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·2. Oktober 2026
Zidane vor Frankreich gegen Italien: Warum der Kopfstoß von 2006 bei der Heimpremiere wieder hochkommt

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Zinédine Zidane feiert heute Abend sein Heimdebüt als französischer Nationaltrainer, und der Gegner heißt ausgerechnet Italien. Gut 20 Jahre nach seinem berühmten Kopfstoß im WM-Finale von Berlin holen den 54-Jährigen die Bilder von damals wieder ein. Vor dem Spiel im Stade de France hat er erstaunlich offen darüber gesprochen.

Frankreichs Nationaltrainer Zinédine Zidane am 25. September 2026 beim 1:0 in der Türkei im Kocaeli Stadium. (Foto: Burak Kara / Getty Images)
Anstoß ist um 20.45 Uhr in Saint-Denis, DAZN überträgt live. Alle Infos zur Übertragung stehen in unserem Artikel Wer überträgt Frankreich gegen Italien?.
Es war der 9. Juli 2006 im Berliner Olympiastadion. Zidane wollte im letzten Spiel seiner Karriere mit dem WM-Pokal in den Händen abtreten. In der 110. Minute drehte er sich nach einem Wortgefecht plötzlich um, lief auf Italiens Verteidiger Marco Materazzi zu und rammte ihm den Kopf gegen die Brust. Zidane sah Rot, Frankreich verlor das Finale im Elfmeterschießen.
Materazzi hatte Zidanes Schwester beleidigt. „Er hat in mir etwas ausgelöst, als er über Lila sprach“, erzählte Zidane später. „In diesem Moment war ich zerbrechlich. Und dann machst du Sachen, die du nicht tun solltest.“ Im März 2010 sagte er der spanischen Zeitung El País: „Ich bitte den Fußball, seine Fans und die Mannschaft um Verzeihung, aber niemals Materazzi. Das würde mich entehren. Lieber würde ich sterben!“
Materazzi berichtet von einer zufälligen Begegnung im November 2010 in einem Mailänder Hotel: „Am Schluss reichte er mir die Hand, und ich habe sie so lange gehalten, bis er mir direkt in die Augen geschaut hat. Für mich war es ein schöner Augenblick.“ Zidane hat eine Versöhnung nie bestätigt. Nach eigener Aussage hat er seit dem Finale nicht mehr mit Materazzi gesprochen.
Vor dem Wiedersehen mit Italien wurde Zidane erneut nach der Szene gefragt. Seine Antwort: „Ich bin nicht stolz auf das, was passiert ist. Das habe ich gesagt, ich habe es wiederholt und ich sage es auch heute noch.“ Aber: „Ich bereue es nicht, denn das gehört zu meiner Karriere dazu. Man kann nicht nur schöne Dinge tun.“
Die Bilder liefen „überall in Dauerschleife“, sagte er und lächelte: „Zum Glück habe ich nicht nur das gemacht und es gibt noch andere, schönere Momente.“ Leicht war die Zeit nach dem Finale nicht: „2006 wusste ich noch nicht, dass ich einmal Trainer werden würde. Ich dachte, das wäre das Ende, daher war es sehr schwierig.“ So enden lassen wollte er sein Kapitel mit der Nationalmannschaft nie, auch deshalb kehrte er als Nachfolger von Didier Deschamps zurück.
Sportlich ist Zidanes Start makellos. Frankreich gewann 1:0 in der Türkei und 1:0 in Belgien, beim zweiten Sieg traf Michael Olise vom FC Bayern in der 88. Minute nach einem Solo. Kylian Mbappé fehlt nach seiner Knieverletzung aus dem ersten Spiel. Italien verlor unter dem zurückgekehrten Roberto Mancini zunächst 0:2 gegen Belgien, gewann dann aber 4:1 in der Türkei. In der Gruppe A1 führt Frankreich mit sechs Punkten vor Italien und Belgien mit je drei Zählern.
Heute, Freitag, 2. Oktober 2026, um 20.45 Uhr im Stade de France in Saint-Denis. Das Spiel läuft live bei DAZN, nicht im Free-TV.







































