come-on-fc.com
·11. April 2026
Zwei Vereine, ein Problem: Wie der lange Ausfall eines Schlüsselspielers den FC und Werder Bremen jeweils entscheidend schwächt

In partnership with
Yahoo sportscome-on-fc.com
·11. April 2026


Simon Hense
11 April, 2026
Sowohl beim 1. FC Köln als auch bei Werder Bremen hat jeweils der Ausfall eines wichtigen Spielers für (fast) die gesamte Saison für einige Probleme gesorgt. Die Verletzung von Timo Hübers auf Kölner und von Mitchell Weiser auf Bremer Seiten ist jeweils einer der Gründe, warum die Lage bei beiden Mannschaften so kritisch ist.
Timo Hübers fehlt dem 1. FC Köln seit Monaten verletzt
Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.



Er sollte eine der Stützen unter Lukas Kwasniok sein: In den ersten acht Partien der Liga sowie in der ersten Pokalrunde der aktuellen Saison stand Timo Hübers immer in der Startformation, spielte meistens durch. Dabei zeigte der Innenverteidiger einige gute Leistungen und stellte seinen Wert für das Team unter Beweis. So war der 29-Jährige wichtig als Abwehrchef und im Spielaufbau. Dann kam jedoch kurz vor Schluss im Spiel gegen Borussia Dortmund: Der Defensivspezialist verletzte sich bekanntermaßen schwer am Knie, fiel seitdem aus.
Wie wichtig der ehemalige Kölner Kapitän für die FC-Defensive war, zeigte sich noch mehr, als er dann fehlte. So feierten die Geißböcke zwar erst noch einen 4:1-Sieg gegen den HSV. Danach blieben die Ergebnisse aber aus. In den 19 Partien nach dem Erfolg gegen die Hamburger holten die Domstädter nur zwei Siege. Und eine der größten Problemzonen war die Abwehr. Denn genau der Abwehrchef, den Hübers zuvor dargestellt hatte, fehlte nun. So stand die Abwehr immer wieder wackelig, spielte nur noch eine einzige Partie (gegen den VfL Wolfsburg) zu Null. Diese Defensivprobleme wurden noch dadurch verstärkt, dass sich auch viele der anderen Innenverteidiger immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatten und sich die Verteidigung nicht einspielen konnte.
Aber nicht nur der FC wurde schwer vom langfristigen Ausfall eines Schlüsselspielers getroffen. Beim kommenden Gegner Werder Bremen ist die Lage sehr ähnlich. Denn bei den Grün-Weißen riss sich Mitchell Weiser in der Sommervorbereitung das Kreuzband und konnte diese Spielzeit noch kein einziges Spiel absolvieren. In den vorherigen Saisons war der 31-Jährige unumstritten auf der rechten Schiene gesetzt. Von dort aus war der beim FC ausgebildete Profi der wahrscheinlich wichtigste Kreativspieler der Werderaner. So gelangen Weiser 2024/25 in 32 Bundesligaspielen starke fünf Tore und neun Vorlagen und hatte einen großen Anteil daran, dass Bremen nicht nur eine sorgenfreie Saison spielte, sondern sogar nur einen Punkt hinter dem internationalen Geschäft landete. Und auch in der aktuellen Spielzeit hätte der Schienenspieler eine zentrale Rolle spielen sollen. Ohne den Routinier blieb die Offensive der Grün-Weißen jedoch viel zu oft harmlos und ist wohl die größte Baustelle bei Werder.
Ob Köln und Bremen ohne die Verletzungen von Hübers beziehungsweise Weiser momentan besser dastehen würden, ist natürlich spekulativ. Aber beide hätten auf jeden Fall die Qualität ihres jeweiligen Teams deutlich erhöht. Sowohl für die Geißböcke als auch für die Grün-Weißen ist es dabei nicht so einfach möglich, so wichtige Spieler einfach zu ersetzen – sei es durch Transfers oder durch möglichst gleichwertige Alternativen im Kader. Daher ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Mannschaften mit ihnen im Abstiegskampf besser dastehen würden. Aber so lange Hübers und Weiser weiter nicht fit sind, müssen die Kölner und die Werderaner wohl oder übel mit der Situation zurechtkommen und weiter Alternativen finden. Wer von beiden die besseren im Saisonendspurt hat, wird sich dann schon am Sonntag in der Domstadt das erste Mal zeigen.









































