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·17. September 2026
„Zaubern kann er nicht“: Ex-Bundesliga-Boss mit Klopp-Klartext

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Die Vorfreude auf die ersten Länderspiele unter der Leitung von Bundestrainer Jürgen Klopp ist groß. Christian Seifert, ehemaliger Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), traut seinem langjährigen Weggefährten viel zu – mahnt jedoch auch zur Geduld.
Seifert ist als Aufsichtsratschef der Stiftung Deutsche Sporthilfe tätig, in deren Aufsichtsrat auch Klopp sitzt. Von dessen Engagement zeigt sich der 57-Jährige angetan. „Die Sporthilfe ist erst mal sehr froh und stolz, dass er im Aufsichtsrat ist“, erklärte Seifert gegenüber der BILD.
„Und allein die Tatsache, dass er das auch als Bundestrainer bleibt, sagt sehr viel über ihn und seine Einstellung zum Sport aus. Und es zeigt, dass sein Blick über den Tellerrand schon immens ist. Das sieht man auch jetzt in seinem neuen Amt, wie er zu den Klubs geht, mit den Trainern spricht“, führte Seifert weiter aus.
Dabei ist er überzeugt, dass Klopp die Vereinsbesuche nicht als PR-Stunt sieht: „Das macht er ja nicht, weil er hofft, dass irgendwo ein BILD-Fotograf sitzt, sondern weil es ihn wirklich interessiert.“
Gleichzeitig will der ehemalige DFL-Boss die Erwartungen an Klopp offenbar nicht überhöhen. Er ist überzeugt davon, dass der 59-Jährige aus den vorhandenen Möglichkeiten „das absolut Beste machen wird“. Dafür brauche Klopp allerdings Zeit.
Seiferts Botschaft fällt entsprechend deutlich aus: „Aber er braucht Zeit, denn zaubern kann er nicht.“
Auch hinsichtlich Klopps Persönlichkeit äußert sich Seifert positiv. Er habe ihn als jemanden mit einem „sehr klaren inneren Kompass“ kennengelernt. Klopp verfüge über klare Vorstellungen davon, wie Sport aussehen könne, und habe ein „ganz großes Herz für sportliche und menschliche Werte“.

Foto: IMAGO
Ob Klopp mit seinen Vorstellungen künftig überall auf Zustimmung stoßen wird, kann Seifert dagegen nicht beurteilen. Eine wichtige Voraussetzung für Erfolg sei ohnehin, nicht jedem gefallen zu wollen. „Du wirst kein Weltklasse-Trainer, wenn du es allen recht machen möchtest“, so der ehemalige DFL-Geschäftsführer.
Zum Abschluss verwies Seifert auf einen bekannten Satz von Rudi Völler: „Fußball ist einfach, ab und zu musst du gewinnen.“ Damit dürfte zugleich eine der zentralen Herausforderungen für Klopp beschrieben sein: Neben Ideen, Werten und langfristigen Plänen zählen am Ende auch die Ergebnisse.
Für einen ersten Sieg kann Klopp bereits am 24. September sorgen, wenn Deutschland auf die Niederlande trifft.







































