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·4. Juni 2026

Zwei Personalien im Fokus: Wo Matthäus WM-Probleme sieht

Artikelbild:Zwei Personalien im Fokus: Wo Matthäus WM-Probleme sieht

Lothar Matthäus traut der deutschen Nationalmannschaft eine starke WM zu. Bei zwei Personalien sieht er jedoch Probleme.

In einer Kolumne für Sport Bild erinnerte sich der Rekordnationalspieler an die WM 1994 zurück. Damals war Matthäus Kapitän des Titelverteidigers, schied mit der deutschen Nationalmannschaft in den USA aber bereits im Viertelfinale mit 1:2 gegen Bulgarien aus. „Es war damals eine WM, die von Anfang an unter keinem guten Stern stand. Es gab Eifersüchteleien, Streitereien, Getuschel hintenrum. Es waren Spielerfrauen dabei, die sich wichtiger nahmen als das, wofür wir in die USA gekommen waren, nämlich den Weltpokal wieder mit nach Hause zu nehmen“, blickte Matthäus zurück.


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Gefreut habe sich darüber nur der Boulevard: „Deren Seiten waren voller als die Sportseiten der Zeitungen. Bundestrainer Berti Vogts war im Mannschaftsquartier und auch sonst als Wachhund unterwegs, hat viel mitbekommen – aber er ist nicht eingeschritten. Es gab Undiszipliniertheiten, Golf schien so manchem wichtiger als Fußball.“

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32 Jahre später ist der heutige TV-Experte zuversichtlich, dass es für die deutsche Mannschaft in Nordamerika besser laufen wird. „Ich war für RTL bei vielen Länderspielen dabei, deshalb denke ich, ich kann den Charakter der Mannschaft ganz gut einschätzen“, erklärte Matthäus: „Ich glaube, dass unsere Nationalspieler so gewissenhaft und ehrgeizig sind, dass sie es rechtzeitig selbst regeln würden, bevor der Fokus verloren geht. Natürlich haben die Führungsspieler dabei eine bedeutende Rolle. Joshua Kimmich ist für mich trotz der Rückkehr von Manuel Neuer ganz klar der Kapitän.“

Doch auch der Torwart-Routinier kann und soll laut Matthäus eine Führungsrolle einnehmen: „Diese beiden (Kimmich und Neuer, Anm. d. Red.) werden für Nagelsmann die Haupt-Ansprechpartner sein, diejenigen, die er bei seinen Überlegungen und Entscheidungen vorher ins Vertrauen zieht.“ Auch Spielern wie David Raum, Kai Havertz und Nico Schlotterbeck traut der Weltmeister von 1990 zu, voran zu gehen.

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Foto: Getty Images

Bei zwei Personalien im Kader sieht er jedoch Konflikpotenzial. Antonio Rüdiger habe „mehrmals Dinge gemacht, die Schlagzeilen produziert haben“, so Matthäus, der den Real-Star in die Pflicht nahm: „Er muss sich im Griff haben.“ Der 65-Jährige war zudem überrascht, dass Alexander Nübel als Nummer drei mitgenommen wurde. Dem 29-Jährigen wird ein unterkühltes Verhältnis zu Neuer nachgesagt. „Auch Julian Nagelsmann weiß, dass die beiden scharfe Konkurrenten sind und nicht unbedingt ein Doppelzimmer teilen sollten. Das Problem wird die Mannschaft begleiten, weil es einfach so ist. Darauf müssen alle aufpassen.“

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