Zinédine Zidane ist neuer Nationaltrainer Frankreichs – Nations League, EM 2028 & WM 2030 in Sicht! | OneFootball

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·28. Juli 2026

Zinédine Zidane ist neuer Nationaltrainer Frankreichs – Nations League, EM 2028 & WM 2030 in Sicht!

Artikelbild:Zinédine Zidane ist neuer Nationaltrainer Frankreichs – Nations League, EM 2028 & WM 2030 in Sicht!

Zinédine Zidane übernimmt die französische Nationalmannschaft und erhält einen Vertrag bis zur Weltmeisterschaft 2030. Der frühere Weltmeister folgt auf Didier Deschamps und startet im August in seine neue Aufgabe.

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Der Trainer der Königlichen tritt zurück! Der Franzose Zinédine Zidane – keines seiner acht Endspiele verlor er, gewann drei Mal die Champions League.(Foto Shutterstock)


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Zinédine Zidane ist am Dienstag offiziell zum neuen Nationaltrainer Frankreichs ernannt worden. Im Anschluss an eine Sitzung des Exekutivkomitees bestätigte der französische Fußballverband FFF die Verpflichtung des 54-Jährigen. Zidane wird die Équipe Tricolore für die kommenden vier Jahre bis zur Weltmeisterschaft 2030 betreuen.

Der frühere Weltstar tritt damit die Nachfolge von Didier Deschamps an, dessen Rückzug bereits im Frühjahr 2025 angekündigt worden war. Seitdem liefen Gespräche zwischen Zidane und der Verbandsspitze. Für die 68 Millionen Franzosen schien kaum jemand anderes für den Beginn einer neuen Ära infrage zu kommen. Auch innerhalb des FFF bestanden laut Präsident Philippe Diallo keine Zweifel an der Wunschlösung.

Zidane erfüllt sich seinen größten Trainertraum

Bei seiner Vorstellung am Verbandssitz in Paris richtete Zidane seine ersten Worte zunächst an die Menschen, die gegen die verheerenden Waldbrände in Frankreich kämpfen. „Allen Menschen, den Feuerwehrleuten, den Landwirten, die davon betroffen sind“, wolle er seine Unterstützung aussprechen. „Meine Gedanken sind bei ihnen. Für viele Familien ist dies eine schwierige Zeit“, sagte der neue Nationalcoach.

Danach sprach der ehemalige Real-Madrid-Trainer über seine sportliche Mission mit dem Starensemble um Kylian Mbappé. Nach einer fünfjährigen Auszeit gehe für ihn „ein Traum“ in Erfüllung. „In den vier bis fünf Jahren, in denen ich eine Pause eingelegt habe, habe ich zahlreiche Angebote erhalten. Und ich habe sie alle zugunsten der französischen Nationalmannschaft abgelehnt, denn das war das Einzige, was ich nach meiner Zeit bei Real Madrid machen wollte.“

Zidane durchlief als Spieler sämtliche Stationen im französischen Fußball, von der Jugend bis zur A-Nationalmannschaft. Nun sei er mit dem Traineramt am „Gipfel“ angekommen. „Das Einzige, was mich antreibt, ist, mit dieser Mannschaft zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass sie weiterhin gewinnt“, betonte er. Mbappé begrüßte seinen neuen Chefcoach bei Instagram mit den Worten: „Willkommen zu Hause“.

Auch in einer weiteren Botschaft des Verbandes beschrieb Zidane seine Ernennung als besondere Ehre: „Ich habe es oft gesagt: Es gibt nichts Größeres als die Équipe de France. Deshalb ist es eine Freude und natürlich ein großer Stolz, Trainer dieser französischen Nationalmannschaft zu werden. Es ist zugleich eine Verantwortung. Ich möchte Präsident Philippe Diallo, dem Exekutivkomitee und dem Französischen Fußballverband für ihr Vertrauen danken und die 14 Jahre von Didier und seinem Trainerstab würdigen. Außerdem denke ich heute besonders an alle meine Ausbilder. Es versteht sich von selbst, dass ich große Ambitionen für die Équipe de France habe.“

18. Nationaltrainer seit Henri Guérin

Zidane ist der 18. Nationaltrainer in der Geschichte der Bleus seit Henri Guérin im Jahr 1964. Seine sportlichen Referenzen zählen zu den eindrucksvollsten seiner Generation. Als Spieler wurde er 1998 Weltmeister und 2000 Europameister. Mit Real Madrid gewann er als Übungsleiter zwischen 2016 und 2018 dreimal die Champions League, zweimal die Klub-Weltmeisterschaft sowie zweimal die spanische Meisterschaft.

Den zweiten Meistertitel holte Zidane 2020 während seiner weniger erfolgreichen zweiten Amtszeit bei den Königlichen, die von 2019 bis 2021 dauerte. Seit seinem Abschied aus Madrid hatte er auf die passende Gelegenheit gewartet. Bereits am Morgen der offiziellen Vorstellung hatte die französische Sportzeitung L’Équipe deshalb „Tag Z“ auf ihrer Titelseite ausgerufen.

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Michael Ballack (L) und der Franzose Zinedine Zidane am 15. November 2003 in der Arena Auf Schalke . AFP PHOTO FRANCK FIFE

Mit Carlo Ancelotti, Thomas Tuchel und Jürgen Klopp reiht sich Zidane in eine Gruppe renommierter Vereinstrainer ein, die den Schritt auf die Bank einer Nationalmannschaft gewagt haben. Der Übergang ist jedoch nicht automatisch erfolgreich. „Es ist sicher ein ganz anderer Beruf“, erklärte Zidane. „Es ist etwas Neues für mich, aber ich habe keine Angst davor. Ich bin bereit.“ Den Tag seiner Ernennung bezeichnete er auf Nachfrage als den schönsten seines Trainerlebens. Er empfinde „großen Stolz“, gleichzeitig aber auch „eine große Verantwortung“ für eine „außergewöhnliche Mannschaft“.

FFF-Präsident Philippe Diallo erklärte, der Verband habe jemanden gesucht, der „über die Ausstrahlung, die Kompetenz und das Herz unserer Fans verfügt, um eine der besten Mannschaften der Welt zu trainieren“. Gemeinsam mit Zidanes persönlichem Traum habe dieser Wunsch letztlich zur Einigung geführt.

Start in der Nations League, Italien zum Heimdebüt

Offiziell beginnt Zidanes Amtszeit am 1. August. Als erster Termin steht die UEFA Nations League 2026/27 auf dem Programm. Danach folgen die Qualifikation für die Europameisterschaft 2028, die Nations League 2028/29 und schließlich die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2030. Die Zusammensetzung seines Trainerstabs will Zidane Anfang September bekannt geben.

Sein Debüt feiert der neue französische Nationalcoach am 25. September in der Nations League in der Türkei. Sieben Tage später steht das erste Heimspiel an. Gegner ist ausgerechnet Italien. Gegen die Squadra Azzurra erlebte Zidane im verlorenen WM-Finale 2006 seinen wohl bittersten Moment als Fußballer, als er Marco Materazzi mit einem Kopfstoß an der Brust traf.

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