DFB-Frauen
·30. August 2026
Zicai beschert Wolfsburg Sieg im Topspiel

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Vizemeister VfL Wolfsburg hat in der Google Pixel Frauen-Bundesliga einen optimalen Saisonstart hingelegt. Nach dem torreichen 8:2-Auftaktsieg beim 1. FC Nürnberg gewann das Team von Trainer Stephan Lerch auch das Topspiel des 2. Spieltages bei Bayer 04 Leverkusen 2:1 (1:0) und hat damit optimale sechs Punkte auf dem Konto.
Vor 1184 Zuschauer*innen im Ulrich-Haberland-Stadion brachte Ella Peddemors (24.) die Wölfinnen während der ersten Halbzeit in Führung. Nachdem Selina Ostermeier (51.) der Ausgleich gelungen war, sorgte Nationalspielerin Cora Zicai (59.) nur wenig später für den Siegtreffer der Gäste. Für Bayer 04 war es der erste Dämpfer in der noch jungen Spielzeit.
"Wir haben sehr investiert und hatten mehr verdient", sagte Bayer-Trainer Roberto Pätzold im Interview mit MagentaSport. "Mit unserer Performance können wir absolut zufrieden sein. In der Schlussphase waren wir nah dran, den erneuten Ausgleich zu erzielen. Deshalb trifft uns das Ergebnis hart. Wolfsburg hat unsere Fehler bestraft."
Leverkusens Co-Trainerin Friederike Mehring erklärte: "Es war ein Duell auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entscheiden. Wir waren bei unseren Möglichkeiten nicht so eiskalt wie der VfL. Dennoch haben wir gezeigt, dass wir mithalten können. Die Liga wird spannend."
Torschützin Selina Ostermeier meinte: "Wir können die hohe Intensität mitgehen und waren dicht dran, mindestens ein Unentschieden zu erreichen. Deshalb tut die Niederlage weh."
"Wir sind sehr glücklich über die drei Punkte", betonte VfL-Trainer Stephan Lerch gegenüber MagentaSport. "Es war ein schwieriges und sehr intensives Spiel. Dass wir nach dem Ausgleich schnell wieder zurückgekommen sind, hat uns viel Energie und Selbstvertrauen verliehen. Der Erfolg wird uns weiteren Auftrieb geben."
Matchwinnerin Cora Zicai sagte: "Leverkusen hat es uns sehr schwergemacht, umso wichtiger ist der Sieg. Ich war sehr erleichtert, dass ich getroffen habe, nachdem ich schon in der ersten Halbzeit eine große Chance nicht verwerten konnte."
Im Vergleich zum 2:0-Auftaktsieg bei RB Leipzig nahm Bayer-Trainer Roberto Pätzold zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Für Nationalspielerin Carlotta Wamser, die nicht im Kader stand, und die angeschlagene U 23-Auswahlspielerin Loreen Bender starteten Estrella Merino Gonzalez und Paulina Platner.
Personell musste Pätzold weiterhin auf Amy Wrigge (Kreuzbandriss), Caroline Kehrer und Emily Wallrabenstein (beide im Aufbautraining) sowie die angeschlagene Melissa Friedrich verzichten. Justine Brandau kehrte nach ihrer Rotsperre in den Kader zurück und wurde auch im Laufe der zweiten Halbzeit erstmals eingewechselt.
Beim VfL Wolfsburg entschied sich Trainer Stephan Lerch vier Tage nach dem 2:0-Sieg im Hinspiel der Qualifikation zur UEFA Women’s Champions League gegen Inter Mailand für drei Umstellungen. Nationalspielerin Sophia Kleinherne begann in der Abwehr für Lieske Carleer, Weronika Arasniewicz ersetzte Smilla Vallotto, die aus privaten Gründen fehlte, und Anny Kerim-Lindland lief für Lara Prasnikar im Angriff auf. Lena Lattwein, Cecilie Floe Nielsen und Giovanna Hoffmann standen weiterhin nicht zur Verfügung.
Zu Beginn der Partie war beiden Teams der gegenseitige Respekt recht deutlich anzumerken. Eine kontrollierte Anfangsphase sorgte dafür, dass es zunächst noch keine vielversprechenden Torannäherungen gab.
Das änderte sich nach einer Viertelstunde, als Bayer 04 im Anschluss an einen Eckball die beste Möglichkeit der ersten Halbzeit hatte. Marlene Müller traf mit einem Direktschuss die Latte. Den Abpraller setzte Lilla Turanyi per Kopfball über das Tor. Da hatten die Wolfburgerinnen Glück, nicht in Rückstand zu geraten.
Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs kamen allerdings die Gäste besser in die Partie und gingen dann auch mit ihrer ersten hochkarätigen Torgelegenheit in Führung. Ella Peddemors ließ mit einem sehenswerten Solo Sofie Zdebel und Lilla Turanyi stehen und traf mit einem platzierten Flachschuss zum 0:1 (24.) ins Eck.
Das Tor gab dem VfL Sicherheit, noch vor der Pause hätte der Vorsprung deutlicher ausfallen können. Die beste Chance vergab Cora Zicai, die frei vor dem Leverkusener Kasten Torhüterin Rafaela Borggräfe anschoss.
In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit führte ein Eckball von Leverkusens Kapitänin Carolin Simon zum Ausgleich. Paulina Platner verlängerte am ersten Pfosten per Kopf, Selina Ostermeier lenkte die Kugel per Direktabnahme zum 1:1 (51.) ins Netz.
Die Freude über den Gleichstand währte allerdings nicht allzu lange. Der VfL nutzte einen hohen Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte eiskalt zur erneuten Führung. Nach einem Zuspiel von Anna Kerim-Lindland ließ Cora Zicai noch Lilla Turanyi elegant aussteigen und traf entschlossen ins rechte Eck zum 1:2 (59.).
Nur wenig später hatten die Wölfinnen gleich zweimal die große Chance, den Vorsprung auszubauen. Zunächst scheiterte Ella Peddemors nach einem mustergültigen Querpass der eingewechselten Lara Prasnikar an der glänzend reagierenden Torhüterin Rafaela Borggräfe. Den Nachschuss von Janina Minge kratzte Selina Ostermeier von der Torlinie. Kurz darauf scheiterte noch einmal Cora Zicai an Rafaela Borggräfe.
Die Leverkusenerinnern steckten jedoch nicht auf, sondern verstärkten nach zahlreichen Wechseln ihre Offensivbemühungen. Unter anderem köpfte die eingewechselte Lobke Loonen nach einer Rechtsflanke von Sofie Zdebel aus kurzer Entfernung über das Tor. Auch Marlene Müller tauchte noch einmal völlig frei vor Stina Johannes auf, bekam den Ball aber nicht an der Wolfsburger Nationaltorhüterin vorbei.







































