Hannover 96 an. Der 18-Jährige kommt ablösefrei an den Maschsee und unterschreibt dort langfristig bis 2030.
Der Kaderumbruch bei Hertha BSC betrifft nicht nur die Profimannschaft. Auch im Nachwuchsbereich muss der Hauptstadtklub einen Abgang verkraften. Yunus Ünal wechselt von Hertha BSC zu Hannover 96 und ist dort der erste Sommer-Neuzugang.
Der 18-Jährige spielte seit 2022 in der Jugend der Berliner. In der Saison 2025/26 kam Ünal vor allem in der U19 zum Einsatz. Zudem sammelte er Spielpraxis in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga. Für die Profis von Hertha BSC lief der Offensivspieler in der 2. Bundesliga jedoch nicht auf.

Yunus Ünal unterschreibt bei Hannover 96. Foto: Screenshot Instagram / @hannover96
Bei Hannover 96 soll Ünal nun den nächsten Schritt machen. Der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler ist flexibel auf der linken Seite einsetzbar. Er kann offensiv auf dem Flügel agieren, aber auch etwas defensiver als Schienenspieler eingesetzt werden.
96-Sportdirektor Ralf Becker lobte vor allem das Profil des Hertha-Talents. Ünal bringe Tempo, Dynamik, Torgefahr und Flexibilität auf der linken Seite mit. In seinem Jahrgang gehöre er laut Becker zu den spannendsten Spielern auf seiner Position in Deutschland.
Auch Ünal selbst sieht in Hannover offenbar bessere Chancen auf den Sprung in den Profifußball. Der Klub stehe für ihn dafür, junge Spieler gut zu integrieren und zu fördern. Genau diese Möglichkeit wolle er mit Fleiß und harter Arbeit nutzen.
Für Hertha BSC ist der Wechsel durchaus bitter. Der Verein spricht seit Jahren vom Berliner Weg und will junge Spieler entwickeln, an die Profis heranführen und langfristig einbauen. Wenn ein 18-jähriges Talent dann ablösefrei zu einem direkten Zweitliga-Konkurrenten wechselt, wirft das Fragen auf.
Sportlich ist Ünal bei den Profis zwar noch nicht in Erscheinung getreten. Trotzdem verliert Hertha ein flexibel einsetzbares Talent mit Entwicklungspotenzial. Gerade in einer Phase, in der der Klub sparen und den Kader neu ausrichten muss, wären solche jungen Spieler eigentlich besonders wertvoll.

Bleibt Eichhorn bei Hertha BSC? – Photo by Maryam Majd/Getty Images
Der Wechsel von Yunus Ünal ist für Hertha BSC auch deshalb ärgerlich, weil der Verein in diesem Sommer ohnehin vor vielen offenen Personalfragen steht. Mit Kennet Eichhorn steht ein weiteres großes Talent im Fokus mehrerer Topklubs. Auch bei Spielern wie Tjark Ernst, Linus Gechter oder Marton Dardai könnte es bei passenden Angeboten Bewegung geben.
Gerade deshalb wäre es für Hertha problematisch, wenn neben möglichen Leistungsträgern auch junge Entwicklungsspieler den Verein verlassen. Der Klub will sparen, den Kader verkleinern und gleichzeitig wieder mehr auf eigene Talente setzen. Genau dafür braucht Hertha aber Spieler, die den Sprung aus dem Nachwuchsbereich in den Profikader schaffen können.
Der Wechsel zeigt erneut, wie schwierig die Nachwuchsarbeit im Profifußball geworden ist. Talente brauchen eine Perspektive. Wenn diese bei einem Verein nicht klar genug ist, suchen sie ihren nächsten Schritt woanders.
Für Hertha BSC bedeutet das: Der Klub muss nicht nur im Profikader nachjustieren, sondern auch im Übergang vom Nachwuchsbereich zu den Profis. Denn genau dort entscheidet sich, ob junge Spieler wirklich Teil des Berliner Wegs werden oder den Verein verlassen, bevor sie im Olympiastadion ihre Chance bekommen.
Ünal versucht seinen Durchbruch nun bei Hannover 96. Hertha bleibt dagegen die Frage, ob man hier ein Talent zu früh verloren hat.
Was meint ihr: Hätte Hertha BSC Yunus Ünal halten müssen oder ist der Wechsel für seine Entwicklung der richtige Schritt?
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📷 Photo by Instagram / @hannover96 und Maryam Majd/Getty Images
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