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RB Leipzig

·8. Januar 2026

Zwei Neue, ein RBL-Experte und der zurückgekehrte Stabilisator

Artikelbild:Zwei Neue, ein RBL-Experte und der zurückgekehrte Stabilisator

St. Pauli gegen RB Leipzig – die Rollen mögen bei diesem Spiel auf dem Papier klar verteilt sein, aber es wird keine leichte Aufgabe für die Roten Bullen. 

Dafür spricht, dass auf der Gegenseite ein Trainer steht, der RBL gut kennt – und zudem seinen Stabilisator wieder auf dem Platz hat.


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Viele Jahre am Cottaweg

Für Alexander Blessin wird es ein ganz besonderes Spiel. Für den Chefcoach der „Kiezkicker“ ist es nicht nur sein 50. Bundesliga-Spiel als Trainer, zugleich verbindet ihn mit RB Leipzig eine langjährige Vorgeschichte. 

Im Jahr 2012 holte Ralf Rangnick Blessin zu RBL, wo er zunächst Co-Trainer der U17 wurde. Es war seine erste Trainerstation nach dem Ende der aktiven Fußballerkarriere. Später übernahm der ehemalige Mittelstürmer als Cheftrainer zunächst die U17, anschließend bis Sommer 2020 unsere U19.

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RBL-DNA im Pauli-Spiel

Was er als junger Trainer bei RBL lernte, wendete der 52-Jährige auch auf seinen Profistationen an. Mit Erfolg: 2024 führte Royal Union Saint-Gilloise zum Pokalsieg in Belgien. Im Anschluss übernahm Blessin zur Saison 24/25 den FC St. Pauli als Chefcoach. Und auch im Spiel der Hamburger finden sich Elemente wieder, die tief in der RBL-DNA verankert sind.

Vor allem das intensive Pressing werden Fans der Roten Bullen sofort erkennen. Blessins St. Pauli versucht aus einem 3-4-3-System heraus, den Spielaufbau des Gegners früh zu stören und Ballgewinne zu erzwingen. Dieses aggressive Anlaufen ist ein zentraler Baustein der Defensivarbeit, auf die der Hamburger Stadtteilverein großen Wert legt.

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Der Kapitän bringt Stabilität

Ein Schlüsselspieler dafür ist Jackson Irvine. Der Australier, der zu Saisonbeginn noch verletzt gewesen war, steht seit dem 11. Spieltag ununterbrochen in der Startelf und trägt die Kapitänsbinde. „Er kann der Mannschaft unglaublich viel geben – mit seiner Präsenz und Körperlichkeit“, erklärte Blessin, warum Irvine ein Stabilisator für ihn ist.

Das war auch schon in der Vorsaison so, als St. Pauli mit kompakter Verteidigung, großer taktischer Disziplin und hoher Laufbereitschaft die zweitbeste Abwehr der Bundesliga stellte. 41 Gegentore wurden lediglich vom Meister FC Bayern München (32) unterboten.

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Zwei Neuzugänge für die Defensive

In der laufenden Saison gerieten der FC St. Pauli zwischenzeitlich ins Straucheln und verloren neun Bundesliga-Spiele in Serie. Doch Blessin brachte sein Team zurück in die Spur. „Wir werden nicht mehr den Fehler machen und zu viel wollen“, hatte er in dieser Phase erklärt und angekündigt, den Fokus wieder stärker auf defensive Stabilität zu legen.

Um die Defensive noch kompakter zu gestalten, wurde im Winter Tomoya Andō (Avispa Fukuoka) verpflichtet. Der japanische Nationalspieler gilt als körperlich robust und zweikampfstark, der 26-Jährige könnte gegen uns sein BL-Debüt geben. Mit Joel Chima Fujita (Mittelfeld) gehört ein weiterer Japaner zur Stammelf.

Außerdem wurde Keeper Emil Gazdov von CF Montreal ausgeliehen. Der 22-Jährige komplettiert das Torhütertrio.

RBL gewann noch nicht am Millerntor

Nach dem 2:1-Sieg im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Borussia Mönchengladbach blieb St. Pauli auch in der Bundesliga zum Jahresabschluss dreimal in Folge ungeschlagen und kassierte dabei lediglich zwei Gegentore.

Es wird für unsere Offensive also keineswegs eine einfache Aufgabe. Wenn man zusätzlich bedenkt, dass RBL keines seiner bisherigen drei Pflichtspiele am Millerntor gewinnen konnte und in diesen drei Partien kein Tor erzielte, dann wird erst recht deutlich: Es wird Geduld gefragt sein.

So sehr wir uns auf das Wiedersehen mit Alexander Blessin freuen, am Ende haben wir trotz seines 50. Bundesliga-Spiels keine Punkte als Geschenk im Gepäck.

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