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·9. Februar 2026

Zu langsam für Kompany? Bayern streicht Transfer-Kandidaten von der Liste

Artikelbild:Zu langsam für Kompany? Bayern streicht Transfer-Kandidaten von der Liste

Der Name Fisnik Asllani taucht rund um den FC Bayern schon seit Monaten immer wieder auf. Spätestens nach seinem starken Auftritt gegen den Rekordmeister rückte der Offensivspieler der TSG Hoffenheim erneut in den Fokus. Doch ausgerechnet diese Partie dürfte intern weniger zu einem Umdenken als vielmehr zu einer Bestätigung der bisherigen Einschätzung geführt haben.

Beim 1:5 der Hoffenheimer in München war Asllani maßgeblich am zwischenzeitlichen Ausgleich beteiligt. Der 23-Jährige antizipierte einen Chipball von Manuel Neuer, fing diesen mit großer Körperbeherrschung ab und legte mustergültig für Andrej Kramarić auf. Eine Szene, die seine technische Qualität, Spielintelligenz und Übersicht perfekt widerspiegelte – Attribute, die auch an der Säbener Straße registriert werden.


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Bayern-Scouts überzeugt – aber mit Einschränkungen

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Foto: IMAGO

Asllani soll schon seit dem vergangenen Herbst auf den internen Beobachtungslisten der Münchner stehen. Seine Entwicklung in Hoffenheim ist bemerkenswert, sechs Tore und sechs Vorlagen in der laufenden Saison unterstreichen seinen Einfluss. Auch andere Topklubs haben längst angebissen. Borussia Dortmund beobachtet den Kosovaren ebenso intensiv. Aus England sollen im Winter laut Sky bereits konkrete Angebote eingegangen sein.

Im kommenden Sommer könnte Asllani die TSG aufgrund einer vertraglich fixierten Ausstiegsklausel für 25 bis 29 Millionen Euro verlassen. Rein wirtschaftlich wäre der Angreifer damit für viele Vereine attraktiv. Doch beim FC Bayern zählt nicht nur der Preis, sondern vor allem die Passgenauigkeit zum sportlichen Konzept.

Wie der kicker nun berichtet, haben die Bayern ihr internes Urteil gefällt. Zwar schätzen die Verantwortlichen Asllanis Technik, seine saubere Ballbehandlung und seinen Torinstinkt, letztlich sehen sie jedoch ein entscheidendes Defizit. Nach ausgiebigem Scouting gilt der Offensivspieler als zu langsam für das Anforderungsprofil der Münchner.

Tempo als K.o.-Kriterium unter Kompany

Ein Blick auf die Zahlen stützt diese Einschätzung. Asllanis gemessener Topspeed liegt bei 31,8 km/h – ein Wert, der im modernen Spitzenfußball, insbesondere beim FC Bayern unter Vincent Kompany, nicht ausreicht. Der Belgier setzt in seiner Spielidee konsequent auf Intensität, Dynamik und Tempo in allen Offensivreihen. Gerade auf den vorderen Positionen wird enorme Geschwindigkeit im Umschaltspiel und im Pressing verlangt.

In diesem Kontext erscheint Asllani trotz seiner spielerischen Klasse als nur bedingt geeignet. Für den FC Bayern ist das Tempo inzwischen kein Bonus mehr, sondern eine Grundvoraussetzung. Spieler wie Michael Olise, Jamal Musiala oder auch Luis Díaz verkörpern genau dieses Profil – technisch stark, aber zugleich explosiv und laufstark.

Dass Asllani in München landet, ist damit deutlich unwahrscheinlicher geworden. Seine Leistung gegen die Bayern hat zwar erneut Werbung in eigener Sache gemacht, sie änderte jedoch nichts an der grundsätzlichen Bewertung der Kaderplaner. Für andere Klubs, die weniger strikt auf Geschwindigkeit setzen oder andere Rollen für ihn sehen, bleibt der Hoffenheimer dennoch hochinteressant.

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