Zitter-Debüt & Tränen: Diese S04-Momente prägten Timo Becker | OneFootball

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·31. März 2026

Zitter-Debüt & Tränen: Diese S04-Momente prägten Timo Becker

Artikelbild:Zitter-Debüt & Tränen: Diese S04-Momente prägten Timo Becker

„Ich stand da mit zittrigen Knien und dachte: Warum bringt der Trainer mich jetzt?“ Timo Becker über sein Schalke-Debüt und den Aufstieg.

29. November 2019, Veltins-Arena. Der FC Schalke 04 führt mit 2:1 gegen Union Berlin, steht auf Platz drei und ist voll auf Kurs. In der 90. Minute wird ein vielen noch unbekannter 22-jähriger Innenverteidiger zur Seitenlinie gerufen: Timo Becker. Für Schalke läuft alles nach Plan, Benito Raman und Suat Serdar haben getroffen, der Heimsieg ist zum Greifen nah.


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Doch wie Becker bei „19:04-Inside Schalke“ verriet, überwog statt Vorfreude die Unsicherheit. Warum ausgerechnet jetzt? Warum in dieser Phase? Er will in diesem Moment vor allem eines: keinen Fehler machen.

Die Kulisse, die Familie auf den Rängen und die Demut Beckers, alles kommt auf einmal zusammen.

Kaum auf dem Platz, folgt direkt die erste Bewährungsprobe: Freistoß für Union, der Ball segelt in den Strafraum. Becker steigt hoch und köpft ihn beinahe ins eigene Tor. Für einen kurzen Moment rechnet er mit einem Anschiss seines Torhüters. Doch statt Kritik folgt Anerkennung. Alexander Nübel feuert ihn an, weil er vor seinem Gegenspieler am Ball ist und eine noch größere Gefahr verhindert.

Wenig später ist Schluss und der gelebte Traum vom Schalke Debüt wird greifbarer. Mitspieler kommen auf ihn zu, gratulieren ihm und machen ihm klar, dass er sich diesen Moment verdient hat. Für Becker ist es mehr als ein Kurzeinsatz. Es ist der Moment, in dem aus dem Schalke-Fan ein Schalke-Profi wird.

Timo Becker hatte beim Aufstieg „20 Minuten Tränen in den Augen“

Neben diesem prägendsten Moment als Spieler, bleibe ihm ein Fan-Moment ebenfalls für immer in Erinnerung. Beim Aufstieg 2022 steht er in der Nordkurve, nachdem er nach seinem Spiel mit Holstein Kiel zur Halbzeit in die Arena kommt. Zur Halbzeit steht es gegen St. Pauli 0:2, Schalke vergibt große Chancen und bekommt ein Tor von Ko Itakura aberkannt.

Zu diesem Zeitpunkt zweifelt Timo Becker am Fußballgott und erklärt die Optimisten in der Kurve für verrückt. Immer wieder hört Becker denselben Satz: „Wir können nicht verlieren.“

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Foto: IMAGO

Der Rest ist Schalke-Geschichte. Mit dem 3:2 durch Rodrigo Zalazar explodiert die Arena. Becker steht mittendrin, umarmt wildfremde Menschen, hat minutenlang Tränen in den Augen und schreit jedes Lied mit. Für ihn ist es die lauteste Atmosphäre, die er je erlebt hat.

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