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·25. August 2026

Zwei Transfers, drei Baustellen: Rösler gehen die Alternativen aus

Artikelbild:Zwei Transfers, drei Baustellen: Rösler gehen die Alternativen aus

Bild: Christof Koepsel/Getty Images

Der VfL Bochum muss mehrere Monate auf Jean Manuel Mbom verzichten. Seine Verletzung könnte die bisherige Transferplanung komplett verändern.


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Denn der Neuzugang war nicht nur für eine Position vorgesehen. Mbom konnte im zentralen Mittelfeld aushelfen und gleichzeitig Oliver Olsen auf der rechten Abwehrseite vertreten. Nun muss der VfL entscheiden, ob er diese doppelte Absicherung mit einem weiteren Transfer ersetzt oder eine andere Baustelle zunächst offenlässt.

Bochum verliert mehr als einen Ersatzspieler

Mbom zog sich beim 2:1 im DFB-Pokal gegen Greuther Fürth eine schwere Verletzung am Sprunggelenk zu. Eine Operation ist zwar nicht notwendig, der 26-Jährige wird nach Angaben des VfL Bochum dennoch mehrere Monate fehlen.

Immerhin gab der Verein bei Oliver Olsen Entwarnung. Der Rechtsverteidiger hatte in Fürth nach einem Schlag auf das Sprunggelenk vorzeitig vom Platz gemusst, soll aber zeitnah ins Training zurückkehren. Mbom wurde für ihn eingewechselt und verletzte sich anschließend ebenfalls.

Hinter Olsen fehlt nun jedoch ein gelernter Ersatz. Kacper Kościerski wurde für diese Saison an Alemannia Aachen verliehen. Innenverteidiger Michael Steinwender könnte auf der rechten Seite aushelfen, wäre dort aber nur eine Notlösung.

Zwei Transfers reichen nicht mehr für alle Baustellen

Eigentlich wollte Bochum noch einen zentralen Mittelfeldspieler und einen linken Flügelspieler verpflichten. Beide Positionen stehen laut Kicker weiterhin auf der Liste. Nach Informationen der BILD verfügt der VfL momentan allerdings nur über den Spielraum für zwei weitere Zugänge.

Wird nun ein Rechtsverteidiger verpflichtet, müsste Bochum vermutlich bei einer der ursprünglich vorgesehenen Verstärkungen Abstriche machen. Verzichtet der Klub darauf, trägt Olsen die rechte Seite zunächst praktisch allein. Eine erneute Verletzung oder Sperre würde Trainer Uwe Rösler sofort zum Umbau zwingen.

Gerade Mboms Vielseitigkeit sollte solche Situationen verhindern. Bei seiner Verpflichtung hob Lizenzfußball-Direktor Simon Zoller hervor, dass der Neuzugang auf der Sechs, der Acht und als rechter Verteidiger spielen könne. Auch im Mittelfeld war er deshalb mehr als ein gewöhnlicher Ersatz.

Pokalsieg legt das nächste Problem offen

Wie wichtig zusätzliche Optionen im Zentrum wären, zeigte bereits das Spiel in Fürth. Bochum brachte die Führung zwar über die Zeit, geriet nach der Pause aber immer stärker unter Druck. Die Gastgeber kamen auf 22 Torschüsse und elf Ecken, während der VfL lediglich sechsmal abschloss.

„Wir müssen lernen, nach einer Führung noch mehr für Entlastung zu sorgen“, erklärte Philipp Hofmann in den Stimmen des Vereins. Bochum habe sich in der zweiten Halbzeit zu weit zurückdrängen lassen und müsse solche Phasen cleverer lösen. Für mehr Entlastung braucht Rösler Spieler, die sich im Zentrum unter Druck behaupten und den Ball nach vorne tragen können. Genau dort sollte Mbom ebenfalls eingesetzt werden. Schon gegen Eintracht Braunschweig kam er zunächst für das Mittelfeld ins Spiel und rückte später auf die rechte Abwehrseite.

Bochum kann die beiden Aufgaben nun auf mehrere Spieler verteilen. Im Mittelfeld stehen unter anderem Enis Cokaj und Mats Pannewig bereit, rechts bleibt Olsen die erste Wahl. Ob diese Aufteilung ausreicht, muss der VfL vor dem Ende der Transferperiode entscheiden.

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